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Top vs. Flop

Wöber ärgert "Zauberei" – Salzburg mit zwei Gesichtern

Auf Bullen-Dominanz folgt Arroganz

Red Bull Salzburg besiegt den WAC in der vierten Bundesliga-Runde. Die Bullen gewinnen am Sonntag in Wals-Siezenheim mit 2:1 (2:0) und nähern sich der Tabellenspitze an. Vollends zufrieden waren Maximilian Wöber und Trainer Matthias Jaissle aber nicht.

Salzburg

Serienmeister Red Bull Salzburg hat in der vierten Runde der Fußball-Bundesliga einen 2:1-(2:0)-Heimsieg gegen den Wolfsberger AC eingefahren. In der Red-Bull-Arena trafen Strahinja Pavlovic (20.) und Benjamin Sesko (41.) für die über weite Strecken klar überlegenen Gastgeber.

Salzburg macht Druck auf LASK

Dario Vizinger erzielte zu spät den Anschlusstreffer (93.). Während die Elf von Trainer Matthias Jaissle mit neun Zählern als Zweiter einen Punkt Rückstand auf Leader LASK hat, bleibt der WAC sieglos.

WAC legt Fehlstart hin

Das Team von Robin Dutt steuert damit auf einen Liga-Fehlstart hin, ist mit zwei Punkten Elfter und damit Vorletzter und das auch nur, weil Schlusslicht Austria Wien mit drei Minuspunkten gestartet ist.

Die Wolfsberger, die schon in der vergangenen Saison vier teils deutliche Liga-Niederlagen gegen Salzburg kassiert hatten, reisen nun nach Norwegen, wo am Donnerstag (19.00) das Conference-League-Play-off-Hinspiel bei Molde FK wartet. Red Bull hat am kommenden Samstag Austria Klagenfurt (17.00) zu Gast.

Jaissle nach Krankheit zurück

Salzburg-Coach Jaissle, der nach einer Mandelentzündung wieder fit an der Seitenlinie stand, ließ seine Startelf im Vergleich zum 2:0-Sieg in Hartberg unverändert.

Bei den Wolfsbergern brachte Dutt nach der erfolgreichen Europacup-Reise auf Malta (4:0 gegen Gzira) unter der Woche vier neue Kräfte. So durfte im Angriff der griechische Neuzugang Nikolaos Vergos erstmals in der Liga von Beginn an stürmen.

Defensiv agierende Kärntner

Die Bullen übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando und drängten die Kärntner hinten rein. Maurits Kjaergaard vergab per Volleyschuss die erste gute Gelegenheit der Gastgeber (6.). Der WAC versuchte defensiv dicht gestaffelt, mit viel "Manpower" den Salzburger Dauerdruck zu bekämpfen.

Red Bull Salzburg, WAC GETTY/RED BULL
Red Bull Salzburg (weiß) traf am Sonntag in der vierten Bundesliga-Runde auf den WAC.

Wöber gefällt "Zauberei" nicht

"Genauso wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, sind wir ganz nah am Leistungsniveau wo wir sein wollen. Zweite Halbzeit haben wir uns gedacht, dass es leicht geht. Wenn wir Zaubern probieren, wird es eine neutrale Partie, wie es in der zweiten Halbzeit auch war. Das ist nicht unser Anspruch", fand Neo-Kapitän Maximilian Wöber klare Worte.

Ulmer spielt heuer kaum eine Rolle

Routinier und Publikumsliebling Andreas Ulmer musste erneut mit der Bank Vorlieb nehmen und kam überhaupt nicht in die Partie. ""Ich habe das schon ein paar Mal erwähnt: Wir möchten als Trainerteam Maxi Wöber auf dieser Position sehen. Andi ist und bleibt ein wichtiger Spieler für uns. Und er geht mit seiner Rolle super um", betonte Jaissle. Riecht ganz nach einer abgeschlossenen Wachablöse.

Pavlovic mit Premierentor

Gelang ein Treffer zunächst nicht aus dem Spiel heraus, so hatte die Jaissle-Truppe die Gelegenheit, mit regelrechten Corner-Serien Standards zu üben. Beim neunten Eckball klingelte es dann erstmals im WAC-Tor: Pavlovic, der im Sommer vom AS Monaco nach Wals-Siezenheim gewechselt war, köpfelte die Sucic-Hereingabe via Latten-Unterkante zum 1:0 ein. Es war der Premierentreffer des 1,94 m großen Verteidigers.

Fernando bedient Sesko – 2:0

Der Meister kontrollierte weiter das Spiel nach Belieben, Chancen für die Gäste waren Fehlanzeige. Und so legte der Favorit noch vor der Pause nach: Fernando setzte sich stark über den linken Flügel durch, seinen Querpass verwertete Sesko problemlos zum 2:0. Es war der zweite Saisontreffer des 19-jährigen Slowenen, der nach der Saison nach Leipzig wechselt.

Dutt brachte in der Pause drei neue Spieler, das Spiel bot zunächst allerdings weiter Einbahnstraßen-Fußball. Erst verpasste Sesko seinen zweiten Treffer, weil WAC-Keeper Hendrik Bonmann im 1:1 mit dem Slowenen die Nerven behielt (48.). Danach schauten die Kärntner im eigenen Strafraum Sesko und Luka Sucic beim Kicken zu, Kjaergaards Abschluss parierte erneut Bonmann (51.).

Jaissle: "Mit der Intensität nicht zufrieden"

"Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit der Intensität und mit der letzten halben Stunde. Schade, dass wir das nicht deutlicher gestaltet haben. Als Trainer kann ich taktisch immer eingreifen, aber die tiefen Läufe halt nicht selber machen", analysierte Jaissle.

Der erste Abschnitt war jedoch genau nach dem Geschmack des Deutschen: "Es war 45 Minuten lang genau der Fußball, den wir hier sehen wollen."

Vizinger bestraft Salzburger Nachlässigkeit

In der 53. Minute verzeichnete der WAC durch den eingewechselten Vizinger seinen ersten Torschuss (53.), das Schiedsrichtergespann um Alexander Harkam entschied allerdings auf Abseits. Die Kärntner wurden nun offensiver. Eine gute Chance bot sich Vergos, der nach Veratschnig-Flanke per Kopf an Philipp Köhn scheiterte (74.).

Wenig später prüfte Maximilian Wöber nach Kerschbaumer-Freistoß ungewollt seinen eigenen Keeper per Schulter, doch Köhn stand auf dem Posten (82.). Vizinger traf schließlich per Kopf in der Nachspielzeit (93.). Zumindest mit der zweiten Hälfte können die Wolfsberger zufrieden sein.

Red Bull Salzburg lässt WAC keine Chance

Tore: Pavlovic (20.), Sesko (41.), Vizinger (90.+3.)

Aufstellungen:

Salzburg: Köhn - Dedic, Solet, Pavlovic, Wöber - Capaldo, Seiwald, Sucic (75. Bernede), Kjaergaard - Sesko (75. Adamu), Fernando (58. Okafor)

WAC: Bonmann - Schifferl, Baumgartner, D. Gugganig - Novak (66. Piesinger), Taferner (46. Kerschbaumer), Ballo (69. Veratschnig), Leitgeb, Scherzer (46. Jasic) - Vergos, Baribo (46. Vizinger)

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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