Jetzt Live
Startseite Bundesliga
Salzburger Fußball-Profi

Internationales Interesse an Sandro Ingolitsch

23-Jähriger spricht über Ungewissheit und Ex-Bullen-Clique

Der Bischofshofener (Pongau) Sandro Ingolitsch erlebte drei turbulente Bundesliga-Saisonen beim SKN St. Pölten. Nun steht der 23-jährige Salzburger zum ersten Mal ohne Verein da. Mit SALZBURG24 spricht der Rechtsverteidiger über die Ungewissheit während der Vereinssuche, internationales Interesse und Urlaub in der Heimat.

Bischofshofen

Sprinten, kämpfen, flanken – das sind die Eigenschaften, die Österreichs U21-Nationalteamspieler Sandro Ingolitsch auszeichnen. Der bei Red-Bull-Salzburg ausgebildete Fußball-Profi kickte die letzten drei Jahre in St. Pölten (9. Platz) und erlebte viele Höhen und Tiefen mit den Niederösterreichern.

"Es war ein Auf und Ab mit vielen schönen Erinnerungen und auch schweren Phasen. Vor allem nach der Corona-Pause war es eine sehr spezielle Saison", erklärte Ingolitsch beim Besuch in der SALZBURG24-Redaktion. Der Hype um den Youth-League-Sieger 2017 war nach seinem Abgang von den Bullen sehr groß. So groß, dass der Bischofshofener als damals 20-Jähriger nicht mit den Erwartungen umgehen konnte und nach seinem Wechsel aus Salzburg in der Bundesliga so richtig Fuß fassen musste.

Unter Kühbauer wurde Ingolitsch zum Dauerläufer

Der Dauerläufer (heuer mit 27 Bundesliga-Spielen), der zunächst weder unter Trainer Jochen Fallmann noch unter Oliver Lederer immer gesetzt war, entwickelte sich speziell in den letzten zwei Spielzeiten zu einem Fixpunkt im St. Pöltener Spiel. Für ihn persönlich lief es nach der Ära-Kühbauer ("Sterben auf dem Platz für Didi") auch unter Ranko Popovic sehr gut.

Auch im Nationalteam immer gesetzt

"Ich habe viele Spiele machen können und habe mich neben den Bundesliga-Partien auch im U21-Nationalteam ins Rampenlicht gespielt." Ingolitsch blickt auf eine "wunderbare Zeit in St. Pölten" zurück. Er habe viele Erfahrungen mitnehmen können. Nun lief sein Vertrag aus und der Rechtsverteidiger steht erstmals in seiner Karriere ohne Verein da. "Es ist nicht so einfach, wenn man ohne Klub dasteht, aber ich habe mir das ja selber ausgesucht", erklärte der 23-Jährige, der in den letzten zwei Wochen zuhause im Elternhaus Kraft tanken konnte.

Bruder Fabio Ingolitsch nimmt bei Wechsel wichtige Rolle ein

"Einfach abschalten und auch mal bewusst das Handy weglegen", sei Ingolitsch wichtig. Beim Sonnen und bei Ausflügen zu den Salzburger Seen holt sich Ingolitsch stets Tipps vom größeren Bruder Fabio, der beim FC Liefering als Co-Trainer die Talente von morgen ausbildet. "Er ist in dieser entscheidenden Phase schon sehr wichtig für mich, da er abseits des Geschehens ist und als Trainer eine andere Sichtweise hat", erklärt der Dani-Alves-Fan, der zudem verrät, dass es Interessenten aus der deutschen und italienischen zweiten Liga gibt.

Österreich oder Ausland? Salzburger hat drei Optionen

Konkrete Vereine wolle er nicht nennen, verriet dann aber doch, dass beim Vertragspoker der österreichische Bundesligist Sturm Graz ganz vorne mitmischt. Das bestätigte auch sein Berater Max Hagmayr, der auch ÖFB-Ass Valentino Lazaro betreut, auf S24-Anfrage. Der Salzburger will allerdings noch etwas abwarten, Möglichkeiten ausloten und sich in den kommenden zehn Tagen – sobald ein konkretes Angebot vorliegt – entscheiden. Bei einem Wechsel ins Ausland müsse für den Ex-Bullen das Gesamtpaket passen, auch eine fremde Sprache spiele bei der Zukunftsplanung eine Rolle. "Italienisch kann ich zwar nicht, aber dennoch reizt mich das Ausland. Es ist ein großes Ziel von mir", sagte der Pongauer.

 

Ex-Bullen-Clique urlaubt in Mozartstadt

Angst zum Saisonstart ohne Verein dazustehen habe er keine. Es sei aber "kein schönes Gefühl im Urlaub zu sein und nicht genau zu wissen, wie es weitergeht." Gemeinsam mit seinem Berater bastelt der Abwehrspieler an seiner Zukunft. Derzeit genießt Ingolitsch jedoch die freie Zeit mit seinen Freunden und Ex-Team-Kollegen Luca Meisl (Leihende in St. Pölten und auch auf Vereinssuche), Patrick Pentz (Austria Wien), Konrad Laimer (RB Leipzig) und Xaver Schlager (Wolfsburg) in Salzburg.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 04.08.2020 um 01:37 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/bundesliga/salzburger-fussball-profi-internationales-interesse-an-sandro-ingolitsch-90456532

Kommentare

Mehr zum Thema