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Schwere Phase

"Mental müde" Bullen brauchen Energie-Kick

Salzburg kämpft gegen Abwärtstrend an

Luka Sucic, Red Bull Salzburg GETTY/RED BULL
Sucht wie die gesamte Salzburg-Offensive nach seiner Form: Luka Sucic.

"Fehlende Effektivität und mental müde": Salzburg-Trainer Matthias Jaissle erklärt die Schwächephase der Bullen. Vor dem Herzschlag-Finale in der Champions League (CL) kämpft der Abo-Meister gegen den Abwärtstrend und das Lazarett an.

Beim FC Red Bull Salzburg läuft es derzeit einfach nicht ganz nach Wunsch. In den letzten sechs bewerbsübergreifenden Duellen fing sich die Crew von Trainer Matthias Jaissle drei Pleiten ein und konnte nur bei der Wiener Austria siegen.

Salzburger Höhenflug endet

Hohe Balleroberungen, gefährliche vertikale Pässe in die Spitze, Kaltschnäuzigkeit und eine gesunde Portion Selbstvertrauen: Die Zutaten für Salzburgs Höhenflug sind relativ leicht erklärt – jedoch sind diese keine Selbstverständlichkeit und wollen hart erarbeitet werden.

Bullen-Coach will von Krise nichts wissen

Trotz der ersten Liga-Niederlage seit 21. April verfügt der Leader aber immer noch über einen komfortablen Zwölf-Punkte-Abstand auf Platz zwei verfügt. Jaissle, der großteils auf Rotationen in der Startelf verzichtete, gab nach der Pleite gegen Austria Klagenfurt zu, dass sich das Team in einer schweren Phase befindet. Nach dem 1:2 beim Aufsteiger war zuletzt schon von einer Mini-Krise die Rede.

Austria Klagenfurt gegen FC Red Bull Salzburg Getty/Red Bull
Gegen Aufsteiger Klagenfurt hatten die Bullen (rotes Trikot) am Samstag das Nachsehen.

Aufsteiger fügt Salzburg erste Liga-Pleite zu

Ausgerechnet gegen den Aufsteiger ist Fußballmeister Salzburg der erste große Ausrutscher passiert. Am Samstag kassierten die einmal mehr ohne den gewohnten Punch agierenden Bullen bei der …

"Natürlich ist der Anspruch zurecht sehr hoch. Den haben wir auch intern an uns. Aber wir müssen mit dieser Situation mit aller Sachlichkeit und Ruhe umgehen." Ob man Krise schon in den Mund nehmen darf und sollte? "Das ist ein bisschen zu hoch gegriffen."

 

Nach englischen Wochen sind Bullen müde

Salzburg sucht die absolute Dominanz, die jüngst im intensiven Drei-Tages-Rythmus verloren ging. "Ich hatte den Eindruck, dass der eine oder andere mental müde war. Was völlig normal ist in einer Saison bei einer jungen Mannschaft", betonte Jaissle, für den die Schwankungen einberechnet waren. Im Jahres-Endspurt soll die Müdigkeit abgelegt werden. Denn Salzburg braucht einen richtigen "Energie-Kick", um der Abwärtsspirale zu entfliehen. Und damit ist kein Dosen-Getränk gemeint, sondern erfrischender Offensiv-Fußball.

Drei erzielte Treffer im November

Nur drei erzielte Tore im Monat November verheißen für den Rest der Herbstsaison und das Herzschlag-Finale in der Champions League gegen den FC Sevilla am 8. Dezember nichts Gutes.

 

CL-Aufstieg kann Torflaute vergessen machen

In den drei Heimpartien gegen Hartberg (4. Dezember) und die WSG Tirol (11. Dezember) bzw. gegen Sevilla, wo ein Remis zum erstmaligen Aufstieg in die CL-K.o.-Phase reicht, könnte man den November vergessen machen. Hält das Formtief an, muss gar um den Verbleib im internationalen Geschäft gebangt werden.

Jaissle: "Lamentieren bringt nichts"

Red Bull Salzburg sieht sich trotz dünner Personaldecke und jüngsten Ausrutschern für die finale Woche der Herbstsaison bereit. "Die Liste ist lang, aber wir lamentieren nicht herum", betonte Trainer Matthias Jaissle mit Blick auf das Lazarett beim Serienmeister. Neben den langzeitverletzten Zlatko Junuzovic, Sekou Koita, Albert Vallci und Bryan Okoh wird auch Maximilian Wöber gegen Hartberg am Samstag, den FC Sevilla in der Champions League und danach die WSG Tirol ausfallen.

Salzburg freut sich über ein ausverkauftes Stadion. Red Bull / GEPA

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Camara fehlt – Okafor fraglich

Ob der an Oberschenkelproblemen laborierende Noah Okafor gegen die Ost-Steirer dabei ist, war am Donnerstag unsicher. Am Samstag fehlen wird auch der gesperrte Mohamed Camara. Wie Jaissle bei einem Pressetermin verriet, stehen in der Innenverteidigung immerhin Jerome Onguene und Kamil Piatkowski zur Verfügung. Zwei Tage frei gab Salzburgs Coach seinem Team zu Wochenbeginn. Vor allem der Kopf soll dadurch frei geworden sein.

"Die Spieler haben in den letzten Wochen einen guten Eindruck gemacht. Die Daten haben das untermauert. Sie haben die PS auf den Platz gebracht", zeigt sich der Bullen-Dompteur dennoch optimistisch.

(Quelle: SALZBURG24)

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