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Cup-Finale als Startschuss

So soll der Fußball "coronafrei" bleiben

Salzburger leiten Covid-Studie

ÖFB-Cup Finale 2019 GEPA/Red Bull
Red Bull Salzburg visiert den siebten Cup-Titel der Vereinsgeschichte an.

Das Präventionskonzept der Fußball-Bundesliga kommt am Freitag (20.45 Uhr im S24-LIVETICKER) im ÖFB-Cup-Finale zwischen Red Bull Salzburg und Austria Lustenau im Klagenfurter Wörthersee-Stadion erstmals bei einem Spiel zur Anwendung. In dem 24-seitigen Dokument sind unter anderem Maßnahmen festgehalten, die eine Ansteckung von Spielern, Betreuern etc. verhindern sollen. Wir haben die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst.

Exakt 82 Tage liegen zwischen den letzten österreichischen Liga-Matches und dem Neustart. Mit dem Cupfinale wird der Sport endgültig mit dem ersten Fußball-Bewerbsspiel aus dem Tiefschlaf geholt. Hier die wichtigsten Punkte, die dafür sorgen sollen, dass sich die Protagonisten nicht mit Covid-19 anstecken.

Der ÖFB - Österreichischer Fußball-Bund veröffentlichte elf Handlungsempfehlungen für Amateurvereine:

Gepostet von SALZBURG24 am Dienstag, 12. Mai 2020

Farben sorgen für Unterteilungen

Bei einem Geisterspiel sollen maximal 200 Personen im Einsatz sein, sie werden in drei Gruppen unterteilt: Die rote Gruppe (maximal 75 Menschen pro Spiel) umfasst Spieler, Schiedsrichter, Trainer, medizinisches Personal oder Teammanager, also all jene Personen, welche die geltenden Abstandsregeln nicht einhalten können. Zur orangen Gruppe (50) zählen zum Beispiel Ordner, Mitarbeiter der TV-Produktion und Fotografen, zur gelben Gruppe (75) Journalisten oder Club-Offizielle.

Empfehlungen außerhalb des Fußballplatzes

Mitgliedern der roten Gruppe wird empfohlen, Kontakte mit haushaltsfremden Personen zu vermeiden, weitgehend in den eigenen vier Wänden zu bleiben, keine öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, die eigenen Kontaktpersonen zu notieren und deren Gesundheitszustand – so wie den eigenen - genau zu beobachten. Die Gruppe-Rot-Personen müssen ein "Gesundheitstagebuch" führen und sich einmal pro Woche einem PCR-Test unterziehen.

Vorgehen bei positivem Corona-Fall

Der Infizierte kann nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen. Der medizinische Verantwortliche des jeweiligen Clubs muss informiert und eine Selbstisolation angetreten werden, es ergeht eine Information an die Gesundheitsbehörden und an die Bundesliga.

In Kenntnis gesetzt werden alle Kontaktpersonen der roten Gruppe, eventuell auch das gegnerische Team, sofern 48 Stunden vor Auftreten der Symptome bzw. eines positiven Tests ein Kontakt erfolgte. An diese Personen ergeht eine Aufforderung zur Selbstisolation. Das Verlassen der eigenen vier Wände ist für sie nur noch für Training und Spiel erlaubt. An allen Kontaktpersonen der roten Gruppe werden PCR-Tests durchgeführt.

Regeln für den Spielbetrieb

Spielern und Trainern wird die Anreise mit dem eigenen Pkw empfohlen, bei Busreisen gibt es Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Die Aufenthaltsdauer in den ständig zu reinigenden Kabinen ist auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, angrenzende, freie Räumlichkeiten sind als zusätzliche Umkleidemöglichkeiten zu nutzen und der Mindestabstand von einem Meter ist zu gewährleisten, auch im Spielertunnel.

Das Einlaufen erfolgt zeitlich getrennt, es gibt keine Kinderbegleitung. Die Teams stellen sich nicht wie gewohnt zur Begrüßung auf, es gibt kein Abklatschen. Auf der Bank muss der Abstand von einem Meter eingehalten werden, notfalls dadurch, dass Ersatzspieler auf der Tribüne Platz nehmen.

Kinder desinfizieren Fußbälle

Es werden maximal fünf Ballkinder pro Spiel eingesetzt, deren Hauptaufgabe vor allem die Desinfektion der Bälle ist. Die Ballkinder müssen symptomfrei sein und, sollten sie minderjährig sein, das Einverständnis ihrer Eltern haben. Rund um das Spielfeld werden mindestens 20 Bälle aufgelegt. Beim Torjubel soll Körperkontakt, "wenn unbedingt nötig", ausschließlich über Ellbogen oder Füße erfolgen. Es wird empfohlen, beim Jubeln den Ein-Meter-Abstand einzuhalten.

Salzburger organisieren wissenschaftliche Corona-Studie

Red Bull Salzburg (erstes Liga-Match am 03. Juni) wird mit Unterstützung von zwei bis drei weiteren Vereinen eine wissenschaftliche Studie gemeinsam mit der Paracelsus Universität in Salzburg zu einem umfangreichen Contact-Tracing in Auftrag geben, deren Daten und Erkenntnisse mit dem Gesundheitsministerium geteilt werden. Damit sollen allgemeine Rückschlüsse für die weitere Vorgehensweise in verschiedensten Bereichen – zum Beispiel bei der Öffnung von anderen Mannschaftssportarten – gezogen werden können.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 08.03.2021 um 07:15 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/bundesliga/so-soll-der-fussball-coronafrei-bleiben-88019644

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