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Fechttrio mit ehrgeizigen Zielen

„Der Einzelbewerb ist mir egal, wichtig ist nur das Team.“ Mit diesem einen Satz lässt sich das Ziel der jungen Fechter des Olympiazentrums Salzburg-Rif bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft im italienischen Catania kurz zusammenfassen.

Nicht weniger als drei der vier Athleten, die für Österreich kommende Woche um Medaillen fechten, werden vom Salzburger Landesfechtverband gestellt, dessen Präsidenten Roman Hinterseer die Kooperation mit dem Olympiazentrum hervorhebt: „Vom Verdienst her sind in Österreich alle Fechter Amateure. Durch die Zusammenarbeit mit dem Olympiazentrum und der LSO können wir jedoch professionelle Betreuung und Trainingsmöglichkeiten der Sportler garantieren.“

 Fechttrio hat nichts zu verlieren

Bei der Weltmeisterschaft geht es für René Pranz und die beiden Brüder Moritz und Tobias Hinterseer wie erwähnt vorwiegend um den Teambewerb, bei dem es möglichst viele Punkte für die Olympiaqualifikation 2012 zu sammeln gilt: „Italien, Russland, China und Japan sind so gut wie gesetzt, um die restlichen Plätze werden wir als Underdog mitkämpfen“, so Tobias Hinterseer, der sich voll auf das Team konzentrieren will: „Ich werde die Einzelwettkämpfe nur als Generalprobe nehmen, gerade bei einer Weltmeisterschaft haben wir als Außenseiter nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen“. Genau wie ihr Kollege, stellen auch Moritz Hinterseer und René Pranz die Einzelwertung in den Hintergrund. „Ich habe für mich keine Ziele bei der WM. Ich bin gut vorbereitet und werde mich voll auf die Qualifikation für Olympia konzentrieren“, so Pranz. Er und sein Trainingspartner Moritz Hinterseer konnten sich erst kürzlich bei einem internationalen Trainingslager in Salzburg gemeinsam mit 30 anderen Sportlern auf das Großereignis vorbereiten. Dass das Fechttrio des Olympiazentrums Salzburg-Rif sich so sehr auf die Mannschaftswertung konzentrieren, liegt neben ihrer Freundschaft wohl auch daran, dass damit drei Tickets für die Einzelwettkämpfe in London verbunden sind.  Im WM-Achtelfinale werden die Österreicher möglicherweise bereits auf einen ihrer härtesten Konkurrenten stoßen: Im Auslosungstopf warten Korea oder Frankreich. Letztere Mannschaft ist unbedingt zu schlagen, da von jedem Kontinent nur vier Teams die Reise nach London antreten dürfen und die Punkte bei der WM doppelt zählen. Pranz und Co. liegen derzeit in der Weltrangliste auf dem zehnten Platz, die Hauptkonkurrenten um ein Olympiaticket sind jedoch in Schlagdistanz.  Der Geschäftsführer des Olympiazentrums, Walter Pfaller, traut dem Fechttrio in Italien einiges zu. „Sie haben sich sehr professionell vorbereitet und genießen im Olympiazentrum eine tolle Betreuung. Ich hoffe, dass sich ein Olympiaticket ausgehen wird“, so Pfaller.
(Quelle: S24)

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