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Vor Spiele-Marathon

Vallci verrät Salzburgs Zu-Null-Rezept

Warum die Bullen 2021 keine Tore kassieren

Red Bull Salzburg scheint derzeit die perfekte Mischung aus Power-Fußball und defensiver Stabilität gefunden zu haben. Im Herbst fingen sich die Bullen fast immer ein Gegentor ein. Was sich daran geändert hat, haben uns Verteidiger Albert Vallci und Trainer Jesse Marsch am Donnerstag in Taxham verraten.

Salzburg

Mit drei Zu-Null-Siegen in der Bundesliga erwischten die Salzburger einen Traumstart ins neue Jahr. Zwar sind die Gegner Altach, Ried und Hartberg in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt, die Tendenz in Richtung Stabilität ist dennoch deutlich.

Bullen-Defensive im Fokus

"Die Defensivarbeit war in der Vorbereitung ein großes Thema. Unser Ziel war es, eine entsprechende Balance zwischen Defensive und Offensive zu erarbeiten. Das ist uns in den ersten drei Spielen sehr gut gelungen, daran wollen wir definitiv anschließen", sagte Defensiv-Allrounder Albert Vallci im S24-Video (siehe oben) mit Blick auf die nächsten Aufgaben.

In 23 Spielen der Herbstsaison 2020/21 fing sich der Serienmeister wettbewerbsübergreifend 36 Gegentore ein – das macht einen Schnitt von 1,6 Treffer pro Spiel.

Albert Vallci GEPA/Red Bull
Verteidiger Albert Vallci will sich in Salzburgs Stammelf festspielen.

Nur eine Cup-Pleite seit sieben Jahren

Auf dem Weg zum achten ÖFB-Cup-Triumph müssen die Mozartstädter am Samstag (S24-LIVETICKER ab 16.50 Uhr) die Hürde Austria Wien nehmen. Red Bull Salzburg und der ÖFB-Cup sind eine ganz spezielle Erfolgsgeschichte: Die Marsch-Crew hat eine eindrucksvolle Serie zu verteidigen: Seit der Saison 2014 waren die Bullen in jeder Runde mit dabei und haben aus 45 Partien lediglich ein Spiel – das Finale 2017/18 gegen Sturm Graz – verloren.

Laut Vallci, der nicht nur als Außen-, sondern mitunter als Innenverteidiger eingesetzt wird ("Ich bin flexibel und spiele dort, wo mich der Trainer braucht"), sind bei der Analyse der Hinrunde Konzentrationsmängel am Ende von Spielen aufgefallen.

Gegentore für Vallci eine "Kopfsache"

"Von daher war es uns wichtig, dass wir 90 Minuten lang den Fokus nicht verlieren und trotzdem die Balance beibehalten, nicht nur weiterhin nach vorne drauflos spielen und die Ordnung verlieren. Das haben wir in der Vorbereitung oft besprochen und trainiert. Das war definitiv eine Kopfsache und ein mentaler Aspekt", erklärte der 25-jährige Steirer.

In die selbe Kerbe schlägt auch Marsch, der mit der Entwicklung des Teams "sehr zufrieden" ist: "Wir müssen weiter zu null spielen und gut verteidigen", forderte der Coach des dreifachen Double-Gewinners. "Aber wir dürfen nicht zu zufrieden sein, wir müssen weiter arbeiten." Laut dem US-Amerikaner habe man taktisch ein paar Dinge verändert, "damit wir hinten beim Gegenpressing und defensiven Umschalten mehr Stabilität haben ." Das Verteidigen von Standards sei ebenfalls ein ganz besonderer Aspekt in der Vorbereitung gewesen, die man nach dem intensiven Herbst bestmöglich genutzt habe.

In den nächsten 24 Tagen wartet auf Vallci und Co wettbewerbsübergreifend mit Cup, Bundesliga und Europa League (gegen Villarreal) gleich sieben Duelle.

Bernede sorgt für Salzburger Spezialität

"Philosophie und Spielstil" seien aber trotzdem gleich geblieben, "aber wir arbeiten jetzt viel mit taktischen Dingen gegen den Ball". Schon im Training merke man, dass die Leidenschaft für Zu-Null-Spiele jetzt eine ganz andere als vorher sei, verriet der 47-jährige, der den Leistungssprung von Langzeit-Verletzten Antoine Bernede hervorhob.

"Wir haben viele gute Sechser in dieser Mannschaft, aber Toni ist besser und besser geworden jetzt und auch ein sehr wichtiger Spieler für uns", sprach Marsch von einem Luxusproblem im zentralen Mittelfeld.

Tormann Carlos Coronel war beim Team-Training nicht mit an Board. Der brasilianische Tormann wird die Mozartstadt verlassen, wie Marsch andeutete. Nach S24-Informationen soll die Leihe mit den New York Red Bulls kurz vor dem Abschluss sein.

(Quelle: SALZBURG24)

Tormann Coronel verlässt Salzburg

Carlos Coronel GEPA/Red Bull
Carlos Coronel wird den Bullen weiter auf der Brust tragen: Der Keeper wird von Red Bull Salzburg nach New York verliehen.

Das Überangebot auf der Torhüter-Position bei Red Bull Salzburg wird verkleinert. Carlos Miguel Coronel wird, wie SALZBURG24 am Donnerstag erfuhr, zu den New York Red Bull verliehen.

Mit "Stamm-Einser" Cican Stankovic, Carlos Coronel, Neuzugang Nico Mantl aus Unteraching und Langzeit-Bulle Alexander Walke hatte der Fußball-Meister ein Torhüter-Quartett zur Verfügung.

Coronel zieht es von Salzburg nach New York

Da nach S24-Informationen Coronel schon länger in Verhandlungen mit Struber-Klub New York steht, lockten die Mozartstädter Zukunftshoffnung Mantl an die Salzach, um den Kampf um die Nummer eins anzuheizen. Was sich die letzten Tagen abzeichnete, könnte in Kürze offiziell werden: Der brasilianische Schlussmann sucht in den Vereinigten Staaten eine neue Herausforderung und wird im "Big Apple" den nächsten Karriereschritt machen.

Bullen-Keeper kurz vor Wechsel

Beim Besuch auf dem Trainingsgelände in Taxham war Coronel zwar noch anwesend, aber nur mehr um seine Sachen zu packen und sich von den Team-Kollegen zu verabschieden. "Wir versuchen für Carlos eine gute Transfersituation zu finden. Es wird wahrscheinlich eine Ausleihe zu einer super Mannschaft in einem super Land werden", erklärte der US-Amerikaner Jesse Marsch am Donnerstag bei einem Pressetermin (siehe Video oben).

Carlos Coronel GEPA/Red Bull
Carlos Coronel wird den Bullen weiter auf der Brust tragen: Der Keeper wird von Red Bull Salzburg nach New York verliehen.

Da sich der 24-Jährige, dessen Vertrag in Salzburg bis Juni 2023 datiert ist, aktuell in den finalen Gesprächen mit den New Yorkern befindet, wird er auch beim anstehenden Cup-Viertelfinale am Samstag gegen die Wiener Austria (im S24-LIVETICKER ab 16.50 Uhr) nicht im Kader sein. Die Bestätigung der beiden Vereine steht noch aus, man darf jedoch davon ausgehen, dass diese in Kürze folgen wird.

Coronel verbuchte als "Zweier-Goalie" elf Einsätze für die Bullen und stand 67 Mal für Kooperationsverein FC Liefering zwischen den Pfosten.

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