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Harter Konkurrenzkampf

Welche Bullen nach Capaldo-Deal zittern müssen

Karten bei Red Bull Salzburg neu gemischt

Es ist wahrlich ein ungewöhnlicher Transfer: Denn wer von Buenos Aires nach Salzburg wechselt, muss ein besonderer Kicker sein. Nicolas Capaldo aus Argentinien ist so einer. Zudem passt er mit 22 Jahren und seinen fußballerischen Fähigkeiten ins Bullen-System.

"Sehr aggressiv, mit hohem Pressing und viel Dynamik" - so will Salzburgs Neo-Coach Matthias Jaissle das große Marsch-Erbe angehen. Diese Attribute treffen nicht nur auf die Philosophie des Clubs, sondern auch auf den jüngsten Bullen-Transfer zu.

Nicolas_Capaldo_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Nicolas Capaldo wechselt von den Boca Juniors zu Red Bull Salzburg.

Capaldo unterschreibt bei Red Bull Salzburg

Vom Río de la Plata in Argentinien an die Salzach: Red Bull Salzburg schnappt sich Nicolas Capaldo. Der 22-jährige Mittelfeldspieler wechselt von den Boca Juniors zu den Bullen und unterschreibt …

Capaldo: "Bin ein aggressiver Spieler"

Capaldo sagte am Mittwoch nach seiner Vorstellung in einem Clubinterview, dass er ein "sehr aggressiver Spieler ist, der immer 100 Prozent gibt." Genau nach solchen Typen halten die Scouts des Serienmeisters stets Ausschau. Stichwort Mentalität.

Patson_Daka GEPA/Red Bull
Die Zeit für Top-Torjäger Patson Daka läuft im Sommer aus.

Daka geht – zwei Bullen-Stützen bleiben

Nach den Leistungstests folgt beim FC Red Bull Salzburg der Trainingsauftakt. Im Salzburger Stadtteil Taxham kam der österreichische Serienmeister erstmals auf dem Platz zusammen. Wir waren am …

Sportdirektor Christoph Freund verriet beim Trainingsauftakt: "Wir sind schon lange an ihm dran. Südamerika ist nicht ums Eck, die Boca Juniors ein großer Verein." Dass sich ein südamerikanisches Talent ausgerechnet für die Mozartstadt entschied, zeigt, welchen Stellenwert Österreich Abo-Meister mittlerweile international genießt.

Mittelfeld-Gerangel nach Capaldo-Deal

Auf welcher Position passt Capaldo in Jaissles Spielsystem? Der 33-jährige Deutsche bevorzugt – wie zuvor beim FC Liefering – und auch Vorgänger Jesse Marsch eine Grundaufstellung im 4-3-1-2 bzw. ein 4-4-2 mit Raute. Als gelernter Mittelfeldspieler kann der ehemalige argentinische U23-Nationalspieler (acht Einsätze) auch die Rolle als Rechtsverteidiger ausfüllen, sieht sich aber selber im Zentrum.

Doch dort herrscht ein reges Gerangel. Mit Taktgeber Zlatko Junuzovic, Mohamed Camara, Enock Mwepu (wenn er bleibt) und zuletzt Brenden Aaronson scheinen vier Spieler gesetzt zu sein. Sprich: Die Plätze sind derzeit besetzt.

 

Luxusproblem für Jaissle

Um die "Achter"-Position werden sich somit neben Capaldo auch Aaronson, Luka Sucic und Salzburgs Rekordtransfer Noah Okafor duellieren. Zudem machen sich auch Antoine Bernede und Nicolas Seiwald Hoffnungen auf die Startelf. "Mit der Art und Weise, wie er Fußball spielt, passt er sehr gut zu unserem Stil", sagte Freund, der mit keiner langen Eingewöhnungsphase rechnet.

Gelingt es dem Argentinier sich wie Aaronson schnell an die neue Umgebung anzupassen, ist auch ihm ein ähnlicher kometenhafter Aufstieg zuzutrauen. Ein Luxusproblem im Mittelfeld ist also vorprogrammiert. Die Karten im Zentrum des FC Red Bull Salzburg werden also durch die Verpflichtung von Nicolas Capaldo neu gemischt.

 

Teuerste Salzburg-Zugänge:

  • Noah Okafor (von Basel/Schweiz): 11,2 Millionen Euro
  • Maximilian Wöber (Sevilla/Spanien): 10,5 Millionen Euro
  • Erling Haaland (Molde/Norwegen ): 8 Millionen Euro
  • Joaquin Boghossian (Cerro/Uruguay): 6,9 Millionen Euro
  • Brenden Aaronson (Philadelphia Union/USA): 5,45 Millionen Euro
  • Munas Dabbur (Grasshopper Zürich/Schweiz): 5 Millionen Euro
  • Kamil Piatkowski (Rakow Czestochowa/Polen): 5 Millionen Euro
  • Rasmus Kristensen (Ajax Amsterdam/Niederlande): 5 Millionen Euro
  •  Nicolas Capaldo (Boca Juniors/Argentinien): 4,6 Millionen Euro
  • Oumar Solet (Olympique Lyon/Frankreich): 4,5 Millionen Euro
(Quelle: SALZBURG24)

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