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Salzburger in Bundesliga

Glasner wechselt nach Wolfsburg

Red Bull Salzburg, LASK Linz APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Von 2012 bis 2014 war Glasner Co-Trainer bei Red Bull Salzburg.

Österreich hat ab kommenden Sommer einen weiteren Trainer in der deutschen Fußball-Bundesliga. Wie erwartet wird Oliver Glasner (44) nach der Saison vom LASK zum VfL Wolfsburg wechseln, der aktuell Tabellenneunter ist. Dies gab der gebürtige Salzburger und ehemalige Co-Trainer der Bullen Dienstagmittag bei einer Pressekonferenz in Pasching bekannt.

Glasner, der seit Mitte 2015 Trainer und Sportdirektor beim LASK ist, erhält in Wolfsburg beginnend mit 1. Juli einen Dreijahresvertrag bis Sommer 2022 und freut sich bereits auf die "neue Herausforderung", geht doch damit für ihn "ein Kindheitstraum in Erfüllung". "Als Spieler hat es für mich nicht gereicht, umso schöner, dass ich jetzt die Chance als Trainer in der deutschen Bundesliga bekomme", betonte der langjährige Ex-Profi der SV Ried.

LASK unter Glasner Salzburg-Herausforderer

Gleichzeitig stellte der 44-Jährige klar, dass sein Fokus in den kommenden Wochen weiterhin voll auf dem LASK liege. "Ich gebe das öffentliche Versprechen ab, dass ich bis zum Ende der Saison mit 100 Prozent für den LASK und die Mannschaft da sein werde, um unsere großen Ziele noch zu erreichen." Das größte lautet Platz zwei hinter Titelverteidiger Red Bull Salzburg. Damit würde der LASK, der aktuell neun Punkte hinter dem Tabellenführer und sechs Zähler vor dem drittplatzierten WAC liegt, im Sommer in der Champions-League-Qualifikation antreten.

Österreichische Trainer in deutscher 1. Bundesliga APA

Glasner führte den LASK vor zwei Jahren wieder in die Bundesliga und schaffte mit Platz vier gleich den Sprung in den Europacup. In dieser Saison kristallisierten sich die Athletiker als erster Herausforderer von Salzburg heraus. Mit einem Punkteschnitt von 1,97 Zählern in bisher 155 Pflichtspielen hat Glasner einen neuen LASK-Rekord aufgestellt. Sein Vertrag wäre noch bis 2022 gelaufen, enthielt aber laut Gruber eine Ausstiegsklausel für die deutsche Bundesliga.

Glasner nimmt zwei Trainer mit

Zu den Ablösemodalitäten wurde von beiden Seiten "Stillschweigen vereinbart". Glasner wird seinen Co-Trainer Michael Angerschmid und Athletik-Coach Michael Berktold vom LASK mitnehmen, deren Verträge nun ebenfalls mit 30. Juni auslaufen. Dem Vernehmen nach muss Wolfsburg eine siebenstellige Summe überweisen. Glasner verriet indes, dass er an seiner neuen Arbeitsstätte in Niedersachsen auch noch vom ehemaligen Blau-Weiß-Linz-Trainer Thomas Sageder unterstützt werde.

Wolfsburg war 2009 deutscher Meister, 2015 Vizemeister und Pokalsieger, spielte aber in den vergangenen Jahren zweimal als 16. in der Relegation gegen den Abstieg. In dieser Saison wurde dieser Negativtrend gestoppt. Glasner soll den VfL nun endgültig wieder in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren. "Wir bekommen mit ihm einen fachlich hervorragenden Trainer und einen echten Teamplayer", sagte Wolfsburgs Sportchef Jörg Schmadtke am Dienstag.

Rose im Wolfsburg-Fokus

Nachdem Schmadtke bereits beim 1. FC Köln lange Zeit erfolgreich mit dem Wiener Peter Stöger zusammengearbeitet hatte, suchte er nun verstärkt im Nachbarland nach einem geeigneten Kandidaten. Der Versuch, Marco Rose von Österreichs Meister Red Bull Salzburg zu verpflichten, scheiterte - der Leipziger wird im Sommer neuer Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Schnell stellte sich danach Glasner als Favorit heraus.

"Wir haben uns mit Oliver Glasner bereits länger beschäftigt und seine beeindruckende Arbeit in Linz aufmerksam verfolgt", verriet Schmadtke. Beim Volkswagen-Club in Wolfsburg trifft der Oberösterreicher auf seinen früheren Tormann Pavao Pervan. Der 31-Jährige war erst im vergangenen Sommer vom LASK nach Wolfsburg gewechselt und vertritt im Saison-Endspurt den verletzten Stammkeeper Koen Casteels.

(APA/S24)

(Quelle: APA)

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