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Pleite beim Underdog

Red Bull Salzburgs "zweiter Anzug" passt nicht

Bullen-Reservisten patzen

"Eine Lektion für uns. Nicht gut genug. Zu locker." So beschreibt Red Bull Salzburg-Trainer Jesse Marsch, der etwas rotierte, die 2:3-Pleite gegen die WSG Tirol. Der "zweite Bullen-Anzug" passt nicht.

Sieben Partien in Folge fettete der österreichische Fußball-Meister jeweils mit einem "Dreier" sein Punktekonto auf, eilte so der Konkurrenz auf und davon. Der Meistertitel schien eingetütet.

Marsch: "Waren einfach nicht gut genug"

Zwölf Siege in 13 Duellen heimste Marschs Stamm-Formation im Frühjahr ein. Immer wenn der US-Coach seine "beste Elf" spielen ließ, waren die Salzburger unantastbar. Gegen die Verfolger Rapid und zwei Mal gegen den LASK hielten Keeper Cican Stankovic und Co jeweils die "Null". Zuletzt ließ Marsch vier Mal die gleichen Akteure von Beginn an auflaufen.

GEPA-20210421-101-134-0046.jpg Red Bull/GEPA
Der WSG Tirol besiegt Red Bull Salzburg mit 3:2 in der Tivoli-Arena.

RB Salzburg blamiert sich in Tirol

Serienmeister Red Bull Salzburg ist auf seinem Weg zum achten Triumph in Folge am Mittwoch leicht ins Stolpern geraten. In der vierten Runde der Meistergruppe kassierte die Elf von Jesse Marsch bei …

Im Hinblick auf die kommende englische Woche und das Cup-Finale am 1. Mai gegen den LASK schonte der Bullen-Dompteur vier Stamm-Kicker, brachte diesmal Karim Adeyemi, Noah Okafor, Bernardo und Nicolas Seiwald vom Start weg. Trotz zweimaliger Führung stockte der Motor. Die Mozartstädter blamierten sich gegen dezimierte Wattener, bei denen einige Offensivkräfte, – unter anderem Zlatko Dedic – fehlten. Marsch schmeckte die Einstellung seines Teams ganz und gar nicht: "Wenn wir mit unserer ersten Gruppe sind wir klarer und bereiter für die taktischen Dinge. Die ganze Mannschaft war nicht scharf und nicht bereit. Wir haben nicht gut genug in unserem Abwehrdrittel verteidigt."

Salzburger Rotation geht schief

Die Schlappe ist freilich kein Beinbruch, da die Verfolger aus Wien und Linz im direkten Duell (1:1) den Ausrutscher nicht nutzen konnten. Aber sie kann durchaus als Warnschuss gesehen werden. Sechs Runden vor Schluss beträgt der Punktepolster acht Zähler. Der Dreifach-Wechsel zur Pause, als Marsch Mergim Berisha, Antoine Bernede und Rekordeinkauf Okafor vom Feld nahm, zeigte die Unzufriedenheit des Trainers.

WSG_Tirol_Wattens_Red_Bull_Salzburg APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER
Noah Okafor (rot/li.) spielte gegen Wattens von Beginn an, nutze seine Chance jedoch nicht und wurde zur Pause ausgewechselt.

Mit Zlatko Junuzovic, Brenden Aaronson und Patson Daka kamen drei Stammkräfte in die Partie. Diese sorgten zwar für frischen Wind, konnten die erste Niederlage in der Meisterrunde aber auch nicht verhindern. "Vielleicht war es nicht die richtige Entscheidung, weil wir haben ja nicht gewonnen", nahm der 47-Jährige im Sky-Interview seine Protagonisten in Schutz.

Zweiter "Bullen-Anzug" passt nicht

"Wir haben uns das selbst eingebrockt. Wir haben die Chancen nicht verwertet oder den finalen Pass nicht gespielt", meinte ein so wie Marsch kritischer Routinier Junuzovic. "Es gibt so Tage. Es ist kein Selbstläufer. Wir müssen uns alles erarbeiten. Und wenn wir das nicht auf den Platz bringen, dann passiert so etwas."

Salzburgs Coach sah den Ausrutscher als "eine Lektion". Die Bullen ließen Grundtugenden wie Leidenschaft, Tempo und Aggressivität vermissen. Wie bereits Ende Februar gegen Sturm Graz, wo Marsch ebenso auf Rotation setze, ergibt sich folgende Schlussfolgerung: Der zweite "Bullen-Anzug" passt nicht. Schon im Doppelpack gegen den WAC am Sonntag (auswärts) und kommenden Mittwoch (in Wals-Siezenheim) ist laut Marsch wieder das "alte" Salzburg gefragt. Eine Reaktion muss her.

