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Trefferfreudiger Dabbur als "Siegesgarant" der Bullen

Dabbur gedachte während des Matches seines verstorbenen Onkels. APA/AFP/JOE KLAMAR
Dabbur gedachte während des Matches seines verstorbenen Onkels.

Salzburgs Siegesserie ist maßgeblich mit einem Mann verbunden: Munas Dabbur. Der 26-Jährige präsentiert sich derzeit in blendender Trefferlaune und hat gute Chancen, sich in der Fußball-Bundesliga ein weiteres Mal zum Torschützenkönig zu krönen. Am Sonntag (17.00 Uhr) kann der Israeli bei Sturm Graz sein Konto weiter aufstocken: 2017/18 schenkte Dabbur den "Blackys" fünf Treffer ein.

"Sind sie glücklich über ihre Treffer?", wurde Dabbur auch am vergangenen Donnerstag gefragt, nachdem er zwei Tore zur 3:1-Gala der Bullen über Celtic Glasgow beigesteuert hatte. Dabbur hat die Frage schon oft beantwortet: "Ich bin sehr glücklich", pflegt er dann zu sagen. Und: "Das wichtigste ist, dass mein Team gewonnen hat." So ähnlich antworten freilich viele Torschützen, bei Dabbur ist ein Treffer aber quasi die Sieggarantie. In der Vorsaison war Salzburg in 21 von 22 Partien, in denen Dabbur einnetzte, auch der Gewinner. In der laufenden Saison gilt das weiterhin - mit Ausnahme des bitteren 2:2 gegen Roter Stern, das die Champions League kostete.

Red Bull witzelt über Dabbur

Vor dem Spiel erlaubte man sich beim Verein allerdings einen Scherz auf Kosten Dabburs. Der 26-Jährige hatte am Mittwoch die Pressekonferenz vor dem Spiel "verschwitzt", wie es auf Anfrage hieß. Daraufhin posteten die Bullen einen kleinen Seitenhieb auf Twitter.

Dabbur mit Doppelpack bei EL-Match

Am Donnerstag unterstrich der technisch starke Kicker aber, aktuell Israels wertvollster Teamspieler, mit dem Doppelpack seine Bedeutung für die Mannschaft und nutzte den ersten Torjubel auch für eine persönliche Botschaft: Ein Unterleibchen mit der Aufschrift "R.I.P. UNCLE" kam zum Vorschein. "Vor drei Tagen ist mein Onkel gestorben. Ich konnte nicht zur Familie. Ich hoffe, er ist stolz auf mich", erklärte Dabbur.

Davon ist auszugehen. Bei 16 Pflichtspieleinsätzen 2018/19 hat es Dabbur bereits 15-mal "klingeln" lassen, alle 84 Minuten getroffen. Ein Schnitt, durchaus eines Cristiano Ronaldo würdig. Kein Vergleich zu seiner Anfangszeit in Salzburg, als der 7-Millionen-Euro-Transfer von den Grasshoppers im Herbst 2016 nur auf sechs Tore und vier Assists gekommen war. Im Frühjahr 2017 holte er sich dann bei seinem Schweizer Ex-Club Selbstvertrauen und wurde unter Neo-Coach Marco Rose 2017/18 schließlich mit 17 Treffern Bundesliga-Torschützenkönig.

Dabbur ist auf bestem Wege, nahtlos dort fortzusetzen. Derzeit hält er bei sieben Toren, er dürfte seine aktuell gefährlichsten Verfolger Rene Gartler (6/St. Pölten) und Michael Liendl sowie Marc Andre Schmerböck (je 5/beide Wolfsberg) im Laufe der Saison noch abschütteln. Marc Jankos Rekord-Marke von 39 aus der Saison 2008/09 scheint aber ungefährdet. Dank des neuen Bundesliga-Modus' absolvieren Österreichs Meister und Vizemeister nur 32 anstelle von 36 Partien. Dabbur müsste in den verbleibenden 23 Matches also 32 Mal treffen.

(APA/S24)

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