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"Trauriger Tag"

Freund mit klaren Worten zum LASK-Skandal

Salzburgs Sportdirektor verzichtet auf Kontakt zu Linzern

Der österreichische Fußball-Tabellenführer LASK hat am Donnerstag mit einem Verstoß gegen die Verordnung der Regierung für einen Skandal gesorgt. Heute äußerte sich Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund im SALZBURG24-Video zu der Causa. Zudem gibt Trainer Jesse Marsch Einblick zu den ersten Mannschaftstrainings und dem Fahrplan Richtung Cup-Finale.

Die Fußball-Bundesliga hat gestern – wie berichtet – beim zuständigen Senat 1 ein Verfahren gegen den LASK eingeleitet. Laut einer Aussendung wurden der Liga Videos übermittelt, welche ein reguläres Mannschaftstraining zeigen sollen. Derzeit sind aber aufgrund der Corona-Vorgaben nur Einheiten in Kleingruppen und in vorgegebenen Abständen erlaubt. Auch den FC Red Bull Salzburg haben bereits im Vorfeld Gerüchte rund um die unerlaubten Team-Einheiten bei den Linzern erreicht.

Freund will Aufklärung zum LASK-Skandal

"Es war ein trauriger Tag im Fußball. Ich konnte es nicht glauben und ich bin fassungslos. Es wurde sehr viel auf das Spiel gesetzt und es soll alles ans Tageslicht kommen", erklärte Salzburgs Sportdirektor im SALZBURG24-Video (siehe oben). Kontakt zu den Oberösterreichern soll Freund bislang keinen aufgenommen haben. Und er werde auch keine Kommunikation zum LASK suchen.

Besonders ärgere ihn das, weil es von allen Vereinen in dieser schwierigen Phase einen Schulterschluss gegeben habe und ein Konzept für das Fortfahren der Liga erarbeitet wurde. Die Bundesliga habe hier Verantwortung für alle Mannschaftssportarten oder auch den Nachwuchs. "Da verstehe ich überhaupt nicht, wie man sich der Verantwortung nicht bewusst sein kann", sagt Freund. Der Wettbewerbsvorteil sei ganz klar, weil Mannschaftstraining etwas ganz anderes ist.

Man hoffe in Salzburg, dass alles ans Tageslicht kommt und die Sache keine Auswirkung auf die Liga hat. Über eine fehlende Entschuldigung im Statement des LASK "soll sich jeder sein eigenes Bild machen".

Die Truppe rund um Chef-Coach Jesse Marsch hat heute um 10.30 Uhr nach einem Video-Studium das erste gemeinsame Mannschaftstraining aufgenommen. Der US-Amerikaner gibt für die verbleibenden zwei Wochen bis zum Cup-Finale einen Ausblick und spricht darüber, was es alles für den ersten Titel in der laufenden Saison braucht (siehe Video unten).

Wattens als erster Salzburger Prüfstein

Trainer Jesse Marsch sah die ungewohnte Situation, die fast wirkte wie ein Liga-Neustart nach der Sommerpause, gelassen. Schließlich müssten alle Vereine das Gleiche durchmachen, betonte Marsch. Und die Begeisterung bei den Spielern für das erste gemeinsame Training "bei typisch englischem Fußballwetter" sei in jedem Fall "groß".

Die kurze Vorbereitungszeit vor dem Finale macht Jesse Marsch nur wenig Sorgen. "Das Ziel ist es, so nah wie möglich an 100 Prozent unserer Leistungsfähigkeit zu kommen." Dafür wurden in den vergangenen Wochen auch dreimal Spielbelastungen und die Abläufe eines Spieltages simuliert. In den Kleingruppentrainings ruhte der Fokus auf der Fitness, jetzt geht es darum, viel Elf gegen Elf spielen zu lassen. Am Freitag findet zudem ein Testspiel gegen Wattens an.

Als Vorteil sah der US-Amerikaner, dessen Truppe in der Liga drei Punkte hinter dem LASK liegt, die bevorstehenden englischen Wochen mit Spielen alle drei oder vier Tage. Das sei sein Team aufgrund des Europacups und der vielen Teamspieler sowieso gewohnt. Zudem ist die Vorfreude auf die entscheidende Phase der Meisterschaft ohnehin groß: "Wir leben im Fußball alle für solche Spiele wie die Play-offs."

(Quelle: SALZBURG24)

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