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"Ausgeköpfelt"

Villarreal für Salzburg zu clever

Bullen in Europa League mit Rücken zur Wand

Im Hinspiel des Europa League-Sechzehntelfinales setzte es für Red Bull Salzburg am Donnerstag gegen Villarreal eine 0:2-Pleite (0:1). Zwei Kopfbälle waren der Sargnagel für die Bullen.

Bereits vor dem Duell war Salzburg gezwungen seine Stamm-Formation zu ändern. Am Vorabend informierte die UEFA Österreichs Fußball-Meister, dass Mohamed Camara und Sekou Koita aufgrund eines Doping-Vergehens für drei Monate gesperrt werden.

"Wir haben mit der Mannschaft am Sonntag darüber gesprochen und ihnen gesagt, dass die endgültige Entscheidung am Mittwoch folgen wird. Es war also nicht so überraschend. Die dreimonatige Sperre haben wir erwartet“, sagte Bullen-Trainer Jesse Marsch.

Koita und Salzburg-Kollege Camara für drei Monate gesperrt
Torjubel FC Red Bull Salzburg zum 2:4 durch Sekou Koita (FC Red Bull Salzburg) am Samstag, 13. Februar 2021, während dem Grunddurchgang, 17, der tipico-Bundesliga-Begegnung zwischen WSG Swarovski Tirol und Red Bull Salzburg in Innsbruck.

UEFA sperrt Salzburger Koita und Camara

Fußball-Meister Salzburg muss ab sofort für drei Monate auf die wegen Dopings verurteilten Spieler Sekou Koita und Mohamed Camara verzichten. Diese Entscheidung der UEFA-Disziplinarkommission gaben …

Neue Bullen-Elf gegen Villarreal

Marsch musste reagieren und ließ eine komplett neu formierten Startelf ans Werk gehen.

Salzburg, Villarreal GEPA/Red Bull
Salzburg-Trainer Jesse Marsch musste gegen Villarreal eine komplett neue Startelf wählen.

Sommer-Neuzugang Oumar Solet feierte in seinem siebten Einsatz im Bullen-Trikot sein Europacup-Debüt. Neben ihm bekam Albert Vallci als Abwehrchef eine große Verantwortung zugesprochen. Andre Ramalho (gesperrt) und Maximilian Wöber (Oberschenkelverletzung) fehlten bekanntlich.

Salzburg startet gefällig

Marsch ließ vor der Vierer-Abwehrkette eine Mittelfeld-Raute auflaufen. Junuzovic als Sechser bildete mit Mwepu (rechts), Sucic (links) und Aaronson (Zehner) das Salzburger Zentrum.

 

Davor stürmten Daka und Berisha in der 4-1-2-2-Formation. Mit dieser Grundordnung zeigte Salzburg ansehnliche erste 25 Minuten. Danach änderte der Coach das Rezept und stellte auf ein 4-4-2 um.

Nach Salzburger System-Wechsel übernahm Villarreal Kommando

Villarreal kam immer besser in die Partie und übernahm das Kommando. Nach einem Foulspiel vom starken Ramses Kristensen bekamen die Spanier einen Strafstoß zugesprochen, den Paco Alcacer (25.) vergab. Bullen-Goalie Cican Stankovic brillierte und hielt den stümperhaft geschossenen Elfmeter sicher fest.

"Wir haben nicht genug Druck auf den Ball gehabt und das war der Plan-B. Dann waren wir etwas besser in der Partie“, erklärte Marsch die taktische Systemänderung.

Bullen-Chancen bleiben ungenutzt

Salzburg kam in Hälfte eins nur durch Daka (14.) und Mwepu (39.) zu Chancen, wobei Mwepu bei seinem "Lupfer“ zu hoch anvisierte und die Top-Chance liegen ließ.

Alcacer (41.) machte vor der Pause seinen Fehler wieder gut und nickte nach einem Freistoß zu Villarreals Führung ein.

Die nächste gute Gelegenheit für die Heimischen fand Mergim Berisha (51.) kurz nach Wiederanpfiff vor, als Patson Daka im Pressing den Ball eroberte und ihn ideal freispielte: Der Deutsche traf die Kugel allerdings nicht gut genug.

"Hinten haben wir zu viele Fehler gemacht und nur zwei Mal auf das Tor geschossen.

Kopfbälle als Sargnagel

Wie schon beim 0:1 setzte wieder ein Kopfball den Salzburgern schwer zu: Joker Fernando Nino (71.) erhöhte nach einer Flanke von Gerard Moreno zum 2:0-Endstand.

