Jetzt Live
Startseite Fußball
Goldtor zu EM

Szoboszlai wird Ungarns gefeierter Held

Salzburg-Profi trifft in Nachspielzeit zum Sieg

Dominik Szoboszlai, Ungarn Twitter/UEFA EURO 2020
Dominik Szoboszlai erzielte Ungarns Siegestreffer gegen Island.

Dominik Szoboszlai hat Ungarn zur Fußball-EM geschossen. Der Salzburg-Profi traf im Play-off-Finale gegen Island in der 92. Minute zum Sieg für die Magyaren. Die Isländer lagen bis zur 88. Minute mit 1:0 voran, ehe die Hausherren die Partie zum 2:1-Sieg noch drehen konnten. Ungarn, mit Budapest Co-Gastgeber der EM, darf sich beim Turnier im kommenden Jahr damit in der topbesetzte Gruppe mit Weltmeister Frankreich, Europameister Portugal und Ex-Weltmeister Deutschland messen.

In Budapest schien Gylfi Sigurdsson die Isländer nach einem schweren Patzer von Peter Gulacsi zur EM geführt zu haben. Den zentral angetragenen Freistoß des Mittelfeldmannes in der 11. Minute ließ der Leipzig-Torhüter durch die Hände rutschen. Die Ungarn, bei denen Cheftrainer Marco Rossi nach einer Corona-Infektion nicht dabei war, rannten danach lange vergeblich an. Der gebürtige Franzose Loic Nego schoss drei Minuten nach seiner Einwechslung aber etwas glücklich den Ausgleich (88.).

Bulle Szoboszlai schießt Ungarn zur Europameisterschaft

Danach hatten auch die Isländer noch eine Möglichkeit, ehe Szoboszlai, der bei RB Leipzig hoch im Kurs steht, nach einem Gegenstoß durch das Mittelfeld sprintete und per platziertem Fernschuss genau ins Eck traf. Zu Wochenbeginn war nach positiven Coronatests bei Salzburg noch unsicher gewesen, ob der 20-Jährige seinem Team im Entscheidungsspiel überhaupt zur Verfügung stehen kann.

Auch Schottland beim Großturnier dabei

Schottland ist erstmals seit der WM 1998 bei einer Endrunde dabei. In Belgrad setzten sich die Gäste mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen Serbien durch. Nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden. Die Schotten werden sich bei der EM in der Gruppe mit England, Kroatien und Tschechien einreihen. Die Slowakei schaffte nach einem 2:1 nach Verlängerung in Nordirland den Sprung zur EM. Dort sind Polen, Spanien und Schweden die Gegner.

Serbien hatte bei Dauerregen im Roter-Stern-Stadion in der ersten Halbzeit durch Sasa Lukic die beste Möglichkeit (23.), in einem ansonsten chancenarmen Spiel erwischten die Gäste dann den besseren Start in die zweite Halbzeit. Kurz nachdem Schottlands Kapitän Andy Robertson dem 1:0 nahe gekommen war, traf Ryan Christie (52.) nicht scharf, aber platziert via Innenstange. Die Schotten hielten das Resultat bis zur Schlussminute der regulären Spielzeit, leisteten sich bei einem Eckball der Serben dann aber eine Unachtsamkeit. Der eingewechselte Real-Stürmer Luka Jovic traf ungedeckt per Kopf.

Serbien geht leer aus

Die "Bravehearts" wirkten danach angeschlagen. Serbien dominierte, konnte dies aber nicht mehr in Tore ummünzen. Es folgte die Entscheidung vom Elferpunkt. Alle Schützen auf beiden Seiten trafen, ehe Aleksandar Mitrovic als fünfter Akteur für die Serben antrat und an Schottlands David Marshall scheiterte. Der hatte bereits im Play-off-Halbfinale gegen Israel in der Elferentscheidung das bessere Ende für sich gehabt.

Nordmazedonien hatte sich durch ein 1:0 (0:0) in Georgien in die Gruppe mit Österreich, den Niederlanden und der Ukraine gehievt.

