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Serie reißt nach 43 Spielen

Kein perfekter Salzburger Fan-Abschied

Admira knöpft Bullen Remis ab

Kein gelungener Fan-Abschied von Red Bull Salzburg. Die Bullen kamen gegen Nachzügler Admira beim letzten Spiel im Kalenderjahr vor Fans nicht über ein 0:0 hinaus. Die irre Torserie des Abo-Meisters reißt damit.

Wals-Siezenheim

Zu wenig Tempo, viele Spielzüge durch das Zentrum und nur wenige Hochkaräter: Die Anfangsphase bei fünf Grad in Wals-Siezenheim war bei der Rückkehr von Bullen-Trainer Matthias Jaissle nicht herzerwärmend.

In Hälfte zwei änderte sich das Bild und Salzburg fand Chancen am Fließband vor, die sie nicht nutzen konnten.

Irre Torserie reißt

Nach 43 Heimspielen, in denen Salzburg jedes Mal getroffen hat, blieb der Abo-Meister heute im Spiel gegen die Südstädter trotz 26 Schüssen das erste Mal ohne Torjubel.

"Es ist bitter heute. Wir haben uns nicht belohnt. Ich war über die Art und Weise, wie wir gespielt haben, sehr zufrieden", verlautbarte Jaissle.

Die geglückte Generalprobe vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag beim französischen Meister OSC Lille blieb somit aus.

5.821 Fans bei letztem Match mit Zuschauer

5.821 Anhänger, die die letzte Chance heuer nutzten ein Salzburg-Heimspiel zu besuchen, bekamen im ersten Abschnitt nur Fußball-Magerkost geboten.

Aaronson wirbelt vergeblich

Einzig Brenden Aaronson, der erst knapp vor dem Duell von der Länderspielreise aus den Vereinigten Staaten zurückkehrte, ließ den Pulsschlag der Fans in die Höhe steigen.

In Minute elf, 15 und vor allem in der 19. brillierte der US-Boy mit guten Offensivaktionen.

In der 26. Spielminute fand der Youngster die beste Chance in Hälfte eins vor, doch Admira-Keeper Andreas Leitner war zur Stelle und parierte mit einem tollen Reflex.

"Ich habe selber viele Torchancen gehabt und diese nicht verwertet, natürlich hätten wir eine machen müssen. Aber auch einen Elfmeter hätten wir kriegen müssen. Das vergessen wir jetzt ganz schnell", sagte Aaronson.

Elfmeter-Aufreger um Adeyemi

Der größte Aufleger ereignete sich allerdings kurz vor dem Pausenpfiff: Niko Datkovic traf Adeyemi im Strafraum am Oberschenkel, doch die Pfeife von Schiedsrichter Josef Spurny blieb stumm. Zur Verwunderung aller griff auch der Video Assistant Referee (VAR) nicht ein.

​Salzburg, Admira, Adeyemi APA/KRUGFOTO
Karim Adeyemi (li.) kommt im Strafraum zu Fall, bekommt den Elfmeter von Schiedsrichter Josef Spurny allerdings nicht.

Bullen-Coach Matthias Jaissle reagierte nach dem Pausentee und brachte anstelle vom blass gebliebenen Noah Okafor Junior Adamu.

"Wir haben uns viele hochkarätige Chancen heraus gespielt. Vielleicht fehlt dann auch das Match-Glück und die richtigen Entscheidungen vor dem Tor," resümierte Jaissle.

Salzburg, Admira, Noten S24
Die Bullen-Kicker in der Einzelkritik von SALZBURG24-Sportredakteur Aleksandar Andonov.

Camara und Adamu verziehen

Die Bullen wurden nach dem Seitenwechsel aktiver. Die vermeintliche 1:0-Führung von Rasmus Kristensen (52.) wurde wegen einer Abseitsstellung vom Flankengeber Andreas Ulmer zurecht nicht gegeben.

Mohamed Camara (61.) fand kurz später die nächste Top-Chance von der Strafraumgrenze vor, doch der Malier verfehlte das Ziel hauchdünn.

Salzburg fehlte im letzten Drittel die nötige Präzision, um die erlösende Führung zu erzielen. Junior Adamu (69.) bekam den Ball – gleich wie Aaronson – nicht an Goalie Leitner vorbei. Zu zentral fiel sein Abschluss aus.

Torloses Remis gegen Admira

Aaronson (77.) war zwar der gefährlichste Mann auf dem Rasen, konnte bei seiner fünften Torchance erneut nicht jubelnd abdrehen. Bei einem Volley-Versuch traf der US-Boy nicht den Kasten.

Herzog schaut sich Elfmeter-Situation gar nicht an

Der eingewechselte Benjamin Sesko (84.) hatte kurz vor Schluss noch die Entscheidung am Fuß. Doch in der Manier eines Zlatan Ibrahimovic landete der Ball nur am oberen Tornetz.

"Gegen das mit Abstand beste Team Österreichs einen Punkt zu holen, da muss man schon zufrieden sein. Ich habe die Elfmeter-Situation nicht gesehen und schaue sie mir jetzt auch gar nicht an", erklärte Admira-Trainer Andreas Herzog.

Von den 26 Torschüssen der Bullen ging trotz drückender Überlegenheit kein Versuch in die Maschen.

Bullen weiter ungeschlagen

Das torlose Remis war für Salzburg das dritte Unentschieden in dieser Saison. Die Jaissle-Crew bleibt heuer in der Bundesliga damit aber weiter ungeschlagen.

Kapitän Andreas Ulmer verabschiedete sich nach dem Schlusspfiff über das Stadionmikrofon von den Fans: "Danke für eure Unterstützung. Leider müssen wir die restlichen Partien wieder ohne euch abhalten."

(Quelle: SALZBURG24)

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