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Corona-Ampel im Sport

Nur 500 Fußballfans bei Ampel-Orange in Stadien

Liga-Boss hoffte auf höhere Zuschauerzahlen

Red Bull Salzburg, Fototermin, Stadion, SB SALZBURG24/Mooser
Leuchtet die Ampel grün, sind in der Red-Bull-Arena 10.000 Zuschauer erlaubt.

Die seit Freitag - vorerst nur auf Empfehlungsbasis - leuchtende Corona-Ampel beschäftigt auch die heimische Fußball-Bundesliga. U.a. in Wien, Linz und Graz zeigt "Gelb" aktuell u.a. eine Beschränkung von 5.000 Zuschauern an. "Wir haben gehofft, dass die maximale Zuschauerzahl bei den einzelnen Ampelfarben eine höhere sein würde", meinte Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer.

Aktuell sind die auf der Corona-Website der Regierung veröffentlichten Angaben nicht rechtlich verbindend. "Aus meiner Sicht, wird es eine rechtliche Verbindlichkeit Ende September, Anfang Oktober geben", sagte dazu Ebenbauer. Man werde abwarten müssen, ob die lokalen Behörden ("Sie sind die Entscheider") nicht schon vorher einschränkende Maßnahmen treffen. "Es ist wesentlich, dass in den gelben Bereichen die Veranstalter mit den jeweiligen Behörden reden."

10.000 Zuschauer bei Red Bull Salzburg erlaubt

Klar ist, dass die Clubs von Zuschauerbeschränkungen - wie schon im "Idealfall" Grün mit 10.000 - unterschiedlich stark betroffen sind. Just für die Vereine in den aktuell gelben Regionen haben sie aber besonders große Auswirkungen. Wirft man einen Blick auf die durchschnittlichen Zuschauerzahlen bei Heimspielen des Grunddurchgangs der vergangenen Saison, wird ersichtlich, dass bei gelber Ampel vor allem Rapid, das derzeit nicht betroffene Salzburg, Sturm Graz und die Austria einen klaren Nachteil haben; die einzigen Clubs, die einen Schnitt von deutlich über 5.000 Zuschauern aufwiesen.

Gerade im Falle Rapids (Durchschnitt 18.666) wäre der Unterschied mit 13.666 Zuschauern eklatant. Die übrigen acht Vereine hätten erst ab orange leuchtender Ampel ein Problem: Dann darf maximal nur noch 500 Zuschauern Einlass ins Stadion gewährt werden. "Überraschend ist für uns, dass bei Orange nur noch 500 Zuschauer möglich sind. Da hätten wir nach unseren letzten Infos mit 1.000 gerechnet", sagte Ebenbauer dazu.

Fußball-Verantwortliche vermissen Planungssicherheit

 "Auf der einen Seite ist Vorsicht natürlich wichtig, auf der anderen Seite steht die Frage der wirtschaftlichen Tragfähigkeit", meinte Ebenbauer. "Und da benötigt man eben Planungssicherheit." Genau die vermisst auch Sturms Geschäftsführer-Wirtschaft, Thomas Tebbich. "Jetzt habe ich schon ein Budget erstellt, wo ich nur 7.740 Zuschauer hineinlassen darf und plötzlich sind es - ohne mir ersichtlichen Grund - nur noch 5.000", meinte er. Er bezeichnete den Einschnitt schlicht als "ein Wahnsinn und eine wirtschaftliche Katastrophe für die zuseherlastigen Vereine wie Rapid und Sturm Graz".

"Zum einen ist es ein weiterer wirtschaftlicher Schaden", erläuterte auch Ebenbauer, der in diesem Zusammenhang eine Ausweitung der bis September anberaumten Vereinshilfen anregte. "Zum anderen haben die Clubs durch die etwaige Beschränkung von Abonnenten auch ein Glaubwürdigkeitsthema. Es besteht die Gefahr, dass man die Leute langfristig verliert." Tebbich: "Bei Gelb komme ich mit meinen Abonnenten und Kooperationskarten nur noch schwer durch, von Tageskartenverkauf brauchen wir gar nicht mehr sprechen."

Was passiert bei Ampel-Rot?

Ebenbauer beschäftigte am Freitag auch die Frage, was im Falle von Rot passiert. Denn dann wäre - nach den aktuellen Infos auf der Corona-Website - Kontaktsport nicht mehr möglich. "Ich gehe aber davon aus, dass dann nach wie vor unser Präventionskonzept für Geisterspiele gilt", sagte Ebenbauer, der darüber hinaus eine gewisse Vorlaufzeit bei einem Umschalten der Ampel erwartet: "Wenn die Ampel am Freitag umspringt, dann wäre es ein Wahnsinn, wenn das vor Montag umgesetzt sein müsste."

(Quelle: APA)

Corona-Ampel: Vier Regionen auf "gelb"

Mit dem Start der Corona-Ampel am Freitag sind bereits vier Regionen in Österreich auf gelb geschaltet. Betroffen von "gelb" - das bedeutet mittleres Risiko - sind der Bezirk Kufstein sowie die Städte Wien, Linz und Graz. Alle anderen Bezirke blieben auf grün, wie bei einer Pressekonferenz der Regierung in Wien bekannt gegeben wurde.

Das System operiert mit den Farben Grün (niedriges Risiko), Gelb (mittleres), Orange (hohes) und Rot (sehr hohes Risiko). Das sei ein guter Überblick für die Bevölkerung über die regionale Entwicklung, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Bei "gelb" - so wie es jetzt in vier Regionen der Fall ist - gebe es eine Verschärfung der Maskenpflicht im Handel, in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen, sagte Kurz. Bei "orange" und "rot" seien die Maßnahmen von ausgeprägterer Form. Alle Informationen werden HIER veröffentlicht (zugänglich ab 10.30 Uhr).

Ganz Salzburg scheint "grün" auf

Für das ganze Bundesland Salzburg und seine Bezirke leuchtet die Corona-Ampel aktuell grün. Das bedeutet ein insgesamt „geringes Risiko“ im Vergleich zu den weiteren Farben. Trotzdem heißt es weiterhin die bisher geltenden Sicherheitsmaßnahmen wie Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz in bestimmten Fällen tragen einzuhalten, teilte das Land in einer Aussendung mit.

Corona-Ampel in Salzburg Land Salzburg
Zum Start der Corona-Ampel scheint sie in ganz Salzburg auf "grün" auf. 

Freitag ist Corona-Ampel-Tag

In Zukunft werde es wöchentlich einen Überblick über die regionale Entwicklung gebe, sagte Kurz, "auch häufiger, wenn Gefahr im Verzug" ist. Die umfassende rechtliche Verankerung der Ampel wird erst Ende September erfolgen, dazu ist die Novellierung des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes notwendig.

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Corona-Kommission bewertet aktuelle Lage

Die Vorgangsweise bis zur mindestens wöchentlich geplanten Schaltung ist indes bekannt und beginnt mit der Zusammenkunft der Corona-Kommission am Donnerstag, die dann die epidemiologische Lage in den einzelnen Regionen oder Bezirken analysiert und infolge eine Empfehlung für den Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) abgeben wird. Welche Farbe letztendlich vergeben wird, liegt also in der Hand der Politik.

Anschober versprach mit der Ampel auch "einen Schub an Transparenz" - sie soll eines der Werkzeuge sein, mit der eine zweite Corona-Welle in Österreich verhindert werden soll.

Aufgerufen am 14.04.2021 um 11:28 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/bundesliga/corona-ampel-im-sport-nur-500-fussballfans-bei-orange-in-stadien-92384923

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