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Stankovic hält die Null

Bullen-Defensive erfreut Coach Marsch

Nach 3:0-Heimsieg gegen Ried

Cican Stankovic gegen SV Ried Red Bull/GEPA
Bullen-Keeper Cican Stankovic hielt seinen Kasten gegen die SV Ried sauber.

Salzburg-Coach Jesse Marsch freute sich nicht nur über den gestrigen Bundesliga-Heimsieg über die SV Ried, sondern besonders über die defensive Stabilität seiner Mannschaft.

Bei Red Bull Salzburg hat sich spätestens seit Mittwoch eine allgemeine Zufriedenheit eingestellt. Der souveräne 3:0-Heimerfolg über die SV Ried war nicht nur der zweite Sieg des Fußball-Meisters im zweiten Spiel dieses Jahres, sondern auch das zweite Spiel in Folge ohne Gegentor. Im Herbst musste sich der Tabellenführer einiges an Kritik für die vielen Gegentreffer anhören, umso größer ist nun die Genugtuung bei Trainer Jesse Marsch über die neue Stabilität in der Defensive.

Stankovic hält die Null fest

"So muss es weitergehen, vor allem mit dieser Zu-Null-Serie, denn damit wächst das Selbstvertrauen", erklärte der US-Amerikaner. Die letzten elf Bewerbspartien des Vorjahres beendeten die Bullen allesamt mit zumindest einem Gegentor, 2021 blieb Torhüter Cican Stankovic allerdings unbezwungen. Die neue Abwehrstärke sei "ein Teil Taktik, ein Teil Mentalität", erzählte Marsch.

Training in der Heimat half den Bullen

Zum im Vergleich zu 2020 deutlich besseren Jahresstart könnte auch eine Änderung in der Vorbereitung beigetragen haben. Im Jänner des Vorjahres übte man auf Rasenteppichen in Doha, danach gab es Probleme auf den von winterlicher Witterung gezeichneten heimischen Plätzen. "Diesmal war es wichtig, dass wir hiergeblieben sind", sagte Marsch.

Auf dem Rasen in Wals-Siezenheim verdrehte sich Rückkehrer Bernardo das Knie und musste ausgetauscht werden, die Blessur sollte laut Marsch jedoch nicht allzu schlimm sein. Selbst wenn der Brasilianer wochenlang ausfallen sollte, ist der Kader der Salzburger groß genug - oder fast schon zu groß. Gegen Ried saßen Kicker wie Andreas Ulmer, Mergim Berisha, Enock Mwepu und Karim Adeyemi auf der Bank.

Okugawa vor Abgang?

Masaya Okugawa schaffte es nicht einmal in den Kader und könnte die Salzburger noch in dieser Transferperiode verlassen, was an der heftigen Konkurrenz bei den Bullen nichts ändern würde. "Wir haben einen sehr guten und breiten Kader. Mein Job ist es, jeden Spieler zu fördern und ihm eine Chance zu geben. Jeder der Jungs kann bei mir aufzeigen. Wichtig ist zu sehen, dass sich jeder weiterentwickeln will und dass die Mentalität zu 100 Prozent passt", betonte Marsch.

Die Mentalität bei Ried war laut Trainer Miron Muslic vorbildlich. "Hätten wir in der zweiten Hälfte eine Sekunde nachgelassen, wäre Salzburg mit 6:0 oder 7:0 über uns drübergefahren. Wir haben mit Anstand verloren, die Reaktion in der zweiten Hälfte war für mich ganz wichtig", meinte der 38-Jährige. "Die Mannschaft hat Charakter und Zusammenhalt gezeigt, jeder war für den anderen da. Das sind wichtige Tugenden für die nächsten Wochen."

Altacher wie kopfloses Huhn

Für die zehntplatzierten Rieder geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen das fünf Zähler zurückliegende Schlusslicht Admira weiter. Punktegleich mit den Südstädtern ist der SCR Altach nach einer 1:3-Niederlage bei der WSG Tirol Vorletzter. "Nach dem ersten Tor hat die Mannschaft den Kopf hängen gelassen, sie ist wie ein Huhn ohne Kopf - das ist ein holländischer Spruch - über das Feld gelaufen", analysierte Trainer Alex Pastoor.

Wattens auf Meistergruppen-Kurs

Während die Altacher im Tabellenkeller verharren, befindet sich die WSG weiterhin in luftigen Höhen. Der Tabellenfünfte hat den Platz unter den Top sechs mit sechs Punkten Vorsprung auf den Siebenten Austria abgesichert und brachte sich im Rennen um einen Platz in der Meistergruppe in eine komfortable Position. "Wir sind völlig druckbefreit", sagte Trainer Thomas Silberberger vor dem direkten Duell bei der Austria am Sonntag. "Die Austria muss fast gewinnen, um an uns heranzukommen, uns genügt ein Unentschieden, was das betrifft", meinte Silberberger. Beide Teams halten nach zwei Runden im Jahr 2021 beim Punktemaximum.

Bei der WSG spielten sich vor allem die Angreifer Kelvin Yeboah und Nikolai Baden Frederiksen mit in Summe fünf Toren in diesem Jahr ins Rampenlicht. Von Sonderlob für die beiden 20-Jährigen nahm Silberberger nach dem Sieg gegen Altach aber Abstand. "Die ersten 10, 15 Minuten waren beide auf einem Egotrip." Erst nach einer Intervention seinerseits, mannschaftsdienlicher zu spielen, sei es plötzlich gelaufen.

(Quelle: APA)

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