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Europa League: Salzburg schlägt sensationell Olympique Marseille

Dabbur (re.) hatte mehrere Chancen und belohnte sich mit dem Siegtor. Red Bull / GEPA
Dabbur (re.) hatte mehrere Chancen und belohnte sich mit dem Siegtor.

Im zweiten Gruppenspiel der Europa League hat Red Bull Salzburg am Donnerstag den ersten Sieg eingefahren. Gegen Olympique Marseille setzten sich die Bullen verdient mit 1:0 (0:0) durch. Damit führt die Rose-Elf nun Gruppe I an.

Salzburg, das den namhaften Gegner mit viel Aggressivität und Laufbereitschaft in eine Nebenrolle drängte, darf nach dieser Vorstellung wohl auch mit dem Gruppensieg, jedenfalls mit dem Aufstieg liebäugeln. Einen wichtigen Schritt könnte man im nächsten Gruppenspiel am 19. Oktober auswärts bei Konyaspor (3 Punkte) tun, das mit dem 2:1 über Schlusslicht Vitoria Guimaraes (1) am Donnerstag den ersten Sieg feierte.

Rose: "Team an Grenzen gekommen"

"Ich denke nicht, dass eine Mannschaft heute viel besser war. In der zweiten Halbzeit hatten wir jedoch weniger Chancen", analysierte OM-Coach Rudi Garcia. Salzburgs Trainer Marco Rose lobte sein siegreiches Team: "Meine Mannschaft ist wieder an ihre Grenzen gekommen. Wie stark und entschlossen sie nach der schwächeren ersten Halbzeit zurückkommen sind, macht mich stolz."

Nur vier Feldspieler auf Ersatzbank

Salzburg-Coach Marco Rose hatte vor dem Spiel eine weitere Hiobsbotschaft aus der um schon sieben Spieler dezimierten Personalabteilung erhalten. Für Fredrik Gulbrandsen rückte deswegen für den am Donnerstag erstmals ins ÖFB-Team einberufene Hannes Wolf in die Spitze, im Mittelfeld gab Xaver Schlager nach fast sechs Monaten sein Startelf-Comeback. Die Bank war mit vier Feldspielern (Onguene, Meisl, Atanga, Farkas) nicht einmal gefüllt. OM-Coach Garcia hatte im Vergleich zum jüngsten Ligaspiel seiner Mannschaft sieben Veränderungen vorgenommen, der nicht voll fitte Dimitri Payet stand gar nicht im Kader.

Das Spiel war über weite Strecken offen, beide Teams egalisierten sich im Mittelfeld. /Red Bull/GEPA Salzburg24
Das Spiel war über weite Strecken offen, beide Teams egalisierten sich im Mittelfeld. /Red Bull/GEPA

Pressing verhindert Chancen für OM

Salzburg kam mit OM von Beginn an gut zurecht. Marseille mit seiner Offensivarmada verzeichnete im letzten Drittel kaum gute Aktionen geschweige denn Schüsse. Das frühe Attackieren der Salzburger unterband nicht nur viele potenzielle Angriffe der Franzosen, sondern führte auch zu mehr oder weniger gefährlichen eigenen Aktionen. Die Beste fand Dabbur nach fast einer halben Stunde vor, nachdem sich der unter Druck gesetzte Goalie Yohann Pele verdribbelt hatte. Doch Dabbur zögerte zu lange, seinen Schuss konnte Adil Rami noch knapp vor der Linie klären (29.). Davor hatte schon Paulo Miranda mit einem von Pele geklärten Kopfballaufsetzer erstmals für Gefahr gesorgt (20.).

Dabbur belohnt sich mit Siegtor

Dabbur war es auch, der eine starke zweite Hälfte der Salzburger mit einem satten Flachschuss eröffnete, den Pele ins Aus lenkte. Den folgenden Eckball köpfelte Miranda neben das Tor (48., 49.). Es war der Beginn der ersten dominanten Phase der Hausherren, die vor allem über die Flanken viel Druck ausübten - etwas, das vor der Pause noch nicht geklappt hatte. Auch von einem knapp neben das Tor gesetzten Freistoß von Florian Thauvin (59.) ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil. Was folgte, war ein abgefälschter Schlager-Schuss über das Tor (54.) und schließlich das entscheidende Tor. Im dritten Anlauf ließ sich Dabbur nicht mehr bitten, schloss eine schöne Kombination über Berisha und den von rechts perfekt hereingebenden Stefan Lainer aus wenigen Metern ab.

Bullen halten Druck aufrecht

Zwar brachte Garcia im Finish mit Kostas Mitroglou und Clinton N'Jie frische Offensivkräfte, von einer Schlussoffensive war Marseilles war aber wenig zu sehen - nicht zuletzt, weil Valon Berisha und Co. bis zum Ende höchsten Einsatz an den Tag legten. Einzig Bouna Sarr hatte kurz vor dem Ende von der Strafraumgrenze noch eine durchaus gute Chance auf den Ausgleich, traf aber das Tor nicht (88.).

Salzburg vs. Marseille 1:0 (0:0)

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Haidara, Samassekou, Schlager (59. Atanga), Berisha - Wolf, Dabbur
Marseille: Pele - Sarr, Rami, Rolando, Evra - Kamara, Luiz Gustavo (77. Zambo Anguissa), Sanson - Thauvin (74. N'Jie), Germain, Lopez (79. Mitroglou)
Tore: Dabbur (73.)

Auch Skisprung-Star Stefan Kraft ließ sich den EL-Kracher nicht entgehen. /Red Bull/GEPA Salzburg24
Auch Skisprung-Star Stefan Kraft ließ sich den EL-Kracher nicht entgehen. /Red Bull/GEPA

(Quelle: S24)

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