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2:0 gegen Klagenfurt

Diskussionen um nicht geahndetes Bullen-Handspiel

Schiedsrichter entschuldigt sich nach Match in Wals-Siezenheim

Ohne besonders zu glänzen konnte Red Bull Salzburg am Samstag einen 2:0-Heimsieg gegen Austria Klagenfurt einfahren. Diskussionen gab es nach dem Spiel vor allem um ein nicht geahndetes Wöber-Handspiel.

Red Bull Salzburg ist zwar nicht zurück an der Tabellenspitze, der österreichische Fußballmeister der vergangenen neun Jahre findet aber die Selbstverständlichkeit wieder. Am Samstag wurde Austria Klagenfurt in Wals-Siezenheim (Flachgau) dank einer konzentrierten Leistung in der zweiten Hälfte mit 2:0 nach Hause geschickt - der Titelverteidiger feierte damit den vierten Saisonsieg. Am Donnerstag wartet mit der Champions-League-Auslosung ein Highlight der Saison abseits des Platzes.

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FC Red Bull Salzburg gegen Austria Klagenfurt

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In der Liga in eigenem Haus eine Macht! Red Bull Salzburg feierte am Samstag einen hart umkämpften 2:0 (0:0) Erfolg gegen den SK Austria Klagenfurt und heimste Dank der Treffer von Fernando und Noah …

Salzburg hat in erster Halbzeit zu kämpfen

Unerwartet schwer tat sich Salzburg vor heimischem Publikum in der ersten Hälfte. Viele Pässe kamen nicht an, in der gegnerischen Hälfte ging die Dynamik ab. "In der ersten Halbzeit hat der letzte Pass gefehlt, dass wir zum Abschluss kommen", meinte Noah Okafor, der spätere Torschütze zum 2:0. "Man muss aber auch klar sagen, dass es Klagenfurt in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht hat - sehr aggressiv, sehr kompakt", sagte Cheftrainer Matthias Jaissle.

Besser wurde es mit der Hereinnahme des etatmäßigen Kapitäns Andreas Ulmer, der nach der Pause viel Druck über die linke Seite machte. Nach und nach bröckelte die Hintermannschaft der Gäste auseinander, der Champion fand mehr Räume vor. Die Austria haderte aber auch mit einer möglichen Elfmeter-Situation unmittelbar vor dem 0:1 durch Fernando in der 51. Minute, die vom Schiedsrichter nicht als solche erkannt wurde: Maximilian Wöber blockte einen von Andy Irving gespielten Ball an der Strafraumgrenze mit der Hand ab.

Trainer über umstrittenen Schiedsrichter-Entscheid

Trainer Peter Pacult erzürnte die Entscheidung gegen seine Mannschaft. "Es wird jetzt auch wieder die Diskussion geben. Der eine Schiedsrichter wird sagen, es war natürlich, der andere wird sagen, es war unnatürlich. Aber in dem Moment blockt er den Schuss, und vor allem die Hand ist relativ weit weg", sagte der Wiener. "Glück für Salzburg, dass er da anders entschieden hat."

Jaissle pflichtete seinem Kollegen bei. "Es ist in der Tat so, dass wir uns da nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter anders entscheidet. Es war eine brenzlige Situation, die zugunsten von uns ausging. Aber wenn man den kompletten Spielverlauf hernimmt, dann war es einfach ein sehr souveräner und auch verdienter Sieg von uns", betonte der Deutsche.

Schiedsrichter Josef Spurny entschuldigte sich nach Schlusspfiff für die Fehlentscheidung. "Nach Videostudium ist es ein strafbares Handspiel. Für mich auf dem Feld war die Hand angelegt, er verbreitert aber den Körper auf unnatürliche Weise", sagte der Referee. Warum die Videoassistenten nicht intervenierten? "Für sie waren die Bilder nicht klar genug für ein Handspiel. Die Bilder im VAR-Room sind etwas kleiner, als wir sie hier sehen", ergänzte Spurny.

Dritte Niederlage für Klagenfurt

Für die Kärntner war es die dritte Niederlage in der neuen Spielzeit, damit liegt man im tabellarischen Mittelfeld. "Ich finde, dass wir hier keineswegs irgendwo unterlegen waren. Wir hätten einfach gewisse Kontersituationen ein bisschen besser ausspielen müssen", trauerte Stürmer Jonas Arweiler vergebenen Möglichkeiten nach. "Vielleicht wäre dann noch was drin gewesen, auch wenn Salzburg viele Chancen letztendlich hatte. Aber wenn man hier spielt, muss man jede Chance nutzen."

Champions-League-Auslosung am Donnerstag

Salzburg habe noch einiges an Arbeit vor sich, bevor es mit den Highlight-Partien in der Champions League losgeht, befand Jaissle. "Jetzt muss man einfach noch mehr am Detail arbeiten, dass wir die Dinge, die heute nicht ideal waren, besser machen", sagte er. Die Gegner in der diesjährigen Gruppenphase wird das Team am Donnerstag erfahren, da erfolgt in Istanbul die Auslosung. "Mir ist es egal, wenn wir bekommen. Ich glaube, wir müssen uns auf uns fokussieren und versuchen, das Spiel wie letzte Saison wieder auf den Platz zu bringen. Dann können wir jeden Gegner in Europa schlagen", strotze Okafor im Sky-Interview vor Selbstvertrauen.

(Quelle: APA)

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