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Austria Salzburg verliert Westderby - Liefering gelingt erster Auswärtssieg

Austria Salzburg verlor das Geisterspiel-Westderby gegen Wacker Innsbruck. APA/NEUMAYR/MMV
Austria Salzburg verlor das Geisterspiel-Westderby gegen Wacker Innsbruck.

Austria Salzburg hat das brisante und prestigeträchtige Westderby gegen Wacker Innsbruck mit 3:4 (1:1) verloren. Der FC Liefering gewann gegen Austria Lustenau mit 2:1 (2:1) und feiert damit den ersten Auswärtssieg der Erste-Liga-Saison.

Wacker Innsbruck hat das nicht nur sportlich hochbrisante Westderby gegen Austria Salzburg für sich entschieden. Die Tiroler setzten sich am Freitag zum Abschluss der 7. Runde der Fußball-Erste-Liga im "Geisterspiel" von Schwanenstadt mit 4:3 durch. Im aufgrund von Sicherheitsbedenken ohne Zuschauer ausgetragenen Kräftemessen verteidigten die Tiroler ihre Tabellenführung erfolgreich. "Wir haben defensiv zu viel zugelassen", so Austria-Trainer Jörn Andersen. "Wir müssen hinten cleverer werden, denn mit so leichten Gegentoren wie heute kann man kein Spiel gewinnen."

Keine Zuschauer beim Tor-Spektakel

Keine Fans, keine Stimmung - aber sieben Tore und Jubel aufseiten der Innsbrucker: Wacker entschied ein skurril anmutendes Geisterspiel für sich. Im torreichen Westderby zwischen Austria Salzburg und Wacker Innsbruck, dem ersten seit der Übernahme von Red Bull 2005, trafen Alexander Riemann mit einem Doppelpack (24., 52.), Thomas Pichlmann (55.) und Florian Jamnig (59.) für die Gäste. Sebastian Zirnitzer hatte die nun sechstplatzierte Austria in der 10. Minute in Führung geschossen. Leonhard Kaufmann (65.) und Valentin Grubeck (67.) brachten die zwischenzeitlich bereits scheinbar aussichtslos 1:4 zurückliegenden Salzburger noch auf 3:4 heran.

 

Schlusspfiff: Die Austria macht es den Innsbruckern vor allem zu Beginn der 2. Halbzeit zu einfach und verliert das Westderby mit 3:4. #SVAS #SkyGoEL #SBGFCW

Posted by Austria Salzburg on Freitag, 28. August 2015

Geisterstimmung beim Westderby

Seltsam war vor allem die Atmosphäre in Schwanenstadt: Die Anweisungen der Trainer und Rufe der Spieler hallten durch das Stadion Vor der Au, von außerhalb waren die Schlachtrufe der ausgesperrten knapp je 250 angereisten Fans zu hören. "Wir haben die Fans zwar heute nicht gesehen, aber es war eine tolle akkustische Unterstützung, dafür möchten wir uns bedanken", sagte Lukas Katnik, der angeschlagen ausschied. Die Bezirkshauptmannschaft hatte die Partie aufgrund von Sicherheitsbedenken untersagt. Die Bundesliga entschied sich aber im Sinne der Wahrung des sportlichen Wettbewerbs, die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit - als sogenanntes Geisterspiel - anzusetzen.

Stöger: "Die großen Verlierer sind die Fans"

Die Verantwortlichen beider Vereine übten gegenüber dem Pay-TV-Sender "Sky Sport Austria" in der Halbzeitpause Kritik an der schlussendlichen Geisterspiel-Lösung. "Es ist eine bittere Sache am Ende des Tages vor leeren Rängen zu spielen. Die großen Verlierer sind die Fans", meinte Austria-Sportdirektor Gerhard Stöger. Wacker-Präsident Josef Gunsch ergänzte: "Es ist nicht die beste Lösung, aber es ist eine Lösung. Wir haben immer angestrebt, dass wir das Spiel spielen können. Es bleibt am Ende ein Ergebnis, aber es ist sicher kein Fußballfest."

Alle Personen wurden innerhalb der Sicherheitszone ums Stadion kontrolliert. /APA/NEUMAYR/MMV Salzburg24
Alle Personen wurden innerhalb der Sicherheitszone ums Stadion kontrolliert. /APA/NEUMAYR/MMV

FC Liefering stoppt Abwärtstrend

Ohne Abtastphase starteten Austria Lustenau und Liefering in die Partie. Emanuel Sakic traf bereits nach vier Minuten von der Strafraumgrenze zur Lustenauer Führung. Dann spitzelte Lustenau-Verteidiger Lukas Tursch den Ball nach Okugawa-Pass zum 1:1 ins eigene Tor. Eine Minute später lenkte Gäste-Goalie Lawrence Ati einen Schuss von Ex-Liefering-Spieler Jodel Dossou an die Querlatte (6.).

Raphael Dwamena setzte sich mit Liefering in Lustenau durch. Red Bull / GEPA Salzburg24
Raphael Dwamena setzte sich mit Liefering in Lustenau durch. Red Bull / GEPA

Dritter Saisonsieg für junge Bullen

Nachdem ein Treffer von Raphael Dwamena wegen Abseits aberkannt worden war, gelang dem agilen Masaya Okugawa bereits nach 26 Minuten mit einer schönen Einzelleistung das Siegtor und sorgte damit für den dritten Saisonerfolg des Vizemeisters von 2014/15.

 

(APA)

 

 

(Quelle: S24)

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