Jetzt Live
Startseite Fußball
Covid-Fall bei Maccabi

Salzburg muss trotz Lockdowns nach Tel Aviv

Trainer Marsch "möchte nicht in Israel spielen"

Jesse Marsch, Red Bull Salzburg APA/BARBARA GINDL
Jesse Marsch äußerte Bedenken wegen eines Spiels in Israel.

Am Donnerstagabend hat Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg endlich Klarheit über den Spielort für das Hinspiel des Champions-League-Play-off-Duells mit Maccabi Tel Aviv erhalten. Die Auswärtspartie gegen den israelischen Meister, der einen Coronafall im Team vermeldete, findet trotz des Corona-Lockdowns in dem Nahost-Staat am kommenden Dienstag im Bloomfield-Stadion in Tel Aviv statt.

Das habe die UEFA festgelegt, hieß es in einer Aussendung. Zuschauer werden keine zugelassen sein. Salzburgs Trainer Jesse Marsch hatte zuvor Gesundheitsbedenken geäußert. "Ich persönlich möchte nicht in Israel spielen. Weil es ist gefährlich momentan, es ist gefährlich für unsere Gruppe", erklärte Marsch am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Die jüngsten Zahlen markierten mit offiziell 5.523 neuen Fällen ein Rekordhoch, in Israel sind bisher 1.147 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben.

Maccabi-Spieler positiv auf Coronavirus getestet

Im Kader von Maccabi ist zudem ein Corona-Fall aufgetreten. Wie israelische Medien berichteten, wurde Dan Glazer am Donnerstag positiv auf Covid-19 getestet. Der Mittelfeldspieler hatte beim Sieg gegen Dinamo Brest am Mittwochabend durchgespielt. Maccabi bestätigte die Berichte am Abend. Man habe alle Spieler und Betreuer neuerlich durchgetestet, hieß es vonseiten des israelischen Meisters.

Glazer befindet sich der Mitteilung zufolge in Selbstisolation. Der 23-Jährige war vergangene Saison von den Fans als Spieler des Jahres ausgezeichnet worden. Glazer hatte sich einem Test unterzogen, nachdem sein ebenfalls als Fußball-Profi spielender Bruder positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Seine Testung vor der Partie gegen Brest war laut Medienberichten negativ ausgefallen.

Salzburg am Samstag zunächst gegen Altach

Unbeeindruckt davon soll die Vorbereitung der Salzburger laufen. Zunächst steht sowieso die Bundesliga-Heimpartie gegen Altach am Samstag an.

Alle Versuche, die Champions League seit dem Red-Bull-Einstieg 2005 via Qualifikation zu erreichen, scheiterten bisher. Das ist auch dem in dieser Sache unbefleckten Marsch bewusst. "Ich glaube, dass in der Vergangenheit viele im Verein hier Stress und Angst vor so einer Quali-Runde hatten, weil sie es nicht geschafft haben", sagte Marsch. "Aber im Moment haben wir eine Gruppe, die versteht, was Champions League bedeutet und was es dazu braucht. Das ist ein Vorteil für uns."

(Quelle: APA)

Zweiter Lockdown ab Freitag in Israel

In Israel steigen die Infektionszahlen
A member of the Magen David Adom (Red Shield of David) national emergency medical service performs a swab sample test for COVID-19 coronavirus disease through the window of a vehicle at a drive-through testing station in the Druze village of Buq'ata in the Israel-annexed Golan Heights on September 10, 2020. (Photo by JALAA MAREY / AFP)

In Israel kommt es wegen steigender Coronazahlen zu einem neuen landesweiten Lockdown. Die israelische Regierung stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für drastische Ausgangsbeschränkungen, die ab Freitagnachmittag zunächst für drei Wochen gelten sollen. Geschlossen werden Schulen, Kindergärten, Hotels, Restaurants und Einkaufszentren.

Menschen dürfen sich demnach nur bis zu 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte, angesichts steigender Infektionszahlen hätten Klinikleiter "die rote Fahne erhoben". Es seien sofortige Maßnahmen notwendig. "Unser Ziel ist es, den Anstieg zu stoppen." Israel ist das erste Land seit der Wiederöffnung im Frühjahr, das einen neuerlichen Lockdown verhängt. In der ersten Coronawelle war das Land ebenfalls einer der Vorreiter gewesen.

Aufgerufen am 13.04.2021 um 01:16 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/champions-league-red-bull-salzburg-muss-trotz-lockdowns-nach-tel-aviv-92984743

Kommentare

Mehr zum Thema