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Vorentscheidung?

Bullen müssten "in Badeschlapfen Meister werden"

Keine Kampfparolen aus Wien in Richtung Serienmeister

Patson_Daka_Salzburg_Rapid APA/KRUGFOTO
Speziell vor Salzburgs Paradestürmer Patson Daka (li.) muss sich Rapid Wien (Filip Stojkovic) in Acht nehmen.

Spannender Titelkampf oder Langeweile an der Spitze? Red Bull Salzburg und Rapid Wien sind im österreichischen Fußball das Maß aller Dinge. Die Hütteldorfer gehen vor der möglichen Meister-Vorentscheidung mit Kampfparolen sparsam um.

Salzburg

Mit dem 8:1 beim WAC hat Rapid zum Meistergruppen-Auftakt der Fußball-Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt. Dennoch hält Geschäftsführer Sport Zoran Barisic vor dem Heimspiel am Sonntag (ab 16.50 Uhr im LIVETICKER) gegen den vier Punkte voranliegenden Spitzenreiter Red Bull Salzburg den Ball bewusst flach und verzichtete auf große Meister-Ansagen. "Das ist nicht notwendig. Es sind noch neun Spiele zu absolvieren", erklärte der Wiener gegenüber der APA.

Erster Titelchance für Wien seit 13 Jahren

Bei einem Sieg wäre Rapid voll im Rennen um den ersten Titel seit 2008, bei einer Niederlage aber würde man sieben Zähler zurückliegen, und das bei einem klar schlechteren Torverhältnis. "Wenn wir verlieren, wird keiner mehr über den Meistertitel reden. Wir können nur darüber reden, wenn es bis zum Schluss hin knapp ist", betonte Barisic.

 

Stürmer Taxiarchis Fountas hatte sich zuletzt deutlich offensiver zur Meisterfrage geäußert - für Barisic kein Problem. "Ein Spieler soll vom Höchsten träumen, das er erreichen kann." Dennoch dürfe man die finanziellen Kräfteverhältnisse nicht außer Acht lassen. "Die Möglichkeiten, die Salzburg hat, sind einfach unbegrenzt. Wir haben doch unsere Grenzen."

Schmerzhafte Rapid-Pleiten gegen Salzburg

Gleichzeitig wies Barisic aber auch darauf hin, dass die Bullen ihre wirtschaftliche Schlagkraft klug einsetzen. "Sie machen seit Jahren eine Top-Top-Arbeit. Wir sind gerade in der Anfangsphase unserer Entwicklung, die aber sehr gut voranschreitet."

Rapid wurde in der Vorsaison Vizemeister und schaffte es in der laufenden Spielzeit in die Europa-League-Gruppenphase. Zudem ist derzeit Rang zwei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, mit vier Punkten Vorsprung auf den LASK abgesichert. "Jetzt haben wir ein spannendes Spiel gegen die Salzburger, gegen die wir zuletzt nicht immer gut ausgeschaut haben. Aber ich bin positiv gestimmt und echt gespannt, welche Partie das wird", sagte Barisic.

 

Die jüngsten Ergebnisse im direkten Duell sprechen Bände: In den jüngsten 19 Ligaduellen feierte Rapid nur einen Sieg, im Vorjahr setzte es auch zwei Debakel (2:7 und 2:6). Das bisher letzte Aufeinandertreffen im Februar dominierte Salzburg klar und feierte dank eines Triplepacks von Patson Daka einen 4:2-Erfolg. 

Bullen müssten "in Badeschlapfen Meister werden"

Der 50-Jährige erwartet für Sonntag eine echte Standortbestimmung. "Wir haben die Gelegenheit zu sehen, wo wir stehen." Um zu gewinnen, müsse man die "bestmögliche Leistung abrufen", meinte Barisic. "Doch es gibt immer wieder Möglichkeiten für Underdogs, zu gewinnen." Kampfparolen klingen anders. Grün-Weiß hält sich wohl vor Augen, wie übermächtig Salzburg im letzten Jahrzehnt aufgetreten ist.

Die Favoritenrolle und damit auch der Druck liegt laut dem Rapid-Sportchef klar beim Serienchampion. "Die Salzburger müssten, gemessen an der wirtschaftlichen Übermacht zu allen anderen Clubs, eigentlich in Badeschlapfen Meister werden", sagte Barisic.

(Quelle: APA)

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