Nordirland zittert sich zur EM

Erstmals seit 62 Jahren hätten sich alle vier Teams von Großbritannien für ein Turnier qualifizieren können. Nordirland erlebte drei Tage vor dem Nations-League-Gastspielpiel in Wien gegen Österreich aber bittere Momente. Juraj Kucka schoss die Slowaken in Belfast in der 17. Minute voran, wobei er von einer misslungenen Kopfballrückgabe profitierte. Die Nordiren verstärkten zu Beginn der zweiten Halbzeit den Druck, erst die Schlussoffensive brachte jedoch den Ausgleich. Milan Skriniar (88.) lenkte den Ball ins eigene Tor. Kyle Lafferty traf noch in der regulären Spielzeit die Stange. In der Verlängerung erzielte Michal Duris in der 110. Minute schließlich das entscheidende Tor.

(Quelle: APA)

Szoboszlai-Transfer zu Leipzig naht

Eintracht Frankfurt, FC Salzburg, Dominik Szoboszlai GEPA/Red Bull
Dominik Szoboszlai:

Nach dreieinhalb Jahren bei Red Bull Salzburg steht Dominik Szoboszlai kurz vor dem Absprung aus der Mozartstadt. Der erst 20-jährige Offensivmann gilt als heißeste Zukunfts-Aktie im österreichischen Fußball. Nun soll RB Leipzig bei einer Verpflichtung des Ungarn ernst machen. Passend zu dem brandheißen Gerücht, soll der Mietvertrag des Bullen nach SALZBURG24-Informationen mit Jahresende auslaufen und nicht verlängert werden.

Just im Sommer wurde wild um die Zukunft des Flügelspielers diskutiert. Top-Vereine wie der FC Arsenal, Atletico Madrid, AC Milan, Lazio Rom und die Tottenham Hotspurs sollen am Mega-Talent dran gewesen sein.

Marsch deutet Szoboszlai-Abgang an

Der 20-Jährige entschied sich vor elf Wochen jedoch in Absprache mit seiner Familie und seinem Berater für Salzburg und die zweite gemeinsame Champions-League-Saison. Wie lange Szoboszlai den Bullen die Treue halten würde, verriet er jedoch nicht. Indes ließ Salzburgs Trainer Jesse Marsch mit einer Aussage interessante Details durchsickern: "Ich freue mich sehr, dass er bleibt. Es ist sicher, dass wir ihn in den nächsten sechs Monaten brauchen (siehe Video unten bei 04:10 Minuten).

Schluss mit Rätselraten: Szobo bleibt ????

Schluss mit Rätselraten: Szobo bleibt ????

Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Mittwoch, 26. August 2020

Die Aussage Marschs ließ viel Raum für Spekulationen offen. Während viele bereits im Sommer mit einem Abgang des Kreativgeists gerechnet haben, dies jedoch ausblieb, verhärten sich die Anzeichen nun auf einen Transfer.

 

Mietvertrag von Szoboszlai läuft aus

Erstens: Laut SALZBURG24-Informationen soll der Mietvertrag in seiner Wohnung im Stadteil Liefering nur mehr bis Jahresende datiert sein und eine Verlängerung kein Thema sein. Und zweitens berichtet nun auch die gut informierte Sportbild, die zuletzt viele Transfers vorher wussten, von einem anstehenden Wechsel zu RB Leipzig. Für rund 20 Millionen Euro plus Nachschlag und Weiterverkaufsbeteiligung soll er zu den Sachsen transferiert werden.

Am Donnerstag spielt er mit der ungarischen Nationalmannschaft gegen Island um einen der letzten vier Startplätze für die die EM 2021.

Anfang Juli schlug der "Schwesternklub" bereits beim Ex-Salzburger Hee-Chan Hwang zu. Sollte der Deal fixiert werden, wäre Szoboszlai der 25. Spieler, der zwischen Salzburg und Leipzig hin- und hergeschoben werden würde.

Aufgerufen am 25.11.2020 um 11:57 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/dominik-szoboszlai-wird-ungarns-gefeierter-held-95572231

Kommentare

Mehr zum Thema