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Gegen Lieblingsgegner

"Verfallen nicht in Panik": Bullen wollen zurückschlagen

Salzburg erstmals seit zwei Jahren nicht Bundesliga-Tabellenführer

Sturm Graz, Red Bull Salzburg GETTY/RED BULL
Red Bull Salzburg gastiert in der dritten Bundesliga-Runde in Hartberg. (ARCHIVBILD)

Der Umfaller bei Vizemeister Sturm Graz schärft bei Red Bull Salzburg die Sinne. Die Bullen fingen sich in Runde zwei die früheste Saisonpleite seit 2016 zu. Gegen Hartberg will der Liga-Dominator am Samstag zurückschlagen und ein anderes Gesicht zeigen.

Nach der Niederlage im Spitzenspiel bei Sturm Graz will Serienmeister Salzburg schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Wir haben die Partie analysiert, die Fehler klar angesprochen und werden die richtigen Lehren daraus ziehen", sagte Salzburgs Trainer Matthias Jaissle vor dem Gastspiel der dritten Runde in der Fußball-Bundesliga beim TSV Hartberg am Samstag.

 

Jaissle beruhigt nach erster Pleite

Nach dem 1:2 in Graz stehen die Mozartstädter erstmals seit zwei Jahren nicht an der Bundesliga-Tabellenspitze. Ein ungewohntes Bild, das sich nach dem Geschmack der Salzburger schleunigst wieder ändern soll. Jaissle gab sich zuversichtlich. "Wir verfallen nach einer Niederlage aber sicher nicht in Panik oder werden aktionistisch, sondern arbeiten wie gewohnt weiter", kündigte der Deutsche an.

Jaissle betonte erneut, "dass die Titelverteidigung kein Selbstläufer wird", die anderen Klubs würden sich "eben auch sehr gut entwickeln". Vor dem Duell in Hartberg habe seine Truppe "richtig gut" gearbeitet, betonte der Coach, er sei sich sicher, dass sie wieder ein anderes Gesicht zeigen werde.

Hartberg ist Salzburgs Lieblingsgegner

Die Hartberger sind so etwas wie ein Lieblingsgegner für die Bullen, in zehn Liga-Duellen gab es neun Siege und ein Remis, bei einem Torverhältnis von 37:6. Trotzdem wollen die Salzburger die Steirer nicht unterschätzen. "Wir haben gegen Sturm gesehen, was passieren kann, wenn wir nicht an unsere Grenzen gehen", sagte Nicolas Capaldo. Es wird weiter der am Knöchel verletzte Neuzugang Lucas Gourna-Douath fehlen, ob die beiden Stürmer Junior Adamu und Sekou Koita (beide Sprunggelenk) sowie Youba Diarra (Schienbein) einsatzbereit sind, ist fraglich.

Steirer hoffen auf Überraschung

Die Hartberger hoffen nach der schwachen Vorstellung beim 1:2 bei der WSG Tirol unterdessen ebenfalls auf eine Leistungssteigerung. "Wir haben gedacht, dass wir schon weiter sind. Die Wattener haben uns die Grenzen aufgezeigt", sagte Trainer Klaus Schmidt. Die Partie gegen Salzburg sei jedenfalls ein "Bonusspiel", die Hoffnung auf eine Überraschung gebe es aber immer.

"Als Hartberg brauchst du eine Portion Glück, um gewisse Phasen zu überstehen, einen guten Spielverlauf, eine gute eigene Leistung und vielleicht ein bisschen Ungeduld von Salzburg", sagte Schmidt und scherzte: "Wenn wir alle brav unser Frühstück aufessen, haben wir vielleicht eine Chance." Beim letzten Duell im Dezember waren die Hartberger in Salzburg zumindest knapp dran, die Jaissle-Elf gewann erst durch zwei späte Tore mit 2:1.

Avdijaj wechselt zu Foda-Klub

"Die Mannschaft hat sich gegen Red Bull zuletzt super verkauft und immer aufgeopfert", betonte Schmidt, der auf seinen ganzen Kader zurückgreifen kann. Allerdings nicht mehr auf Kreativspieler Donis Avdijaj, der seine Ausstiegsklausel zog und zum FC Zürich mit Trainer Franco Foda wechselte. Die Suche nach einem Ersatz gestaltet sich schwierig. "Es ist nicht einfach, wir brauchen einen Spieler, der dieses Niveau hat", sagte Schmidt.

Das sei ein gewisses "Lotteriespiel", zumal es eine Unmenge an Spielern auf dem Markt gibt. "Teilweise sind sie unbezahlbar, teilweise bezahlbar. Aber es muss relativ schnell funktionieren. Bei solchen Deals sind wir von anderen abhängig, wir hängen zwischen den Seiten", erklärte der Coach. Eine Lösung soll in den nächsten Tagen präsentiert werden, zumindest beim kommenden Gastspiel bei Aufsteiger Austria Lustenau wollen die Hartberger einen neuen Stürmer im Kader haben.

(Quelle: APA)

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