(Quelle: SALZBURG24)

RB Salzburg blamiert sich in Tirol

GEPA-20210421-101-134-0046.jpg Red Bull/GEPA
Der WSG Tirol besiegt Red Bull Salzburg mit 3:2 in der Tivoli-Arena.

Serienmeister Red Bull Salzburg ist auf seinem Weg zum achten Triumph in Folge am Mittwoch leicht ins Stolpern geraten. In der vierten Runde der Meistergruppe kassierte die Elf von Jesse Marsch bei der WSG Tirol trotz zweifacher Führung durch Enock Mwepu (12.) und Brenden Aaronson (58.) eine 2:3-(1:1)-Niederlage, erst die zweite im Jahr 2021.

Damit konnte Rapid den Bullen im Abendspiel gegen den LASK bis auf sechs Punkte nahekommen.

⏹️ wir lassen Punkte liegen... Am Sonntag greifen wir wieder an!

Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Mittwoch, 21. April 2021

Mutiger Auftritt von Wattens

Dass Salzburg erstmals im fünften direkten Duell Punkte gegen die Tiroler abgab, war einem mutigen Auftritt von Wattens ebenso zu verdanken wie dem Doppelpack von Nikolai Baden Frederiksen (29., 76.) und dem Siegestreffer von Renny Smith kurz vor dem Ende (89.). Die Tiroler bleiben zwar Schlusslicht der Meistergruppe, auf den fünftplatzierten WAC fehlt ihnen allerdings nur ein Zähler, auf den Vierten Sturm Graz sind es zwei Punkte.

Englische Wochen: Marsch rotiert

Marsch rotierte angesichts der englischen Wochen inklusive Cupfinale gegen den LASK am 1. Mai wie angekündigt. Karim Adeyemi, zuletzt zweifacher Assistgeber stürmte von Beginn an, in der Innenverteidigung ersetzte Bernardo den angeschlagenen Maximilian Wöber. Und auch Noah Okafor und Nicolas Seiwald kamen neu in die Startelf. Die Tiroler mussten nicht nur in der Offensive Routinier Zlatko Dedic durch Benjamin Pranter ersetzen, auch Goalie Ferdinand Oswald machte mit einer Muskelblessur Benjamin Ozegovic Platz, der seine dritte Oberhauspartie bestritt.

Salzburg geht in Führung

Die kleine Hoffnung der WSG, mit mutigem Auftreten vielleicht punkten zu können, schien sich schnell in Luft aufzulösen. Zwar kam der erste Abschluss von Pranter (6.), dann aber gaben die Gäste bald die Marschrichtung vor. Erst knallte Adeyemi einen Ball aus Kurzdistanz ans Lattenkreuz (9.), dann musste Ozegovic gegen Mergim Berisha mit dem Fuß parieren. Und wieder eine gute Minute später war dann Mwepu im Nachsetzen nach einem Eckball mit dem 1:0 zur Stelle. Nur kurz darauf hätte Adeyemi fast auf 2:0 erhöht, wieder war Ozegovic zur Stelle (17.).

Tiroler gleichen aus

Dank Ozegovic, Glück, Pressing und spielerischen Ansätzen blieben die Hausherren aber in der Partie und belohnten sich schließlich sogar. Nach unnötigem Ballverlust von Rasmus Kristensen kam der Ball zu Baden Frederiksen, der entgegen der Laufrichtung von Goalie Cican Stankovic ins lange Eck einschoss.

Zweite Halbzeit intensiver

Marsch war nur mäßig glücklich, brachte zur Pause das Trio Aaronson, Zlatko Junuzovic, Patson Daka und erhöhte damit das Tempo seiner Truppe sichtlich. Die Partie wurde intensiver, Tirol blieb mutig. Nach gut einer Stunde wurde die weit aufgerückte Defensive aber mit dem zweiten Gegentor bestraft: Aaronson schoss nach weitem Zuspiel auf Adeyemi und dessen Vorarbeit eiskalt ein. Viele Einschussmöglichkeiten hatte die Marsch-Elf danach aber nicht mehr, sie agierte zu inkonsequent und ungenau, einmal zielte Daka daneben (64.), in der Nachspielzeit köpfelte der Sambier aus guter Position über das Tor.

Tirol probierte es weiter, fast wäre Florian Rieder nach Assist von Zan Rogelj aus wenigen Metern neuerlich der Ausgleich gelungen. Der Ball ging diesmal zwar daneben (62.), zappelte zu Beginn der Schlussviertelstunde aber doch im Netz der Salzburger, die davor recht verhalten verteidigten. Wieder war es der Däne Baden Frederiksen, der nach Rogeljs Zuspiel aus wenigen Metern einschob. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit leitete erneut Rogelj das Siegestor ein, "Joker" Smith schloss aus wenigen Metern ab.

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