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Ungefährliche Bullen

Sturm Graz weist Salzburg in die Schranken

Steirer übernehmen Tabellenspitze

 SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - FC RED BULL SALZBURG APA/ERWIN SCHERIAU
Stefan Hierländer (Sturm Graz /2.v.r.) während der Admiral Bundesliga- Begegnung zwischen SK Puntigamer Sturm Graz und FC Red Bull Salzburg am Samstag, 30. Juli 2022, in der Merkur Arena in Graz. 

Sturm Graz hat Meister Red Bull Salzburg in der 2. Runde der Fußball-Bundesliga in die Schranken gewiesen. Die Steirer behielten am Samstag im Duell der beiden besten Teams der vergangenen Saison in der Merkur Arena nach überzeugender Vorstellung völlig verdient mit 2:1 (1:0) die Oberhand und übernahmen auch zumindest für einen Tag die Tabellenspitze.

Erfolgsgarant war Stürmer Rasmus Höjlund mit einem Doppelpack (23., 51.). Maurits Kjaergaard (87.) gelang das Anschlusstor.

Zweiter Sieg gegen Bullen in Folge

Sturm fixierte dadurch den zweiten Sieg gegen den Liga-Krösus in Folge nach einem 2:1 im 2021/22-Finish am 27. April. Damit untermauerte die Truppe von Trainer Christian Ilzer, dass es möglich sein könnte, heuer noch länger im Kampf um Rang eins mitmischen zu können. Jedenfalls konnte viel Selbstvertrauen für das anstehende Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League gegen den ukrainischen Rekordmeister Dynamo Kiew am Mittwoch (20.00 Uhr) im polnischen Lodz getankt werden.

Die am Mittwoch in einem Test gegen Liverpool 1:0 siegreich gebliebenen Salzburger halten nach der ersten Pflichtspiel-Saisonniederlage weiter bei drei Punkten. Die Mozartstädter hatten zum Start mit 3:0 gegen die Wiener Austria gewonnen. Sturm war vor 12.317 Zuschauern von Start weg extrem giftig und ließ mit dem aggressiven Spiel die Gäste überhaupt nicht zur Geltung kommen.

Sturm Graz greift an

Nach vorne lief der Ball zudem nach Wunsch, immer wieder wurde es im Salzburger Strafraum gefährlich. Glück hatte Bullen-Goalie Philipp Köhn noch bei einer Mischung aus Flanke und Schuss von Amadou Dante, die an der Latte landete (7.).

Der 24-jährige Schweizer drehte zwei Minuten später eine abgefälschte Höjlund-Hereingabe über die Latte. Gleich darauf verschätzte er sich bei einer Gazibegovic-Flanke völlig, hatte aber Glück, dass Jon Gorenc-Stankovic den Kopfball nicht aufs Tor brachte (9.). Ganz bitter wurde es für Köhn in der 23. Minute. Der Tormann konnte einen nicht idealen Rückpass von Bernardo nicht stoppen und der heranrutschende Höjlund beförderte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Manprit Sarkaria hätte die Führung ausbauen müssen, sein Schuss ging allerdings knapp vorbei und Köhn rettete im 1:1-Duell in höchster Not (jeweils 36.).

Salzburg in erste Hälfte ungefährlich

Salzburg war vor der Pause an Harmlosigkeit nicht zu überbieten, schoss kein einziges Mal gefährlich aufs Sturm-Tor. Matthias Jaissle versuchte mit der Hereinnahme von Kjaergaard und Andreas Ulmer einen frischen Impuls zu bringen, Sturm legte aber schnell nach. Ein Bilderbuchkonter wurde bereits am eigenen Strafraum gestartet und nach Zuspiel von Dante schnappte sich Höjlund noch in der eigenen Hälfte den Ball, ließ den wiedergenesenen Nicolas Capaldo im Laufduell einfach stehen und schloss wuchtig in bester Torjägermanier ab. Salzburg war danach noch mehr gezwungen, etwas nach vorne zu machen, konnte sich aber weiter kaum Topchancen herausspielen. Das Gefährlichste war lange Zeit ein Beinahe-Eigentor von Gregory Wüthrich (72.).

Spannendes Finish mit Anschlusstreffer

Im Finish wurde es aber doch noch einmal richtig spannend. Nach weiter Sucic-Flanke gab Ulmer per Kopf ideal zurück auf Kjaergaard, dessen Direktabnahme zum Anschlusstreffer führte. Danach ließ Benjamin Sesko die Chance auf den Ausgleich aus (90.). Zudem hielt Jörg Siebenhandl den Sieg mit einer Parade bei einem Seiwald-Weitschuss fest (95.). Keine Rolle konnte Salzburgs Rekordtransfer Lucas Gourna-Douat spielen, der sich im Training eine Bänderverletzung zugezogen hat. Bei den Steirern fiel das Fehlen der verletzten Offensiv-Stützen Jakob Jantscher und Otar Kiteishvili überhaupt nicht ins Gewicht. Nach dem Auftakt-1:1 beim WAC gab es im zweiten Anlauf den ersten Sieg.

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(Quelle: APA)

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