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Kein Spaziergang

Bullen enttäuschen – Jaissle vermisst Grundtugenden

Grazer sorgen für Salzburgs früheste Saisonpleite seit 2016

Red Bull Salzburg spürt bereits sehr früh in der neuen Saison starken Gegenwind. Gegen Vizemeister Sturm Graz enttäuschte der Liga-Dominator der letzten neun Jahre. Trainer Matthias Jaissle fehlten die Grundtugenden.

Salzburg

Der Vizemeister ist stärker als der Meister: So stellt sich die Situation in der Fußball-Bundesliga zumindest nach zwei Runden dar.

 

Sturm Graz gab mit einem verdienten 2:1-Heimerfolg gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg am Samstag nicht nur ein starkes Statement ab, sondern tankte auch viel Selbstvertrauen für das anstehende Duell in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation mit Dynamo Kiew. Die Bullen hingegen konnten nach dem 1:0-Prestigeerfolg gegen Liverpool nicht an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen.

 SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - FC RED BULL SALZBURG APA/ERWIN SCHERIAU
Sturm Graz gewinnt Liga-Schlager gegen Salzburg.

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Jaissle: "Meisterschaft ist kein Selbstläufer"

Erstmals seit 2006 gelangen Sturm zwei Liga-Heimsiege gegen Salzburg in Folge. In der Tabelle hat der Club mit vier einen Zähler mehr als die Bullen auf dem Konto. "Groß denken schadet nie, aber es gibt von uns keine großen Sprüche", betonte Ilzer. Die Ausbeute von vier Punkten sei absolut in Ordnung. Salzburg ist dagegen vorerst nicht der Gejagte, sondern Jäger. "Ich habe vorher schon gesagt, dass die Meisterschaft kein Selbstläufer ist", gab Salzburg-Trainer Matthias Jaissle zu Protokoll, der seine dritte Bundesliga-Pleite verdauen musste.

Die 1:2-Niederlage war die früheste Salzburger Saisonpleite seit 2016. Damals fügten die Steirer dem Ligakrösus bereits in Runde eins eine schmerzhafte 1:3-Schlappe zu.

Fehlende Grundtugenden ärgern Bullen-Trainer

Nach dem 3:0 gegen die Wiener Austria gab es für sein Team einen Rückschlag. "Hoffentlich war es ein Weckruf. Da können wir uns über taktische oder spielerische Dinge noch so den Kopf zerbrechen, wenn wir die Grundtugenden nicht auf den Platz bringen, dann wird es gegen so einen Topgegner in der Liga schwer", sagte Jaissle. Viele Faktoren hätten ihm nicht gefallen. "Wir müssen uns selbst an der Nase nehmen und schnellstmöglich daraus lernen", forderte der Deutsche.

Keine Tormanndiskussion! Köhn bleibt "Einser"

Dazu gehört auch Köhn, dessen Stoppfehler bei einem nicht idealen Bernardo-Rückpass das 0:1 einleitete. "Wir brauchen da nicht drumherumreden. Ich sehe am Ende sehr schlecht aus, nehme den Fehler auf meine Kappe", so der Schlussmann. Jaissle beschrieb das Gegentor als "unglücklich und vor allem sehr unnötig". Köhn genieße aber weiter sein Vertrauen. "Da gilt es jetzt nichts infrage zu stellen", betonte Salzburgs Trainer. Die Spieler gaben sich selbstkritisch. "Von vorne bis hinten hat nicht viel zusammengepasst", brachte es Abwehrspieler Maximilan Wöber auf den Punkt. Besser machen kann es sein Team am Samstag in Hartberg.

Sturm Graz im Aufwind

"Der Sieg gibt uns extrem viel Motivation, wir reisen mit großem Selbstvertrauen nach Polen und wollen dort natürlich ein gutes Ergebnis erzielen", sagte Abwehrspieler Gregory Wüthrich. Das wäre auch nach dem Geschmack von Doppel-Torschütze Rasmus Höjlund: "Wir sind auf einem sehr guten Weg, machen Schritte vorwärts. Ich hoffe, dass wir auch am Mittwoch gewinnen und in das Play-off kommen." Der Einzug in die letzte Runde vor der Gruppenphase ist auch das Ziel von Trainer Christian Ilzer.

Rapid Wien ist Tabellenführer

Rapid lacht nach der 2. Runde der Fußball-Bundesliga von der Tabellenspitze. Die Wiener siegten am Sonntag bei Austria Klagenfurt durch ein Elfmeter-Tor von Guido Burgstaller (67.) mit 1:0, schon in der Vorwoche hatten die Grün-Weißen daheim gegen Ried mit dem gleichen Resultat gewonnen. Rapid ist die einzige Mannschaft, die nach zwei Partien sechs Punkte hat. Zweiter ist der LASK, der nach einem 1:1 bei der Austria bei vier Punkten hält. Die WSG Tirol bezwang Hartberg 2:1.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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