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Sechs Spieler positiv getestet

Red Bull Salzburg sagt Trainingslager ab

Steigende Infektionszahlen schränken Vorbereitung ein

Salzburg, Sevilla, Champions League, Jaissle APA/KRUGFOTO
Coach Jaissle sah in der Trainingscamp-Absage keinen großen Nachteil

Der FC Red Bull Salzburg verzichtet auf sein Mitte Jänner geplantes Trainingslager im spanischen Marbella. Grund dafür seien die "generell stark ansteigenden Zahl an Corona-Infektionen in ganz Europa", wie die Bullen am Samstag bekanntgaben. Sechs Spieler aus dem Profikader wurden indes positiv getestet.

Die derzeitige Corona-Welle macht auch vor Fußball-Meister Red Bull Salzburg nicht halt: Geplant war das Bullen-Trainingslager in Marbella vom 15. bis 22. Jänner. Daraus wird nun aber nichts. Der Champions-League-Achtelfinalist bleibt stattdessen in Salzburg und bereitet sich hier auf die anstehende Frühjahrssaison vor. Für die beiden in Spanien geplanten Testspiele wird aktuell nach Ersatzgegnern gesucht.

Vorbereitung in Salzburg

"Letztlich sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir jedes Risiko vermeiden wollen und uns deshalb in Salzburg vorbereiten", so Sportdirektor Christoph Freund. "Hier haben wir die größtmögliche Planungssicherheit und sind nicht abhängig von Ein- und Ausreiserichtlinien bzw. Quarantänebestimmungen anderer Länder."

Sechs positive Tests beim ersten Training

Beim ersten Mannschaftstraining am heutigen Samstag fehlten den Bullen sechs Spieler wegen positiver Corona-Tests. Diese Gruppe befindet sich bereits in Quarantäne, die betroffenen Akteure haben keine bzw. milde Symptome, so der Verein in einer Aussendung. Welche sechs Spieler von den positiven Tests betroffen sind, wollte der Club mit Hinweis auf deren Privatsphäre nicht nennen.

Kicker offenbar im Urlaub infiziert

Coach Jaissle sah in der Trainingscamp-Absage keinen großen Nachteil. "Wir haben hier überragende Bedingungen und das wollen wir bestmöglich nutzen." Für die beiden in Spanien geplanten Testspiele wird nach Ersatzgegnern gesucht. Welche sechs Spieler von den positiven Tests betroffen sind, wollte der Club mit Hinweis auf deren Privatsphäre nicht nennen. Dass sich die Urlaubspläne der Profis über Weihnachten und Neujahr womöglich nicht so gut mit der Pandemie vertragen haben, wollte die sportliche Leitung nicht als Anlass zur Kritik sehen.

"Es gibt keine strikten Vorgaben für Urlaube. Wir können sie ja nicht einsperren. Das ist das Leben, mit dem wir alle leben müssen. Ich glaube es war wichtig für die Jungs, einmal wegzukommen und auf andere Gedanken zu kommen nach diesen intensiven Wochen und Monaten, meinte Freund. Und Jaissle fügte hinzu: "Der Virus macht auch in der Gesellschaft nicht halt, deswegen gibt es da keinen Vorwurf."

Adeyemi und Seiwald fehlen zum Trainingsauftakt

Neben dem "Corona-Sextett" und den Langzeitverletzten Zlatko Junuzovic, Bryan Okoh, Sekou Koita und Bernardo fehlten auch die angeschlagenen Karim Adeyemi und Nicolas Seiwald beim Trainingsauftakt. Dafür meldete sich Maximilian Wöber wieder zurück - ebenso wie Albert Vallci, der individuell trainierte. Jaissle zeigt sich nach der Übungseinheit zufrieden: "Das war ein richtig guter Auftakt heute, noch nicht mit dem kompletten Kader. Trotzdem hat man schon gesehen, wo die Reise hingeht, dass die Jungs wieder voll bereit sind, sich weiterzuentwickeln."

Mit Amankwah Forson (19), Roko Simic (18) und Lukas Wallner (18), der kurz vor Weihnachten seinen ersten Profivertrag unterzeichnet hat, absolvieren zudem drei Youngsters des FC Liefering die Vorbereitung beim Meister. "In der Vorbereitung können sie sich zeigen, wir werden dann sehen, wie weit sie schon sind. Jetzt haben sie mal die Chance, dass sie dabei sind. Sie werden die nächsten Wochen bei der ersten Mannschaft im Training dabei sein und die Testspiele mitbestreiten", erklärte Freund, der keine großen Transferpläne wälzt, sondern den Kader so belassen möchte.

Bullen geben Youba Diarra ab

Derweil hat sich Bundesligist TSV Hartberg bis Sommer die Dienste von Youba Diarra gesichert. Der 23-jährige Mittelfeldmann spielte bereits in der Herbstsaison 2018 für die Steirer und wurde nun leihweise für ein halbes Jahr von Red Bull Salzburg zurückgeholt. Der Malier war vergangenes Jahr von den Salzburgern an die New York Red Bulls verliehen, für die er allerdings nur sieben Pflichtspiele absolvierte.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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