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"Wie Champions-League-Spiel"

Vor Salzburgs heißer Phase "kracht" es

Bullen-Leithammel Junuzovic über Ist-Zustand

Die Stimmung beim FC Red Bull Salzburg knistert. Es geht in die erste heiße Phase des neuen Jahres. Der Konkurrenzkampf ist so groß wie schon lange nicht mehr. So groß, dass es vor dem Liga-Kracher gegen LASK (Freitag ab 18.50 Uhr im LIVETICKER) und das Europa-League-Duell mit Eintracht Frankfurt beim Kampf ums Stamm-Leibchen auch einmal "kracht". Zlatko "Zladdi" Junuzovic spürt bereits das Feuer.

Acht Minuten kam "Zladdi" zur ersten Pressekonferenz in der Salzburger Heimstätte zu spät. Ungewöhnlich für den 32-Jährigen, auf den seit eineinhalb Jahren im Bullen-Dress bislang immer Verlass war. Einen Vorgeschmack für seine Rolle als Leithammel lieferte der Routinier bereits im Cup-Viertelfinale mit einem Freistoßtor und einer soliden Leistung gegen Amstetten. Die erste Pflicht erfüllten die Salzburger beim 3:0-Triumph freilich ohne viel Mühe, aber zugleich auch ohne Glanz.

Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den LASK

LIVE: Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den LASK

Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Dienstag, 11. Februar 2020

Salzburg hat "viel Respekt" vor LASK

Beim Startschuss zur heißen Phase will der Serienmeister nicht zu spät zünden, sondern gleich von Beginn an liefern und Siege einfahren. Zum Frühjahrsauftakt gegen den LASK erwartet die Crew von Trainer Jesse Marsch einen ersten richtigen Gradmesser. "Wir haben viel Respekt vor LASK und deren Leistungen. Sie sind eine super Mannschaft", erklärte der US-Amerikaner, für den das "richtige Gefühl" im Topspiel mehr als die Punkte zählen. Vollgepumpt mit Selbstvertrauen wollen die Mozartstädter den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den heißesten Verfolger wahren bzw. ausbauen.

Neuzugänge gegen Linzer nur als Joker?

"Es wird kein normales Spiel. Ich erwarte mir viele harte Zweikämpfe, intensive Duelle um den zweiten Ball und vor allem viel Leidenschaft", sagte Junuzovic, der sein Team im selben Atemzug auffordert, von Beginn an "da zu sein". Die Offensiv-Abgänge von Minamino und Haaland sollen die Bullen richtig gut weggesteckt haben. Stellt sich die Frage, inwiefern die Neuzugänge die Qualität der Marsch-Truppe prompt heben können. "Mergim Berisha und Karim Adeyemi haben viel Qualität und bringen sich schon gut ein. Auch Noah Okafor wird uns sicherlich weiterhelfen können", ist "Zladdi" von den Neuen überzeugt.

Vor LASK-Duell "kracht" es bei Salzburgern

Der Kampf um ein Stamm-Leibchen ist somit mehr als ausgebrochen. Spätestens als Coach Marsch den Kickern eingetrichtert hat, dass das Kräftemessen mit den Oberösterreichern am Freitag den Stellenwert "wie ein Champions-League-Spiel" hat. Da fliegen auch einmal im Training die Fetzen. "Sicher kracht es auch manchmal, aber Reibungen sind wichtig. So entwickeln wir uns weiter und bleiben hungrig", weiß der Routinier, der bereits das "Feuer" auf dem Rasen spürt.

Ob die Winter-Einkäufe dabei mithelfen werden, das Linzer Abwehrbollwerk zu knacken, verriet Marsch nicht. Im ersten Pflichtspiel durfte nur Okafor ein zehn minütiges "Schaulaufen" absolvieren. Ob im Hinblick auf das Frankfurt-Spiel Stammkräfte geschont werden? "Nein, jetzt zählt nur der LASK", unterstrich der 46-jährige Amerikaner nach einer kurzen Redepause. Auch auf eine taktische Grundordnung wollte sich der Bullen-Dompteuer nicht festnageln lassen: "Ich habe mit dem Mannschaftsrat beschlossen, dass in unserem Spielsystem die Flexibilität wichtig ist. Wir Betreuer müssen nicht immer die cleversten sein."

Zlatko Junuzovic, Red Bull Salzburg GEPA/Red Bull
Will auch jedes Trainingsspiel gewinnen: Salzburgs Zlatko Junuzovic.

Bundesliga-Kracher fast ausverkauft

Der Hunger auf Erfolge ist in Salzburg sicherlich nicht gestillt. Junuzovic und Co. wollen die Erfolgsserie von 52 ungeschlagenen Meisterschaftsspielen in der Bundesliga fortsetzen. Und das vor ausverkaufter Kulisse, denn nur noch 100 Tickets sind zwei Tage vor dem Spitzenduell mit dem LASK am Ticket-Schalter in der Red-Bull-Arena zu haben. Bleibt zu hoffen, dass es bei diesem Gerangel nicht "kracht".

(Quelle: SALZBURG24)

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