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Harmloser Angriff

Bullen kämpfen gegen Offensiv-Flaute

Salzburg sucht gewohnte Power

Lille, Salzburg, Champions League, ASSOCIATED PRESS
Brenden Aarsonson und Salzburgs Offensive war zuletzt harmlos. (ARCHIVBILD)

Zwei Treffer in den jüngsten vier Spielen, zudem nur ein Sieg in fünf Partien. Red Bull Salzburg hat zuletzt die Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen. Die Bullen kämpfen gegen Aufsteiger Austria Klagenfurt gegen die Offensiv-Flaute an.

Serienmeister Salzburg kämpft am Samstag (ab 16.50 Uhr im SALZBURG24-LIVETICKER) in der 16. Runde der Fußball-Bundesliga auswärts gegen Aufsteiger Austria Klagenfurt, nicht zuletzt aber gegen sich selbst. In der Liga kam der Motor des Saison-Dominators zuletzt etwas ins Stottern, holte die Elf von Matthias Jaissle in den jüngsten fünf Partien doch dreimal nur ein Unentschieden. In der Champions League ließen die Bullen zudem in Lille den nächsten Matchball liegen und müssen um den Aufstieg bangen.

Lille, Salzburg, Champions League, Adeyemi GETTY/RED BULL
Lille und Salzburg (weiß) trafen in der fünften Champions-League-Runde in Frankreich aufeinander.

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Zwei Bullen-Tore in vier Partien

"Die Niederlage in Lille hat natürlich geschmerzt, das ist gar keine Frage", gab Jaissle nach dem 0:1 in Frankreich zu Protokoll. Gerade in der Offensive herrscht aktuell eine leichte Flaute: In den jüngsten vier Pflichtspielen wurde nie mehr als ein Tor bzw. wurden insgesamt nur zwei Treffer erzielt. Am vergangenen Wochenende kam man zu Hause über ein 0:0 gegen die Admira nicht hinaus. Jaissle gab sich vor der Fahrt an den Wörthersee dennoch optimistisch. "Bisher ist es der Mannschaft immer gelungen, den Schalter wieder umzulegen."

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Aaronson: "Keine einfache Sache"

Mittelfeldmann Brenden Aaronson gestand allerdings, dass der Wechsel von der Königsklasse in die Mühen der Ebene "keine ganz so einfache Sache" sei, "aber für uns letztlich nicht neu. Das Champions League-Match gegen Lille ist bereits Vergangenheit, das Spiel gegen Klagenfurt ist die Gegenwart", sagte der US-Amerikaner. "Klagenfurt macht das richtig gut und spielt als Aufsteiger eine sehr starke Rolle. Wir dürfen also nicht glauben, dass wir da so einfach drüber kommen. Wir brauchen viel mehr wieder volle Konzentration auf dieses Spiel und darauf, dass wir unseren Matchplan genau umsetzen."

 

Klagenfurter sehr heimstark

Gerade aufgrund der Heimstärke des Gegners müssen die Salzburger am Samstag auf der Hut sein. "Die Klagenfurter spielen bisher eine sehr starke und stabile Saison. Von den letzten zehn Pflichtspielen haben sie nur ein einziges verloren, zu Hause sind sie noch ungeschlagen. Wir wissen also, was uns erwartet", erklärte Jaissle. Der Deutsche könnte aufgrund der Doppelbelastung wieder rotieren.

Auch Bernardo fehlt

Fraglich ist weiter der Einsatz von Stürmer Noah Okafor, der wegen einer Oberschenkelblessur schon in Lille fehlte. Fix fällt neben Albert Vallci, Zlatko Junuzovic, Kamil Piatkowski, Sekou Koita und Bryan Okoh auch Bernardo aus: Der Verteidiger reiste in die Heimat Brasilien und muss sich einer bereits länger geplanten Knieoperation unterziehen und fällt für den Rest der Herbstsaison aus.

Klagenfurt will im Geisterspiel seine weiße Weste in der Heimstätte wahren, hat dort in sieben Partien bei zwei Siegen noch keine einzige Niederlage kassiert. Als Aufsteiger blieb zuletzt die Admira 2011/12 in den ersten sieben BL-Heimpartien ungeschlagen (sechs Siege, ein Remis). Das alleine wird gegen Salzburg freilich nicht reichen. Gerade im Abschluss wünscht sich Trainer Peter Pacult Verbesserungen. "Seid noch gieriger", forderte der ehemalige ÖFB-Teamkicker von seinen Mannen, denen er beim jüngsten 0:0 gegen die Wiener Austria mangelnde Entschlossenheit attestierte.

"Brauchen Stern-Tag"

Gegen Salzburg hat Pacult zumindest eine zusätzliche Option im Sturm. Neuverpflichtung Collin Quaner, 30-jähriger früherer Junioren-Teamspieler Deutschlands, ist einsatzbereit. "Wir brauchen einen Stern-Tag – und müssen darauf hoffen, dass dem Gegner nicht so viel gelingt", sagte Pacult, der sich viel Leidenschaft wünscht: "Mit vollen Hosen müssen wir nicht antreten. Es kommt darauf an, mit Überzeugung und Selbstvertrauen am Platz zu stehen."

(Quelle: APA)

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