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Europa League

Salzburg will gegen Leipzig Aufstieg fixieren

Ausgerechnet im Prestigeduell mit RB Leipzig kann der FC Salzburg am Donnerstag in der ausverkauften Red-Bull-Arena in Wals-Siezenheim den Aufstieg ins Sechzehntelfinale der Europa League fixieren. "Wir brauchen einen Punkt und ich glaube, dass Leipzig zwei Siege brauchen wird, um in die nächste Runde zu kommen", sagt Salzburg-Coach Marco Rose über die Ausgangslage vor der Partie. Wir berichten am Donnerstag ab 18.45 Uhr im LIVETICKER.

Salzburg reicht ein Remis gegen die Sachsen, um den Gruppensieg am Donnerstag zu fixieren. Der deutsche Bundesligist liegt sechs Zähler hinter Salzburg und punktgleich mit Celtic Glasgow auf Rang zwei. "Ein Sieg würde für uns die Qualifikation für die nächste Runde bedeuten, das ist das Allerwichtigste. Es wäre aber keine besondere Genugtuung für mich", gab Rose Einblick.

Salzburg strotzt vor Selbstvertrauen

   Da auch die österreichischen Bullen noch nicht ganz durch sind, kann es logischerweise keine Schützenhilfe der Salzburger geben. "Wer jetzt sagt Stallorder, das geht mir zu weit mit jeglicher Phantasie", betonte Rose. Die zahlreichen Medienspekulationen bzw. -berichte im Vorfeld der Partie findet er übertrieben. "Ich verstehe, dass es spannend ist für die Medien und die Leute und dass die Partie Brisanz birgt" sagte Rose, bat aber gleich darauf: "Bitte runter vom Gas". Man mache jedenfalls nicht mehr aus der Partie als sie sei.

   Sein Team strotzt vor Selbstvertrauen. Mittlerweile 52 Pflichtspiele haben die Salzburger zu Hause nicht mehr verloren, im Europacup sind sie vor eigenem Publikum 15 Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Bei der Generalprobe gab es einen 4:0-Erfolg in Hartberg, es war der 13. im 15. Ligaspiel. "Wir wissen, wozu wir imstande sind", betonte Rose.

Rose erwartet spannendes Spiel

   Hartberg kann man mit Leipzig aber klarerweise nicht vergleichen, auch wenn RasenBallsport zwei der jüngsten drei Pflichtspiele verloren hat. "Mit Leipzig kommt ein extrem ambitionierter Bundesligist aus Deutschland, der zuletzt einen kleinen Ausrutscher hatte, aber eine gute Form hat", analysierte Salzburgs Trainer, der das Verhältnis zu Leipzigs Ralf Rangnick als "gut" bezeichnete.

   Man habe jedenfalls eine "schwierige Aufgabe" vor der Brust. "Sie verteidigen grundsätzlich sehr kompakt, haben in den letzten Spielen wenig Gegentore bekommen, ohne ihre grundsätzliche Idee zu verlassen. Sie attackieren, schalten schnell um und verwerten ihre Chancen konsequent", hob Rose die Vorzüge des Gegners hervor. Er rechnete mit einem "spannenden, emotionalen und tempogeladenen Spiel".

Salzburg will voll auf Sieg spielen

   Im Hinspiel haben die Salzburger mit dem 3:2-Erfolg bereits bewiesen, dass sie Leipzig besiegen können. Auch deshalb erwartete Salzburgs Goalie Alexander Walke "ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden". Es werde darauf ankommen, wer sein Spiel besser auf den Platz bringe.

   Mit einem Unentschieden will man sich im Lager der Gastgeber, die gleich auf sechs Ex-Kollegen, darunter die ÖFB-Kicker Stefan Ilsanker, der angeschlagene Marcel Sabitzer und Konrad Laimer treffen, keinesfalls begnügen. "Ich glaube, dass es nicht zur Mannschaft passt, auf ein 0:0 zu spielen", betonte Walke. Man werde deshalb alles raushauen und voll auf Sieg spielen. "So kennt man uns, selbst wenn wir 1:0 oder 2:0 führen, geben wir weiter Gas, das macht uns aus und so werden wir auch morgen auftreten", versicherte auch Rose.

Dabbur Toptorschütze in der Europa League

   Die Stimmung wird bestens sein, die Arena in Wals-Siezenheim ist seit längerer Zeit mit 29.520 Zuschauern ausverkauft. "Das ist eine Anerkennung für die letzten Spiele, die wir zu Hause bestritten haben. Das ist natürlich cool und gibt uns noch einmal einen kleinen Schub extra", sagte Walke. Er ist die Nummer eins in der Europa League, in der Liga muss er Cican Stankovic den Vortritt lassen. "Es funktioniert im Moment ganz gut", sagte der Routinier zur Tormannrotation.

   Bestens lief es auch für die Salzburger an sich bisher in der Europa League, in der sie mit Munas Dabbur (fünf Tore) auch den Toptorschützen stellen. Es gab nicht nur vier Siege, sondern auch in jedem Spiel mindestens drei Treffer, wie auch zuletzt beim 5:2 bei Rosenborg Trondheim. Salzburg hat damit nach wie vor die Chance, zum dritten Mal in der Clubgeschichte das Punktemaximum im zweitwichtigsten Europcupbewerb zu holen. Das wäre ein weiterer Meilenstein.

(APA)

Aufgerufen am 09.12.2018 um 11:52 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/europa-league-salzburg-will-gegen-leipzig-aufstieg-fixieren-61584100

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