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Übergabe der Meisterschale

Bullen schielen auf Torrekord und feiern Titel

Salzburger überrennen Sturm Graz

Red Bull Salzburg gibt sich auch am vorletzten Bundesliga-Spieltag gegen Sturm Graz keine Blöße. Der Serienmeister bezwingt am Mittwochabend zur „Mini-Meisterfeier“ und Tellerübergabe die Grazer mit 5:2 (1:0). Nach 31 Spielen halten die Bullen nun bei 107 Treffer und greifen nach dem ewigen Torrekord (110).

Mit einigen Veränderungen in der Startelf gönnte Trainer Jesse Marsch Spielern mit bislang wenig Einsatzminuten die Chance sich zu beweisen. Gleich in der Anfangsphase zahlte Carlos Coronel das Vertrauen des Coaches in Form einer Glanztat zurück. Die Nummer zwei der Bullen parierte einen Versuch von Kiril Despodov in allerhöchster Not.

Torjäger Daka lässt Hochkaräter aus

Während Patson Daka, Salzburgs Torschütze vom Dienst, etwas Nerven vor dem Tor zeigte und drei Großchancen ungewohnt liegen ließ, machte es sein Sturmpartner Karim Adeyemi in Minute 21 besser. Der 18-jährige Deutsche belohnte sich für die zuletzt guten Leistungen nach einem Konter und idealem Daka-Zuspiel mit seinem ersten Bundesliga-Treffer.

Mateschitz und Rangnick unter 270 Zusehern

Erstmals im Play-off und nach der Reihe an Geisterspielen durften zu diesem Duell 270 Zuseher in das Stadion in Wals-Siezenheim rein. Spielerfrauen, Klubmitarbeiter und auch Red-Bull-Boss Didi Mateschitz sowie der ehemalige Bullen-Sportdirektor Ralf Rangnick gaben sich ein Stelldichein und wollten sich die Tellerübergabe sowie die „Mini-Meisterfeier“ nicht entgehen lassen.

Red Bull Salzburg, Sturm Graz GEPA/Red Bull
Prominente Gäste: Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (blau) und Ex-Sportdirektor Ralf Rangnick amüsierten sich auf der Tribüne in Salzburg.

Onguene und Adeyemi mit Premierentreffer

Auch in der zweiten Hälfte waren die Bullen spielbestimmend und drängten mit einer 4-3-3-Formation die Steirer in deren Hälfte. Dann kam, was längst überfällig war: Salzburg traf in der 52. Minute durch Jerome Onguene, der den Ball nach einem Corner per Umwegen nur noch über die Linie drücken musste. Wie für Adeyemi war es auch für den Innenverteidiger der erste Treffer in dieser Saison. Die Bullen ließen auch ob der komfortablen Führung nicht locker, wollten Daka bei seinen Vorhaben, die Torjägerkrone zu holen, unterstützen. Der Sambier agierte allerdings glücklos und vergab Chancen im Überdruss. Dafür setzte Dominik Szoboszlai (73.) nach dem Platzverweis vom Grazer Ivan Ljucic seine brillante Form fort. Der Ungar traf mit seinem achten Saisontor per Traumfreistoß zur 3:0-Führung der Salzburger.

Turbulente Schlussphase: Salzburg jagt Torrekord

Danach überschlugen sich die Ereignisse: Otar Kiteshvili (79.) verkürzt auf 3:1, während danach zwei Salzburger Joker stachen: Sekou Koita (85.) und Mergim Berisha (88.) schraubten das Torkonto weiter in die Höhe. Auf Seiten der Grazer sorgte der Treffer von Juan Dominguez (86.) nur mehr für Ergebniskosmetik. Somit halten die Bullen bei 107 Treffern nach 31 Runden und jagen den ewigen Torrekord der Saison 2013/14 (110 Treffer).

Red Bull Salzburg – Sturm Graz

Aufstellungen

Salzburg: Coronel- Farkas, Wöber, Onguene, Kristensen, Ashimeru, Junuzovic, Okafor, Szoboszlai - Adeyemi, Daka

Sturm Graz: Siebenhandl - Hierländer, Geyrhofer, Jäger, Trummer - Ljubic, Donkor, Huspek - Despodow, Kiteishvili - Balaj

(Quelle: SALZBURG24)

270 Fans dürfen zu Salzburgs "Mini"-Meisterfeier

Andreas Ulmer GEPA/Red Bull
Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer darf am Mittwoch nach dem Spiel gegen Sturm Graz erneut die Meisterschale gen Himmel stemmen. Allerdings mit Abstand zu seinen Teamkollegen.

