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Nach Tel-Aviv-Spiel

Drei positive Corona-Tests bei Red Bull Salzburg

Betroffene in Quarantäne

20200930_PD12302.HR.jpg APA/BARBARA GINDL/Archiv
Die ersten Tests nach dem Play-off-Spiel der Champions League bei Maccabi Tel Aviv in Israel hätten die positiven Corona-Befunde ergeben, teilte der Club in den sozialen Netzwerken mit. (SYMBOLBILD)

Das Coronavirus hat Red Bull Salzburg erwischt. Österreichs Fußball-Meister gab am Sonntagvormittag bekannt, dass drei Spieler einen positiven Covid-19-Test abgegeben haben. Das Trio ist in Quarantäne, das Bundesligaspiel gegen TSV Hartberg am Nachmittag findet statt. Salzburg stellt aber nun keine Spieler für die diversen Nationalteams ab, was auch das ÖFB-Team trifft.

Die Tests waren am Freitag, zwei Tage nach dem Rückspiel im Play-off zur Champions League gegen Maccabi Tel Aviv durchgeführt worden. Der israelische Meister war vom Virus stark getroffen worden, dennoch mussten die "Roten Bullen" aufgrund einer UEFA-Entscheidung gegen Maccabi antreten.

ℹ️ Offizielles Statement

Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Sonntag, 4. Oktober 2020

Coronavirus: Salzburg will keine Verbindung zu Tel Aviv herstellen

Eine Verbindung wollte Salzburg aber nicht herstellen. "Es lässt sich nicht ermitteln, woher das kommt. Wir werden uns hüten, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen", teilte der Verein mit. Immerhin seien vor dem Spiel alle Kicker sowohl von Salzburg als auch von Maccabi negativ getestet worden.

Betroffen Kicker in Quarantäne

Die drei Betroffenen, deren Namen nicht genannt wurden, sind laut Club aktuell symptomfrei und hätten sich in Quarantäne begeben. Der Rest des Teams begab sich in Mannschaftsquarantäne. Das bedeutet, dass sich die Spieler und Betreuer nur zwischen Wohnung und Trainings- sowie Spielort bewegen dürfen.

Keine Nationalspieler abgestellt

Allerdings werden nun keine Nationalspieler für die bevorstehenden Länderspiele abgestellt. Das betrifft rund ein Dutzend Spieler unterschiedlicher Nationalität. Für das ÖFB-Team, das ein Heim-Testspiel gegen Griechenland (7.10.) bestreitet und in der Nations League jeweils auswärts auf Nordirland (11.10.) und Rumänien (14.10) trifft, fallen nun Torhüter Cican Stankovic und Linksverteidiger Andreas Ulmer aus. Zudem können die auf Abruf nominierten Verteidiger Maximilian Wöber und Albert Vallci nicht nachnominiert werden. ÖFB-Teamchef Franco Foda war davor schon LASK-Torhüter Alexander Schlager, zuletzt die Nummer eins im Team, ausgefallen.

Spiel in Israel: UEFA-Entscheidung fragwürdig

Auch wenn Salzburg die Corona-Fälle nicht auf die beiden Duelle mit Maccabi zurückführt, erscheint die Entscheidung der UEFA noch fragwürdiger. Salzburg hatte gegen Maccabi Tel Aviv antreten müssen, obwohl in Israel und bei Maccabi das Coronavirus heftig grassierte. Israel hatte Mitte September mit einem Rekordhoch an positiven Corona-Fällen zu kämpfen und verhängte einen Lockdown. Bei Maccabi waren vor dem Hinspiel laut israelischen Medienberichten sieben Spieler und sieben Mitglieder des Betreuerstabs positiv getestet worden. Schließlich sollen rund um die beiden Partien insgesamt elf Spieler von Maccabi einen positiven Coronatest abgegeben haben.

Match trotz Bedenken ausgetragen

Die UEFA allerdings entschied trotz Salzburger Bedenken, dass die Spiele wie geplant ausgetragen werden. Salzburg flog mit einem reduzierten Tross nach Tel Aviv, gewann am 22. September gegen den stark ersatzgeschwächten israelischen Meister mit 2:1 und schaffte am 30. September mit einem 3:1 im Rückspiel den Sprung in die lukrative Gruppenphase der Champions League.

Contact Tracing auf Hochtouren

Die Salzburger Spieler wurden rund um die Begegnungen alle zwei, drei Tage getestet, stets negativ, ehe am Freitag drei positive Tests abgegeben wurden. Laut Mitteilung der Stadt Salzburg läuft das Contact Tracing seit Bekanntwerden am Samstagabend auf Hochtouren. Zudem wird die Kontrollhäufigkeit in nächster Zeit erhöht.

Unverändert geplant ist aber das Testspiel von RB Salzburg am kommenden Donnerstag gegen AS Monaco.

(Quelle: APA)

Bullen-Gegenspieler mit Coronavirus infiziert?

Ofir Davidzada APA/AFP/JACK GUEZ
Ofir Davidzada (re.) soll positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Der Linksverteidiger spielte gegen FC Salzburg durch.

Laut israelischen Medienberichten von Donnerstagfrüh ist bei Maccabi Tel Aviv ein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ofir Davidzada stand im Champions-League-Play-off das gesamte Spiel gegen Red Bull Salzburg auf dem Feld.

Jetzt könnte das ohnehin schon sehr heikle Duell noch wildere Ausmaße annehmen.

Tel-Aviv-Spieler angeblich mit Coronavirus infiziert

Dass bei Salzburgs Gegner Maccabi Tel Aviv bereits vor Anpfiff schon Covid-19 wütete, war allen bekannt. Auch dem europäischen Fußballverband UEFA. Bei neun Spielern und acht Betreuern wurde das Coronavirus festgestellt.

 

Trotz zahlreich infizierter Kicker erhielt das Team vom israelischen Gesundheitsministerium und der UEFA die Erlaubnis, das Training fortzusetzen und auch das Spiel in Tel Aviv auszutragen. Nun ist Linksverteidiger Ofir Davidzada zwei Tage nach dem Duell ebenso positiv auf Covid-19 getestet worden, heißt es laut dem gewöhnlich gut informierten israelischen Medium sportrabbi.

Davidzada stand gegen Salzburg 90 Minuten auf dem Feld

Brisant: Abwehrmann Davidzada spielte die gesamte Partie durch, traf vorwiegend auf Masaya Okugawa, Rasmus Kristensen und Co.

Alle Bullen derzeit negativ

Auf SALZBURG24-Anfrage gab es bei den Bullen Donnerstagfrüh erste Entwarnung. "Alle Corona-Tests von gestern fielen negativ aus", erklärte ein Klubsprecher. Am Freitag finden bei Red Bull Salzburg vor dem Bundesliga-Duell gegen Ried weitere Corona-Tests statt.

Bleibt nur zu hoffen, dass das auch so bleibt. Denn in Anbetracht der Inkubationszeit kann eine Infektion auch erst ein paar Tage später auftreten.

Aufgerufen am 20.10.2020 um 10:52 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/coronavirus-drei-positive-tests-bei-red-bull-salzburg-93720748

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