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Austria Salzburg: Ex-Coach Schneidhofer wettert gegen sportlichen Leiter Herzgsell

Markus Schneidhofer (li.) und Peter Herzgsell (re.): Das Verhältnis zwischen dem Ex-Duo ist zerrüttet. Krugfoto
Markus Schneidhofer (li.) und Peter Herzgsell (re.): Das Verhältnis zwischen dem Ex-Duo ist zerrüttet.

Markus Schneidhofer wurde am Mittwoch bei Austria Salzburg als Coach entlassen. Im SALZBURG24-Gespräch äußert er gegenüber seinem ehemaligen Co-Trainer und sportlichen Leiter, Peter Herzgsell, seinen Unmut und sieht sich als Bauernopfer.

Mit viel Vorfreude und hohen Erwartungen übernahm Markus Schneidhofer im Sommer das Traineramt beim Stadt-Club Austria Salzburg. Er fand ein junges und williges Team, gespickt mit sechs routinierten Spielern in Maxglan, vor. Das sportliche Hoch zum Start fand allerdings zum Saisonende mit dem siebten Rang ein Ende. Am Mittwoch stand das Aus seiner violetten Ära fest.

SALZBURG24: Zu Saisonbeginn war dir die Vorfreude regelrecht ins Gesicht geschrieben. Wie entwickelte sich deine persönliche Situation bei den Violetten?

MARKUS SCHNEIDHOFER: Ich hatte mir viel vorgenommen und wusste, dass es eine Mammutaufgabe wird, große Erfolge hier zu feiern. Zu Beginn dauerte es eine Weile bis die Mannschaft meine Vorgabe umsetzte, danach aber begeisterten die Jungs mit erfrischendem Fußball die Fans auf den Rängen. Als Peter Herzgsell sich als sportlicher Leiter an meine Seite als Co-Trainer gesellte, ging alles den Bach runter.

Wie kann man sich das vorstellen?

Ganz einfach: Er hat sich in meine Aufgabenbereiche eingemischt und hat mir immer dazwischen gefunkt. Außerdem hielt er viele Versprechen nicht ein. Er ist sozusagen der Plauscher von Austria Salzburg gewesen. 

Das sind hart Worte...

Wenn ich gewusst hätte, dass er sich so benimmt, hätte ich nicht zugelassen, dass er mein Assistent wird. Ich wollte aber keine Unruhe reinbringen. Die Austria hat eh schon genug andere Probleme um die Ohren. 

Was genau hat dich am meisten gestört?

Erstens habe ich alles von euch beziehungsweise von den Medien erfahren. Zweitens hat es einfach nicht mehr funktioniert, als sich Herzgsell in die Aufstellungen etc. eingemischt hat. Er hätte sich um Dinge wie nicht ausbezahlte Spielergehälter oder Ähnliches kümmern sollen. Uns ordentliche Trainingsutensilien zur Verfügung zu stellen, wäre eine seiner Aufgaben gewesen. Wir hatten nicht einmal Hütchen über die wir Sprünge machen konnten.

Wann hast du gemerkt, dass die Chemie nicht mehr stimmt?

Wie gesagt, als Informationen über Dritte an mich gelangt sind. Er ist einfach mediengeil und will sich da präsentieren. Das grenzte an ein Kasperltheater. Ich war jahrelang als Profi tätig und weiß, wie das Geschäft läuft. Aber verarschen lasse ich mich nicht. Mir tut nur die Mannschaft leid. Sie hat so einen tollen Charakter. Einfach nur schade, dass ich nicht mehr weiter machen darf. Bei vielen Talenten sah ich eine große Entwicklung.

Die Vereinsführung will dich in einer anderen Funktion im Verein behalten. Wie stehst du dazu?

Um 17 Uhr steht eine Sitzung mit dem Präsidenten (Claus Salzmann, Anm. d. Redaktion), dem Kassier (Bernhard Dohmen, Anm. d. Redaktion) und dem Trainer Christian Schaider an. Da werden wir sehen, welche Idee sie haben. Grundsätzlich kann ich es mir aber durchaus vorstellen.

(Quelle: S24)

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