Villarreal mit Top-Ausgangsposition

Villarreal war an diesem Tag einfach zu clever. Auch wenn Salzburg immer wieder Druckperioden hatte, wussten Daka und Co ihre optische Überlegenheit nicht zu nützen. Zu stabil in der Defensive und zu effizient im Abschluss präsentierte sich der Liga-Sechste aus Spanien.

Und so geht Villarreal mit der komfortablen Führung in das Rückspiel, welches nächsten Donnerstag (im S24-LIVETICKER) über die Bühne gehen wird.

Europa League: Salzburg – Villarreal 0:2 (0:1)

Aufstellungen

Salzburg: Stankovic - Kristensen, Solet, Vallci, Ulmer - Mwepu, Junuzovic (74. Bernede), Aaronson (61. Adeyemi), Sucic (61. Okafor) - Daka, Berisha

Villarreal: Rulli - Pena (46. Foyth), Albiol, Pau Torres, Estupinan - Trigueros, Capoue (74. Costa), Parejo - G. Moreno (83. Pino), Alcacer (60. Nino), Moi Gomez (60. Pedraza)

Tore: Alcacer (41.), Nino (71.)

(Quelle: SALZBURG24)

UEFA sperrt Salzburger Koita und Camara

Koita und Salzburg-Kollege Camara für drei Monate gesperrt
Torjubel FC Red Bull Salzburg zum 2:4 durch Sekou Koita (FC Red Bull Salzburg) am Samstag, 13. Februar 2021, während dem Grunddurchgang, 17, der tipico-Bundesliga-Begegnung zwischen WSG Swarovski Tirol und Red Bull Salzburg in Innsbruck.

Fußball-Meister Salzburg muss ab sofort für drei Monate auf die wegen Dopings verurteilten Spieler Sekou Koita und Mohamed Camara verzichten. Diese Entscheidung der UEFA-Disziplinarkommission gaben die Salzburger am Donnerstag zwei Stunden vor dem Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Villarreal bekannt. Der europäische Verband erkannte demnach keinen Dopingvorsatz, allerdings sei jeder Spieler persönlich für die Einnahme verbotener Wirkstoffe verantwortlich.

Die beiden Teamspieler aus Mali, die nun an keinem nationalen und internationalen Bewerb auf Club- und Nationalteam-Ebene teilnehmen dürfen, hatten bei einem Länderspielaufenthalt ein verbotenes Mittel gegen Höhenkrankheit verabreicht bekommen. Der verantwortliche Teamarzt ist bereits vom malischen Verband suspendiert worden. Wenige Tage nach ihrer Rückkehr hatte das Duo bei einer Routineüberprüfung der UEFA am 22. November in Salzburg eine positive A-Probe abgegeben. Auf die Öffnung der B-Probe wurde verzichtet.

Koita und Camara verpassen restliche Saison

Stürmer Koita, der Führende der Torschützenliste der Bundesliga (14 Tore), und Mittelfeldspieler Camara verpassen nun fast die gesamte restliche Saison. Die letzte Bundesligarunde (32. Runde) ist am 21. und 22. Mai.

Koita meldete sich via Twitter "traurig" und zugleich "erleichtert" zu Wort, weil die UEFA die Fakten berücksichtigt habe. "Ich ermahne alle Fußballer, speziell die jungen Spieler, extrem sorgfältig darauf zu achten, welche Produkte vom medizinischen Personal der Teams ausgegeben werden." Der 21-Jährige betonte: "Ich habe so viel Respekt vor dem Sport, der mir schon so viel gegeben hat. Ich war und werde immer ein sauberer Athlet sein." Er versprach: "Ich werde im Mai stärker als zuvor zurückkommen."

Bereits im Vorfeld von Sperre erfahren

Vom Urteil erfahren hatten die Bullen laut APA-Informationen schon am Vorabend der Partie. Die Verlautbarung erfolgte aus taktischen Gründen erst wesentlich später, um dem spanischen EL-Konkurrenten möglichst wenig Vorbereitungszeit zu geben.

Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter sagte zum Urteil: "Wir nehmen diese Entscheidung der UEFA zur Kenntnis, sind aber froh, dass in dieser Causa jetzt Klarheit geschaffen wurde und wir wissen, wie es konkret weitergeht. Für uns bedeutet dies natürlich einen herben sportlichen Verlust. Aber auch wenn wir völlig unverschuldet in diese Situation gekommen sind, trifft uns die Entscheidung nicht unvorbereitet, weil wir den Kader entsprechend ausgerichtet haben."

Aufgerufen am 03.03.2021 um 12:42 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/europa-league-villarreal-fuer-salzburg-zu-clever-99983773

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