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Bullen-Star vor Abflug

Hwang-Deal von Salzburg zu RB Leipzig durch?

Christoph Freund bestätigt Interesse

Eintracht Frankfurt, FC Salzburg, Hee-Chan Hwang APA/AFP/Daniel ROLAND
Der Abschied von Salzburgs Hee-Chan Hwang rückt näher.

Mit Glanzleistungen im Dress von Red Bull Salzburg hat Stürmer Hee-Chan Hwang das Interesse von europäischen Topklubs geweckt. Der Bullen-Star steht beim deutschen Bundesligisten RB Leipzig hoch im Kurs. Auch einige Premier-League-Vereine wollen den Koreaner verpflichten, das bestätigt Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund am Sonntag nach dem siebten Meistertitel in Folge. Auch zu den Gerüchten rund um Dominik Szoboszlai äußert sich Freund.

"Hee Chan Hwang hat nur noch ein Jahr Vertrag und er wird den Vertrag vielleicht auch nicht verlängern, wir werden sehen, ich schließe nicht aus, dass er im Sommer den nächsten Schritt machen könnte. Es gibt einige Anfragen, unter anderem auch von Leipzig, der eine oder andere Premier-League-Klub hat sich gemeldet und ist interessiert", sagt Freund gegenüber Sky.

Hwang-Deal: Salzburg und RB Leipzig schon einig?

Der deutsche Fußball-Bundesligist steht wohl unmittelbar vor der ersten Verpflichtung für die kommende Saison. Wie der südkoreanische öffentlich-rechtliche Sender KBS berichtet, soll sich Leipzig mit Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg über einen Transfer von Stürmer Hwang Hee-chan geeinigt haben.

Der 24-Jährige wäre ein Ersatz für den zu Chelsea abgewanderten deutschen Teamstürmer Timo Werner und der bereits 19. Spieler, der von Salzburg nach Leipzig wechselt. Gerüchte um einen Wechsel gab es bereits länger. Als Ablösesumme für den Koreaner, dessen Vertrag in Salzburg 2021 ausläuft, waren zehn Millionen Euro im Gespräch. Laut dem Bericht hatten der englische Meister Liverpool und die Wolverhampton Wanderers ebenfalls Interesse bekundet.

Deutschland-Erfahrung hat der schnelle Angreifer bereits gesammelt. In der Saison 2018/19 war der 32-fache Nationalspieler an Zweitligist Hamburger SV ausgeliehen, wurde aber mehrfach durch Verletzungen zurückgeworfen. In dieser Saison etablierte sich Hwang als Stammspieler in Salzburg, traf elf Mal in der österreichischen Bundesliga und dreimal in der Champions League.

Freund über PSG-Interesse an Szoboszlai

Ebenso äußerte sich Freund über ein angebliches Interesse von Paris Saint-Germain an Mittelfeld-Ass Dominik Szoboszlai: "Ich kann es dementieren, PSG hat sich bei uns nicht gemeldet Es ist natürlich schön, wenn sich Spieler so schnell und in so einer Art und Weise bei uns entwickeln und schon unglaublich, welche Vereine dann immer wieder interessiert sind." Bei Dominik Szoboszlai soll sich noch kein Verein aktiv bei den Bullen gemeldet heben. "Aber wenn er so weiterspielt, kann ich mir schon vorstellen, dass große Vereine aus ganz Europa an ihm interessiert sein könnten.“

(Quelle: SALZBURG24)

Salzburg schielt auf die Champions League

Red Bull Salzburg bleibt im österreichischen Fußball das Maß aller Dinge. Gestern fixierten die Mozartstädter mit dem 3:0-Heimsieg gegen den TSV Hartberg den siebenten Meistertitel in Folge und damit gleichzeitig das zweite Double en suite. 13 der jüngsten 14 vergebenen Trophäen gingen an die Bullen. In den vergangenen sieben Spielzeiten wurde lediglich 2018 der Cup-Sieg verpasst.

Mit insgesamt 14 Meisterschaften seit der Gründung der Bundesliga 1974 liegen die Salzburger ex aequo mit der Austria an der Spitze. Zudem sorgten sie mit ihren bisher 102 Treffern in 30 Partien dafür, dass zum dritten Mal in der Liga-Geschichte die 100-Tore-Marke geknackt wurde. Den Bullen selbst gelang dies 2013/14 (110/36), Rapid 1985/86 (101/36).

Quali für Champions League

Dem Anspruch nationaler Dominanz wurden die Salzburger trotz Schwierigkeiten zwischen Winter- und Corona-Pause gerecht, nun richtet sich der Blick wieder nach Europa. Am 22./23. und 29./30. September warten die Play-offs um die Teilnahme an der Champions League, bei der man wie im Vorjahr dabei sein will.

