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Vor Bayern-Kracher

Wöber gesteht Fehler ein und setzt auf Angriff

Salzburg will gegen München überraschen

Wöber Maximilian APA/BARBARA GINDL
Maximilian Wöber gibt sich vor dem Champions-League-Duell gegen Bayern München angriffslustig.

Für Maximilian Wöber ist der Champions-League-Knaller am Mittwoch bei Bayern-München (ab 20.50 Uhr LIVE aus München) auch eine gute Gelegenheit, die jüngste 1:3-Schlappe gegen Sturm Graz vergessen zu machen.

"Wir wollen in München mit derselben Herangehensweise auftreten und zeigen, dass wir den Ausrutscher am Wochenende wiedergutmachen möchten", erklärte der Defensivmann, dessen Elf im Hinspiel gegen die Bayern mit 2:6 unter die Räder geraten war. Die Defensive nahm Wöber in Schutz.

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"Wir haben den Bayern über 80 Minute eine richtig große Aufgabe gegeben", meinte er im Rückblick auf das 2:6, bei dem man im Finish noch vier Gegentore innerhalb von 14 Minuten kassierte. "Am Ende ist es halt in die Hose gegangen. Das soll in diesem Ausmaß auf Champions-League-Niveau zwar nicht passieren, aber das sind eben auch die Bayern. Die spüren das, wenn der Gegner einen kleinen Knick bekommt", sagte Wöber.

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"Die Bayern wissen, dass sie stärker sind als wir, wenn sie ihren besten Fußball zeigen. Aber sie wissen auch, dass wir gefährlich sind, dass wir jung und mutig sind und in jeder Partie überraschen können. Ich denke, dass sie sich auf die erste Partie super vorbereitet haben", zeigte sich der ehemalige Rapidler sowie Legionär in Diensten des FC Sevilla und von Ajax Amsterdam durchaus selbstbewusst.

 

Kritik an Bullen-Defensive für Wöber berechtigt, aber...

Das 1:1 etwa von einem sehr defensiv agierenden Werder Bremen in der Allianz Arena am vergangenen Samstag tauge für sein Team jedenfalls nicht zur Blaupause. "Werder hat das sehr gut gemacht, aber das ist nicht unsere Art Fußball zu spielen. Unsere Stärke ist die Offensive. Und gerade in der Champions League kann Bayern sicher ein Schäuferl nachlegen."

Maximilian Wöber APA/BARBARA GINDL
Auf Rasmus Kristensen und Maximilian Wöber (re.) wartet in der Champions League gegen Bayern München viel Defensivarbeit.

Die zuletzt wieder lauter gewordene Kritik an der Defensivleistung hält er für durchaus berechtigt. "Es relativiert sich aber, wenn man sich die Spiele im Detail anschaut, wie wir 70 Minuten gegen Atletico und 80 Minuten lang gegen München verteidigt haben", gab er zu bedenken.

"Und vor allem, wenn man sieht, wie offensiv wir agieren und wie viele Tore wir schießen. Mit unserem Spiel ist es extrem schwierig, 90 Minuten nichts anbrennen zu lassen."

Salzburg erhielt in jedem Champions-League-Spiel ein Standardtor

"Wir haben sicher Fehler gemacht, müssen uns verbessern. Gerade aus Standards haben wir in der Champions League zu viele Tore bekommen", gab Wöber zu. In jedem Königsklassen-Spiel fingen sich die Mozartstädter je einen Treffer aus ruhenden Bällen ein.

"Wir vier da hinten sind natürlich die Hauptverantwortlichen, aber bei unserer Spielweise muss man die Defensivarbeit auf die gesamte Mannschaft beziehen." Und da agiere man in Umschaltsituationen "manchmal nicht konsequent genug und zu verspielt".

Spielstress "zehrt am Körper"

Aufgrund der hohen Belastungen erkannte Wöber aktuell doch Verschleißerscheinungen: "Wir haben eh den Luxus, rotieren zu können. Wir freuen uns natürlich über viele Spiele, aber es zehrt schon am Körper."

Man könne das bei den großen Vereinen wie Liverpool, aber auch im eigenen Club sehen: "Patson Daka, der eigentlich immer extrem fit ist, fällt mit einer gravierenderen Muskelverletzung aus. Das ist untypisch."

Zudem fehlen Trainer Jesse Marsch auch Antoine Bernede (Schienbein) und Masaya Okugawa (Oberschenkel).

Die Bullen treten nach dem Abschlusstraining (13.30 Uhr) in Taxham am Dienstag die Anreise per Teambus an.

(Quelle: APA)

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