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Salzburg-Express rollt Richtung Titel

Szoboszlai krönt Bullen-Gala in Graz

Red Bull Salzburg befindet sich weiter auf Titelkurs in der Bundesliga. Der Tabellenführer triumphierte am Mittwochabend bei Sturm Graz 5:1 (4:1) und verschärfte damit die Krise der Steirer. Mann des Spiels war Dominik Szoboszlai, der einen Dreierpack (8., 10., 43.) schnürte. Am Sonntag empfangen die Bullen den LASK (wir berichten LIVE!).

Nur drei Tage nach dem 6:0 in Hartberg folgte der nächste überzeugende Sieg der Bullen. "Ja, die Steiermark ist ein Superboden für uns", bekräftigte Coach Jesse Marsch. Schon gegen den TSV Hartberg hatte sein Team mit einer 3:0-Führung nach nicht einmal elf Minuten einen Blitzstart hingelegt.  

Marsch lobt "gute Mentalität"

"Wir sprechen immer davon, wie wichtig ein guter Start ist. Das bringt unserem Spiel dann große Vorteile. Wir wussten, dass Sturm tief verteidigen wird, umso mehr war die frühe Führung gegen diesen Gegner so wichtig", betonte Marsch und lobte die "gute Mentalität" seiner Profis. "Dazu haben wir auch so viel Qualität vorne." Denn neben Szoboszlai, der laut Marsch "jetzt auf einem anderen Niveau spielt", habe auch Patson Daka, der gegen Sturm sein bereits 22. Saisontor in der Liga erzielte, "sehr viel Selbstvertrauen". 

Trotzdem warnte der 46-Jährige vor verfrühter Euphorie: "Wir dürfen jetzt nicht zu stolz sein, sondern müssen weiter dranbleiben." Bereits am Sonntagabend (LIVETICKER ab 19.15 Uhr) kommt es in der Red-Bull-Arena in Wals-Siezenheim zum Duell mit dem nur noch auf Platz vier stehenden Vizemeister LASK.  

Szoboszlai ist heiß auf LASK-Duell 

Szoboszlai will auch gegen die Linzer glänzen. "Ich bin glücklich, dass ich meiner Mannschaft mit drei Toren helfen konnte. Ich hoffe aber, es kommt noch mehr", sagte der Ungar nach seinem Dreierpack in Graz. Einziger Wermutstropfen für die Gäste war, dass sich Stürmer Sekou Koita beim Aufwärmen unmittelbar vor dem Spiel an der Leiste verletzte. "Es dürfte aber nicht so schlimm sein", vermutete Freund, dass der 20-jährige Teamspieler von Mali nicht allzu lange ausfallen werde. 

Grazer in Unterzahl

Sturm beendete die Partie nach Ausschlüssen von Lukas Spendlhofer (24.) und Isaac Donkor (71.) nur zu neunt. Dazu trafen auch erneut Patson Daka (21.) sowie Hwang Hee-chan (66.) für die Bullen. Stefan Hierländer (16./Freistoß) verhinderte mit dem zwischenzeitlichen 1:2 den sechsten Zu-Null-Sieg in Serie des Titelverteidigers. Während Salzburg den bereits siebenten Pflichtspielsieg en suite feierte und nun sieben Punkte vor Verfolger Rapid (1:0 beim LASK) liegt, war es für Sturm die bereits vierte Niederlage hintereinander (Torverhältnis 2:13). Da Hartberg 4:2 beim WAC siegte, fehlen nun schon vier Zähler auf Platz fünf.

90'+2 Schluss! Der 6️⃣. Sieg in Folge! So macht Fußball Spaß????!

Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Mittwoch, 10. Juni 2020

Salzburg fertigt Sturm ab

Szoboszlai eröffnete den Trefferreigen in der achten Minute, als er einen Freistoß aus 28 Metern mit 97 km/h über die Mauer ins Kreuzeck jagte. Nur wenig später jubelte der 19-Jährige erneut, nachdem er einen Idealpass von Zlatko Junuzovic mustergültig ins lange Eck schoss. Nach einem Freistoß von Hierländer aus rund 25 Metern durfte Sturm aber kurzzeitig Hoffnung schöpfen. Der Ball sprang dabei unmittelbar vor Tormann Cican Stankovic auf, trotzdem schien er nicht unhaltbar.

El Maestro sieht Rot

Danach wurde es hektisch, als Sturm-Coach Nestor El Maestro nach einem Luftkampf von Salzburgs bereits mit Gelb verwarnten Mittelfeldspieler Majeed Ashimeru mit Lukas Jäger vehement einen Ausschluss forderte. "Hast du keine Eier oder was?", schrie der Serbe u.a. in Richtung Schiedsrichter Harald Lechner und kassierte dafür am Ende selbst Rot (18.). Doch auch von der Tribüne war der Coach in der Folge aufgrund der Geisterspielkulisse weiter gut zu hören für seine Profis.

Diese mussten nur drei Minuten später bereits das dritte Salzburg-Tor zur Kenntnis nehmen: Nachdem ein Weitschuss von Karim Adeyemi an die Latte geknallt war, brauchte Daka nur noch abzustauben. Und als dann auch noch Spendlhofer nach einem Foul an Jerome Onguene sofort die Rote Karte sah (24.), war die nächste Sturm-Niederlage in der Meistergruppe endgültig vorzeitig besiegelt.

Szoboszlai mit Gala-Auftritt

Kurz vor der Pause ließ Szoboszlai erneut seine Klasse aufblitzen, als er sich den Ball in sehenswerter Manier vorlegte und diesen anschließend aus gut 20 Metern perfekt ins Eck schoss. Die ballsicheren Salzburger verwerteten damit auch ihre vierte Chance in der ersten Hälfte und schalteten naturgemäß nach dem Wechsel mit Blick auf die vielen englischen Wochen zurück.

Hwang sorgte dennoch nach Adeyemi-Pass und einem eleganten Haken, mit dem er im Strafraum gleich zwei Grazer ausstiegen ließ, für den Endstand. Dank Tormann Jörg Siebenhandl, der im Duell mit Junuzovic (50.), Mergim Berisha (61.) und Onguene (80.) jeweils die Oberhand behielt, blieben Sturm noch weitere Gegentore erspart. Nach der Gelb-Roten für Donkor wegen wiederholten Foulspiels verteidigten die Steirer nur noch.

Sturm Graz - RB Salzburg: LIVETICKER zum Nachlesen

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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