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Schwache erste Hälfte

Nichts zu holen für Salzburg bei Sturm Graz

Rapid nun wieder auf drei Punkte an Bullen dran

Eine schwache erste Halbzeit war für Salzburg gegen Sturm Graz nicht mehr aufzuholen. Die Bullen verlieren in Klagenfurt verdient mit 1:2.

Für Red Bull Salzburg hat es nach dem Out in der Europa League auch in der Fußball-Bundesliga eine Enttäuschung gegeben. Der Serienmeister kassierte am Sonntagabend zum Abschluss der 19. Runde im Klagenfurter Wörthersee Stadion gegen Sturm Graz eine 1:2-Niederlage. Der Vorsprung des Tabellenführers auf Verfolger Rapid beträgt damit drei Spiele vor der Liga- und Punkteteilung nur noch drei Punkte. Sturm festigte Rang vier und rückte bis auf zwei Zähler an den LASK heran.

Graz tritt in Klagenfurt an

Die Grazer mussten im Ausweichstadion antreten, da der Merkur Arena aufgrund der schlechten Rasenqualität die Zulassung entzogen worden war, und fühlten sich dort sichtlich wohl. Lukas Jäger (9.) und Ivan Ljubic (22.) führten in der Anfangsphase gegen eine ohne zahlreiche Stammspieler angetretene "Bullen"-Elf" die Vorentscheidung herbei. Patson Daka gelang aus einem Elfmeter (78./17. Saisontor) nur das Anschlusstor. Die Steirer durften sich über eine gelungene Generalprobe vor dem ÖFB-Cup-Halbfinale am Mittwoch freuen. Da bekommen die Salzburger im selben Stadion wie am Sonntag die Chance, zurückzuschlagen.

Zweite Pleite in Folge für Salzburg

Für Salzburg-Trainer Jesse Marsch war drei Tage nach der 1:2-Niederlage bei Villarreal im Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League Rotation oberstes Gebot. Dabei war Jugend gefragt, rückten doch Oumar Solet, Luka Sucic, Nicolas Seiwald und Karim Adeyemi in die Startformation. Kapitän Andreas Ulmer, Zlatko Junuzovic oder auch Topstürmer Daka wurden zu Beginn geschont. Die erste Möglichkeit fanden programmgemäß die Gäste vor, Sucic scheiterte an Siebenhandl-Vertreter Tobias Schützenauer (6.).

Sturm extrem effizient

Auf der anderen Seite war die Effizienz kaum zu überbieten. Nach Jantscher-Ecke und Hierländer-Direktabnahme staubte Jäger mit einem hohen Schuss ab. Auch der zweite Treffer wurde über die linke Seite eingeleitet. Nach Dante-Flanke setzte sich Ljubic im Kopfballduell mit Albert Vallci durch und traf wuchtig ins Eck. Marsch wirkte an der Seitenlinie ratlos und reagierte bereits nach 37 Minuten mit der Hereinnahme von Daka für den sichtlich enttäuschten Adeyemi.

Berisha lässt "Hunderter" liegen

Die Miene des Salzburg-Trainer verbesserte sich in der Folge auch deshalb nicht, da Mergim Berisha eine hundertprozentige Chance ausließ, den Ball alleine auf Schützenauer zulaufend nicht nur am Goalie, sondern auch knapp am Tor vorbeischoss (43.). Genauso hätte aber auch Sturm durch Hierländer (45.) und David Nemeth (45.+2) nachlegen können.

Daka lässt Bullen hoffen

Nach Wiederbeginn nahm der Druck der Bullen in einer weiter umkämpften Partie kontinuierlich zu. Schützenauer konnte sich bei einem Ramalho-Kopfball auszeichnen, Mwepus Nachschuss ging drüber (63.). In der 77. Minute pfiff Oliver Drachta nach einem Foul von Hierländer an Seiwald Elfmeter, den Daka souverän verwertete. Daka stand gleich darauf auch im anderen Strafraum im Mittelpunkt, hatte Glück, dass Drachta ein Handspiel von ihm übersah (79.).

Nichts zu holen gegen Graz

Das Schlussfinish der zuvor in der Liga sechsmal in Folge siegreich gebliebenen Gäste blieb unbelohnt. Damit gewann Sturm nach dem 3:1 in Wals-Siezenheim auch das zweite Saisonduell mit dem Liga-Topteam. Zwei Siege gegen Salzburg nacheinander war zuletzt ebenfalls Sturm gelungen - im Herbst 2016. Klagenfurt bleibt ein guter Boden, da hatten die Steirer den Favoriten auch 2018 im Cup-Finale in die Knie gezwungen.

(Quelle: APA)

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