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Kein Spaziergang

Bullen-Kraftakt gegen tapfere St. Pöltener

Ungeschlagene Salzburger siegen auch gegen Zweitligist

Ein hartes Stück Arbeit für Red Bull Salzburg! Im ÖFB-Cup-Achtelfinale setzen sich die Bullen am Mittwoch in St. Pölten mit 3:0 (1:0) durch. Hauptverantwortlich zeichneten sich zwei Jungspunde.

Red Bull Salzburg musste bei der Mission Cup-Titelverteidigung zum Zweite-Liga-Zehnten SKN St. Pölten. Mit dem 21. Sieg in Serie steigen die Bullen ins Viertelfinale des ÖFB-Cups auf.

Für Österreichs Fußball-Krösus trafen Daouda Guindo (30.), Junior Adamu (73.) und Rasmus Kristensen (90.).

Raphael Dwamena APA/AFP/Yasuyoshi CHIBA
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St. Pölten als harte Nuss

Die Bullen taten sich lange Zeit sehr schwer den Abwehrriegel der Niederösterreicher zu knacken. Der neu formierten Elf von Trainer Matthias Jaissle fehlte das nötige Tempo. Der Bullen-Dompteur mischte kräftig durch und ließ bis auf vier Stützen des Bundesliga-Spiels vom Wochenende durchgehend junge Kicker auf das Feld – doch der Motor stockte.

"Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Aber vor allem bei der Leistung in der ersten Halbzeit hätten wir sicher mehr machen müssen", resümierte Wöber gegenüber SALZBURG24.

Guindo mit Debüt-Treffer

Der erste Treffer war sehr kurios: Der 19-Jährige wollte den Ball wohl vom Seitenaus retten und gefährlich zurück ins Zentrum bringen – St. Pölten rechnete damit, dass der Ball ins Toraus geht und bleibt fern.

Im Gegenzug fand Bernd Gschweidl die beste Chance für St. Pölten vor, doch Kilian Ludewig konnte bei seinem Startelf-Debüt mit den Zehenspitzen retten.

St. Pölten, Salzburg Getty/Red Bull
Der SKN St. Pölten (blau) und Red Bull Salzburg trafen im Cup-Achtelfinale am Mittwoch aufeinander.

Guindo wurde just im Jänner vom malischen Klub Guidars FC geholt. Der Linksverteidiger kickt derzeit beim FC Liefering in der 2. Liga und hat dort in fünf Partien ein Tor erzielt. Für die Bullen verbuchte er mit der heutigen Partie seinen siebenten Kurz-Einsatz und traf nach seinem Champions-League-Debüt gegen Wolfsburg erstmals im Salzburg-Dress.

"Dass nicht alles in Perfektion gelaufen ist, ist völlig normal. Wir brachten im Vergleich zum Wochenende sieben Neue. Kompliment, wir sind eine Runde weiter", bilanzierte Jaissle.

Adamu ist Salzburgs Gefahrenheld

Die Bullen fanden gegen gut verteidigende St. Pöltener nur wenige Lücken, um gefährlich zu werden. Wenn allerdings der Durchbruch gelang, scheiterten Junior Adamu und Co an "Hexer" Franz Stolz. Der Keeper der Niederösterreicher war glänzend aufgelegt und hielt seine Crew mit Glanztaten – wie gegen Luka Sucic – im Spiel.

Die besten und meisten Einschussmöglichkeiten fand Adamu vor. Doch erst im fünften Anlauf durfte er in Minute 70 nach einem satten Rechtsschuss ins kurze Eck jubelnd abdrehen.

"Es freut mich, dass er sich belohnt hat. Das erwarten wir auch von ihm, dass er gegen einen tief stehenden Gegner gefährlich wird", sagte Jaissle.

Kristensen mit Schlusspunkt

Den 3:0-Endstand markierte der eingewechselte Rasmus Kristensen, als er in der 90. Minute am höchsten stieg und er Kopf einnickte.

SKN St. Pölten - Red Bull Salzburg 0:3 (0:1)

Tore: Guindo (30.), Adamu (73.), Kristensen (90.)

Salzburg schont Stammktäfte

Salzburg-Coach Matthias Jaissle kündigte an, in St. Pölten ein paar frische Kräfte aufzustellen. "Die nächsten Tage und Wochen werden sehr intensiv, von dem her werden wir ein paar Jungs das Vertrauen schenken, die zuletzt weniger Einsatzminuten bekommen haben", sagte der Deutsche im Rahmen eines Medientermins. Das bisher letzte Match in St. Pölten gewann der Serienmeister vor knapp zwölf Monaten mit 8:2, das bisher letzte Treffen am 7. März dieses Jahres in Salzburg endete mit einem 4:1-Sieg.

Sollte den Bullen der zu erwartende Pflichtsieg gelingen, wäre es der 18. Triumph in 20 Spielen – ein sensationeller Wert.

Jaissle warnt vor St. Pölten

"So ein K.o.-Spiel birgt immer ein Risiko. Der Underdog, in dem Fall St. Pölten, will uns morgen vor große Herausforderungen stellen. Deswegen dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Dadurch, dass es ein K.o.-Spiel ist, kann es ganz schnell vorbei sein, aber wir sind guter Dinge und wir gehen mit einer breiten Brust in die Partie", führte Jaissle aus.

Die Salzburger sind achtfacher Cupsieger (2012 sowie von 2014 bis 2017 und von 2019 bis 2021). Das 0:1 nach Verlängerung im Finale 2018 gegen Sturm war die einzige Niederlage in den jüngsten 50 Cup-Partien. "Die Mannschaft ist richtig geil, wir wollen unbedingt ins Cup-Finale kommen und das auch gewinnen", stellte Luka Sucic klar.

(Quelle: SALZBURG24)

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