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Uhr tickt anders

Drei Kandidaten fürs Jaissle-Erbe

Fabio Ingolitsch in der Pole-Position

Fabio Ingolitsch, FC Liefering GEPA/Red Bull
Fabio Ingolitsch ist der heißeste Kandidat für den Posten als Cheftrainer beim FC Liefering.

Wie schnell eine Trainer-Rochade im Red-Bull-Imperium über die Bühne gehen kann, hat der Marsch-Wechsel zu RB Leipzig und die Beförderung von Matthias Jaissle als neuer Salzburg-Coach gezeigt. Anders tickt hingegen die Uhr beim "Zulieferer" FC Liefering. Wir präsentieren euch die Top-Drei-Kandidaten für den Trainerposten.

Salzburg

Das Geschäftsmodell in der Fußball-Welt von Red Bull ist klar definiert: Der Kosmos scoutet talentierte Spieler und Trainer, bildet diese an den jeweiligen Standorten in Deutschland, Österreich, Brasilien und Amerika aus. Hoffnungsträger aus der ganzen Welt – mit Fokus auf Mali (Afrika) – erhalten die Chance sich zu zeigen. Das ausgeklügelte System trägt Früchte.

Marsch löst Bullen-Lawine aus

Gestartet wird vorwiegend in den eigenen Akademien, wo offensichtlich hervorragende Arbeit geleitet wird. Danach kommt es zum ersten Wechsel: Beim "Zulieferer" und Kooperationsverein FC Liefering wird den jungen Talenten in der österreichischen zweiten Liga eine Bühne geboten, um ihr Potenzial am Rasen auszuschöpfen. Stimmt die Entwicklungskurve, folgt der nächste Schritt. Beste Beispiele dafür sind Hee-chan Hwang, Xaver Schlager, Konrad Laimer, Amadou Haidara und Co, die Salzburg über Liefering als Sprungbrett für höhere Aufgaben perfekt nutzten. Nun kicken sie bei Top-Vereinen. Das Konzept sucht weltweit seinesgleichen.

Insgesamt wurden 25 Spieler zwischen der Mozartstadt und Leipzig hin- und hergeschoben. Am Donnerstag öffnete sich ein neues Kapitel: Jesse Marsch folgte dem Ruf der "großen Schwester" und wechselte als erster Trainer nach Sachsen. Das löste bei Red Bull Salzburg eine regelrechte Lawine aus – die Transfers könnte alle Trainer bis runter in den Akademie-Teams betreffen. 

In Liefering ticken die Uhren anders

Marschs Nachfolger für die kommende Saison stand laut Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund schon seit Monaten fest. Matthias Jaissle ist ein Schüler von Ralf Rangnick, schnupperte bei Leipzig bereits als 26-Jähriger Stallgeruch bei den Bullen. Nun tritt er mit 33 Jahren den Posten als Salzburg-Chefcoach an. Der Weg scheint vorbestimmt: Heimst der Deutsche auch bei seiner ersten Station als "Erste-Trainer" (derzeit seit vier Monaten bei Liefering) Titel ein, könnte seine nächste Station wohl auch RB Leipzig heißen.

symb_Jaissle, Matthias Jaissle Red Bull / GEPA
Matthias Jaissle wird ab Sommer 2021 neuer Cheftrainer bei Red Bull Salzburg und kommt vom FC Liefering.

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Somit wird sein Trainerstuhl in der 2. Liga ab Sommer frei. Jaissle jagt als Zweitplatzierter noch dem Titel hinterher, trifft am Freitag auf Dornbirn. Einen Nachfolger sollen die Verantwortlichen noch nicht gefunden haben. Bei den "Ober-Bullen" war man sich in puncto Marsch-Erbe indes längst einig. In Liefering ticken die Uhren anders – deutlich langsamer. Akademie-Boss Manfred Pamminger will die Trainer-Frage auf SALZBURG24-Anfrage in den nächsten 14 Tagen klären.

Ingolitsch könnte auf Jaissle folgen

Laut S24-Informationen haben drei Kandidaten die besten Chancen. Fabio Ingolitsch ist – wie bereits berichtet – in der Pole-Position. Der Bischofshofener ist der jüngste Teilnehmer des aktuellen UEFA-Pro-Lizenz-Lehrgangs des ÖFB, dürfte somit einen Bundesligisten trainieren. Der 29-Jährige gilt als das vielleicht größte Trainertalent Österreichs. Zuletzt war er Co-Trainer in Liefering, gibt seit Jahresbeginn bei der U18 das Kommando und steht vor dem Meistertitel mit den Jung-Bullen. Ein Sieg am Samstag gegen die AKA von Admira und der Salzburger hätte den ersten Titel in der Tasche.

 

Aufhauser-Zukunft offen

Der zweite Kandidat kommt ebenso aus den eigenen Reihen. Der derzeitige "Marsch-Co" Rene Aufhauser hatte im Nachfolger-Rennen gegenüber Jaissle das Nachsehen. "Es kann eben nur einen Cheftrainer geben", betonte Freund. Man werde sehen, wo es für den Österreicher hingehen kann. Aufhauser betonte zuletzt, dass er sich einen Posten als Hauptverantwortlicher vorstellen könnte, sagte jedoch letztes Jahr Sturm Graz ab. Will er dem Red-Bull-Imperium treu bleiben, kommen für ihn wohl nur die Rollen als Jaissle-Assistent oder Liefering-Chef infrage.

Ikache mit Außenseiter-Chancen

Der Dritte im Bunde ist Raphael Ikache: Der Ex-Anif-Trainer und nun seit einem halben Jahr Nachwuchskoordinator der Bullen-Akademie dürfte in den Gedanken der Verantwortlichen ebenso eine Rolle spielen. Da seine Bestellung intern die nächste Rochade auslösen würde, hat Ikache nur Außenseiter-Chancen. Der FC Liefering wollte sich gegenüber S24 dazu nicht näher äußern. "Das sind Spekulationen und daran wollen wir uns nicht beteiligen", heißt es von den Jung-Bullen-Bossen.

(Quelle: SALZBURG24)

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