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Rose dennoch fuchsteufelswild

Bullen greifen nach der Meisterschale

Im fünften Spiel der Meistergruppe dreht Salzburg am Mittwoch innerhalb von zwei Minuten das Spiel gegen den WAC. Da der LASK Linz verlor, trennt die Bullen nur noch ein Sieg vom Meistertitel. Marco Rose war dennoch fuchsteufelswild.

Auch im zwölften Heimspiel bleibt der FC Red Bull Salzburg daheim in der Bundesliga gegen den RZ Pellets WAC ungeschlagen.

Vor 6.181 Zuschauern gab es im fünften Spiel der Meistergruppe in Hälfte eins kaum nennenswerte Höhepunkte. Salzburg spielte zwar gefällig nach vorne, fand gegen taktisch gut organisierte Kärntner allerdings kaum ein Durchkommen.

Dabburs Schuss küsst Stange

Und wenn die Bullen mal gefährlich wurden, entschärfte entweder Keeper Alexander Kofler oder das Aluminium verhinderte einen Salzburg-Treffer: Xaver Schlager steckte perfekt auf Munas Dabbur (30.) durch, der nur an Sollbauers Rettungsaktion per Stange die Führung verhindern konnte. Insgesamt machte der WAC den Bullen die Räume eng und zog den Salzburgern so den Nerv. Mit einem leistungsgerechten und etwas müdem 0:0 ging es in die Pause.

Red Bull Salzburg, WAC GEPA/Red Bull
Munas Dabburs 18. Saisontreffer war gleichzeitig das 2:1 gegen den WAC – danach brachen alle Dämme.

Ex-Salzburger Koita zündet Turbo

Unaufhaltsam! Sekou Koita eilte nach einem Ausschuss von Keeper Kofler Onguene und Vallci auf und davon und drehte nach seinem zweiten Ballkontakt und der Führung ohne Torjubel ab. Die Bullen-Leihgabe aus Mali schob den Ball in Manier eines Topstürmers an Walke vorbei in die Maschen – mit seiner Geste und gehobenen Händen entschuldigte sich der Youngster nahezu bei dem Salzburger Anhang, für den er bis zum Winter beim FC Liefering auf Torejagd ging.

Dreierpack im Finish – Meisterschale als Lohn?

Die stolze Heimserie von 42. ungeschlagenen Bundesliga-Spielen war bis zur 87. Minute in Gefahr, ehe die Rose-Crew richtig aufdrehte. Jerome Onguene (87.) per Kopf nach einer Szoboszlai-Ecke, sowie Munas Dabbur (89.) mit einem perfekten Schlenzer aus rund 23 Metern und Minaminos Stocher-Tor (90+4.) drehten in einer verrückten Schlussphase noch das Spiel zugunsten der Mozartstädter. "Ich bin stolz, dass meine Jungs nach der schwachen ersten Hälfte so aufgedreht haben", erklärte Salzburg-Trainer Marco Rose.

Rose fuchsteufelswild in Kabine

30 Sekunden vor Abpfiff verschwand Rose fuchsteufelswild im Kabinentunnel. "Es ärgert mich, wenn gewisse Fans Spieler auspfeifen und deren Auswechslung fordern", sprach der Deutsche Gehässigkeiten von der Tribüne Richtung Hannes Wolf an. "Wir hatten viele schöne Erlebnisse und die Fans sollten den nötigen Respekt vor gewissen Spielern bewahren" fügte Rose an.

In fünf verbleibenden Spielen führen die Bullen nun mit zwölf Punkten vor LASK Linz, das 1:2 gegen Sturm Graz verlor. Mit dem um 22 Toren besseren Torverhältnis kann Salzburg am Sonntag beim WAC den sechsten Meistertitel unter Dach und Fach bringen.

Red Bull Salzburg – WAC 3:1 (0:0)

Torschützen: Onguene (87.), Dabbur (89.), Minamino (94.); Koita (55.)

(Quelle: SALZBURG24)

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