 

2019 standen die Salzburger als Meister fix in der Gruppenphase, diesmal muss man wieder eine K.o.-Runde überstehen. Beim bisher vergeblichen Versuch, über die Qualifikationsphase in die "Königsklasse" einzuziehen, gab es für die Mozartstädter in der Vergangenheit teilweise traumatische Erfahrungen.

Wöber: "Motivation noch größer"

Für Maximilian Wöber ist das alles Schnee von gestern. "Mit der erstmaligen Teilnahme hat man dieses Horror-Kapitel geschlossen. Mit den Erinnerungen an letztes Jahr im Hinterkopf wird die Motivation noch größer sein, die Champions League wieder nach Salzburg zu holen", erklärte der Verteidiger gegenüber Sky.

Marsch zieht Vergleich mit Ajax Amsterdam

Auch Trainer Jesse Marsch hofft wieder auf Kräftemessen mit den größten Clubs des Kontinents. "Jetzt wollen wir die restliche Saison gut zu Ende spielen, dann den Urlaub genießen und in die Champions League kommen. Mein Ziel hier ist, immer eine Champions-League-Mannschaft zu haben. Wir wollen das nächste Ajax Amsterdam werden", sagte der neunte Meistertrainer in der Red-Bull-Ära.

Seine Bestellung war von den Salzburg-Fans im Vorjahr teilweise mit großer Skepsis aufgenommen worden, der US-Amerikaner erinnerte am Sonntag noch einmal an die damaligen "Nein zu Marsch"-Transparente. Mittlerweile sind die Zweifler verstummt - mit Marsch auf der Bank lieferten die Salzburger im Herbst starke Champions-League-Auftritte ab und kürten sich nun zum Doublegewinner.

Marsch: "Ich bleibe sicher hier"

Daher sieht der 46-Jährige ungeachtet der Spekulationen um einen Wechsel nach Deutschland keine Veranlassung, der Mozartstadt den Rücken zu kehren. "Ich bleibe sicher hier. Meine Beziehung mit allen hier ist etwas Besonderes. Ich bekomme extrem viel Vertrauen, vor allem von (Geschäftsführer) Reiter und (Sportchef) Freund. Ich habe keine Hast, etwas Neues zu finden. Ich und meine Familie genießen diese Zeit hier. Es ist noch nicht zu Ende", betonte Marsch.

Wer wird Salzburg heuer verlassen?

Allerdings dürfte der Coach wie schon im Winter, als Erling Haaland und Takumi Minamino verkauft wurden, auch im Sommer den einen oder anderen Schlüsselspieler verlieren. Dominik Szoboszlai hat laut internationalen Medienberichten das Interesse von Arsenal und italienischen Großclubs auf sich gezogen, für Hwang Hee-chan gibt es nach den Angaben von Sportchef Christoph Freund Anfragen von RB Leipzig und aus der englischen Premier League.

Keine Sorgen muss sich Marsch bei einer seit Jahren fixen Größe im Salzburg-Trikot machen. Der 34-jährige Andreas Ulmer peilt in der kommenden Spielzeit seinen zwölften österreichischen Meistertitel an, den elften mit den Bullen. Die Basis dafür ist laut dem Linksverteidiger gelegt. "Wie bei uns immer neue Spieler integriert werden - da muss man den Hut vor allen ziehen, die im Verein arbeiten, das ist sehr beeindruckend", meinte Ulmer. Positiv äußerte sich der Oberösterreicher auch über Marsch, der ihn zuletzt als "besten Spieler in der Geschichte von Österreichs Fußball" bezeichnet hatte. "Sein Anteil am Meistertitel ist sehr groß. Er ist immer positiv, pusht uns in jedem Training und ist ein richtiges Vorbild für uns", erklärte Ulmer.

Der Gelobte verlieh nach dem Hartberg-Match seiner Genugtuung über den gewonnenen Meistertitel Ausdruck. "Es ist für euch Journalisten vielleicht nichts Besonderes, aber für mich und den ganzen Verein schon, denn meine einzige Enttäuschung als Trainer war, dass ich in New York nicht Meister geworden bin", erzählte Marsch.

Der frühere Co-Trainer von RB Leipzig war von Jänner 2015 bis Juli 2018 bei den New York Red Bulls tätig. Mehr als der Gewinn des "MLS Supporters' Shield" 2015 für die punktbeste Mannschaft der regulären Saison schaute für ihn dort aber nicht heraus.

Aufgerufen am 13.07.2020 um 10:51 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/bundesliga/hee-chan-hwang-bei-rb-leipzig-und-in-england-hoch-im-kurs-89514424

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