In der Red-Bull-Arena kehrt nun auch abseits des Rasens wieder etwas Stimmung ein. Am Mittwoch, beim Spiel gegen Sturm Graz (LIVETICKER ab 20.15 Uhr), dürfen erstmals 270 Zuseher das Stadion betreten. Wie Bullen-Boss Stephan Reiter bekannt gibt, werden Spielerfrauen und Clubmitarbeiter das Vergnügen haben, beim Hochstemmen des Meisterpokals hautnah mit dabei sein zu können.

Anfang März kamen zum letzten Mal vor der großen Corona-Pause mehr als 11.000 Zuseher in den Genuss, ein Fußballspiel live im Salzburger Stadion mitzuerleben. Schon damals war Sturm Graz zu Gast bei den Bullen.

Fußball-Fans dürfen wieder ins Stadion

Nachdem in den vergangenen acht Salzburg-Spielen den Fans ein Stadionerlebnis verwehrt geblieben ist, kommt es am Mittwoch im vorletzten Liga-Spiel zu einer Lockerung: Erstmals nach exakt 115 Tagen öffnet die Red Bull Arena unter strengen Hygienevorschriften in Wals-Siezenheim für Zuseher wieder ihre Pforten.

Andreas Ulmer GEPA/Red Bull
Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer darf am Mittwoch nach dem Spiel gegen Sturm Graz erneut die Meisterschale gen Himmel stemmen. Allerdings mit Abstand zu seinen Teamkollegen.

Lange Zeit fehlten die Emotionen von den Rängen. Vor allem Fan-Gesänge, Standing-Ovations und auch Zurufe, wenn eine Aktion einmal nicht so erfolgreich ablief, vermisste man in Österreichs Stadien nun mehr als drei Monate. "Nun freuen wir uns aber, dass es die Möglichkeit gibt, die Tellerübergabe vor 270 Fans feiern zu dürfen", sagte Reiter, Kaufmännischer Geschäftsführer der Bullen. Konkret werden in der 31. Bundesliga-Runde Frauen und Partnerinnen der Kicker, die im selben Haushalt leben, sowie Clubmitarbeiter die Feierlichkeiten miterleben. "Alle werden am Dienstag zur Sicherheit und freiwillig noch auf das Coronavirus getestet", erklärt Reiter.

Salzburg präsentiert neues Heimtrikot

"Wir wollen noch zwei gute Leistungen abrufen und den Fans in den restlichen zwei Spielen guten Fußball und zwei Siege bieten", kündigte Bullen-Dompteur Jesse Marsch an. "Wir haben über 10.000 verkauft, das kann sich in Österreich schon sehen lassen", meinte er. Trotz Corona ("Wir haben einige Millionen verloren") freute er sich auch über eine Steigerung des Zuschauerschnitts auf über 11.000. Umso wichtiger ist für ihn auch die Möglichkeit, im Herbst wieder Zuschauer ins Stadion lassen zu können: "In den letzten Jahren haben wir sehr gut hausgehaltet, deshalb trifft es uns nicht so schwer wie vielleicht die anderen Mannschaften. Aber es auch für uns wichtig, dass ab Herbst wieder der Normalbetrieb läuft."

Bullen wollen ungeschlagen bleiben - Daka will Torjägerkrone

"Die Jungs haben nach wie vor eine super Mentalität, die haben sie immer gezeigt und werden sie auch noch zeigen." Patson Daka (24) macht mit drei Treffern hinter WAC-Angreifer Shon Weissmann Jagd auf den Torschützenkönig. Im Anschluss des Spiels, das mit den neuen Heimtrikots bestritten wird, findet eine interne "Mini-Meisterfeier" statt. Der Serienmeister will die große Party im September und sobald es die Regelungen zulassen in größerem Rahmen nachholen.

Andreas Ulmer GEPA/Red Bull
Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer präsentiert das neue Heimtrikot.

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