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"Haben diesen Hunger"

Red Bull Salzburg visiert zehnten Titel in Folge an

Finaler Bullen-Kader für 2022/23 noch nicht fix

symb_jaissle Matthias Jaissle APA/EXPA/JFK
Jaissle mahnt seine Bullen zur Bodenständigkeit.

"Wir haben diesen Hunger" – die Devise für Red Bull Salzburg ist klar. Meistertitel und auch der Cup sollen wieder in ihren Händen liegen. Trainer Matthias Jaissle mahnt aber zur Vorsicht.

Auch der nächste Umbruch soll Serienmeister Red Bull Salzburg auf der Mission Titelverteidigung in der Fußball-Bundesliga nicht aufhalten. Die zehnte Meisterschaft in Folge planen die finanzkräftigen Mozartstädter auch in dieser Saison fest ein, Trainer Jaissle mahnt aber zur Vorsicht. "Wir tun gut daran, bescheiden und bodenständig zu bleiben", sagte der 34-jährige Deutsche.

 

Sommer bedeutet bei Bullen Umbruch

Besonders nach der abgelaufenen Spielzeit, als es mit Double und dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale große Erfolge zu feiern gab. "Wir sollten es als außergewöhnliche Saison einstufen. Was wir erreicht haben, war etwas Historisches", sagte Jaissle im APA-Gespräch. Trotzdem sind die Ziele in Salzburg klar: "Wir wollen natürlich wieder Meister werden und wenn möglich auch den Cup gewinnen. Auch die Jungs haben nach wie vor diesen Hunger, den zehnten Titel in Folge einzusammeln."

Im Sommer erlebten die Salzburger wie so oft einen Umbruch, Leistungsträger wie Karim Adeyemi (BVB), Brenden Aaronson oder Rasmus Kristensen (beide Leeds) wechselten zu zweistelligen Millionenbeträgen den Arbeitgeber. Und es könnten noch weitere Abgänge folgen. "Der Transfermarkt ist noch ein bisschen geöffnet, deshalb müssen wir schauen, wie der finale Kader aussieht", sagte Jaissle. So sollen der international umworbene Mittelfeldspieler Mohamed Camara sowie Innenverteidiger Oumar Solet ebenfalls vor einem Wechsel stehen.

Lucas Gourna-Douath Getty/Red Bull
Stephan Reiter, CEO vom FC Red Bull Salzburg, und Lucas Gourna-Douath.

Bullen verpflichten 18-jähriges Top-Talent

Für eine kolportierte Rekord-Ablöse von 15 Mio. Euro wechselt der 18-jährige Franzose Lucas Gourna-Douath vom AS Saint-Etienne zum FC Red Bull Salzburg.

18-Jähriger für 15 Mio. Euro nach Salzburg

Trotzdem ist Jaissle zuversichtlich, den Qualitätsverlust adäquat aufzufangen. "Aktuell bin ich zufrieden und ich gehe stark davon aus, dass wir zu Saisonbeginn einen sehr guten Kader zur Verfügung haben werden", sagte er. Die neueste Verstärkung ist der 18-jährige Lucas Gourna-Douath, Kapitän der französischen U19. Der Mittelfeldspieler kam für kolportierte 15 Millionen Euro von AS Saint-Etienne und wäre damit der Rekordtransfer der heimischen Bundesliga.

Aber auch der brasilianische Stürmer Fernando (23) von Schachtar Donezk oder der serbische Innenverteidiger Strahinja Pavlovic (21), der von AS Monaco gekommen ist, haben in der Vorbereitung schon aufgezeigt. "Die Neuen haben sich gut integriert", betonte Jaissle. Und Kapitän Andreas Ulmer erklärte bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz, dass "die jungen Spieler, die neu dazugekommen sind, schon einen Schritt weiter sind als letztes Jahr".

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"Gibt noch ein bisschen zu tun"

Für Jaissle sei aber logisch, "dass wir zum Saisonauftakt noch nicht bei 100 Prozent sein werden, weil die Vielzahl an Nationalspielern erst später dazugestoßen ist. Deswegen gibt es noch ein bisschen zu tun." Das erste Pflichtspiel der Saison am Freitag beim SV Fügen in der ersten Runde des ÖFB-Cups gewannen die Salzburger locker mit 3:0.

In der Liga werde die Saison aber "kein Selbstläufer", sagte Jaissle, der seinen Vertrag in Salzburg im Mai um ein weiteres Jahr bis 2025 verlängert hatte. "Es werden Details und Nuancen entscheiden. Die Konkurrenz schläft nicht, die war letztes Jahr auch schon stark. Es gab viele knappe Spiele, die zu unseren Gunsten ausgegangen sind."

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Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Freitag, 8. Juli 2022

Red Bull Salzburg will international überwintern

Auch die Highlight-Partien in der Champions League wollen die Salzburger wieder erfolgreich gestalten. "Wir stellen uns selbst den Anspruch, dass wir wieder international überwintern wollen. Am liebsten natürlich in der Champions League", sagte Ulmer. Die Dominanz der Vorsaison, als die Salzburger trotz Punktehalbierung mit 15 Punkten Vorsprung Meister wurden, sei "sehr schwer" zu wiederholen, aber laut Ulmer wieder ein Ziel.

So wie irgendwann ein internationaler Titel. "Es ist sicher möglich", betonte der 36-Jährige: "Man muss daran glauben." Die Königsklasse zu gewinnen sei natürlich etwas schwierig, sagte Ulmer, "aber man hat gesehen, was in der Europa League möglich ist."

(Quelle: APA)

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