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FC Basel – Red Bull Salzburg ist „zu normal“

Das Europa League-Achtelfinale zwischen dem FC Basel und Red Bull Salzburg sorgt in Österreich seit Tagen für Euphorie. Ganz anders sieht das in der Schweiz aus – ein Insider berichtet.

Fans von Red Bull Salzburg und auch viele neutrale Beobachter fiebern der Europa League-Achtelfinalbegegnung gegen den FC Basel (Donnerstag 19 Uhr) entgegen. In den Medien, Online-Portalen und Social Media-Plattformen gibt es seit Tagen nur ein Thema: Schaffen die Bullen die Sensation? Lang, lang ist es her, dass eine österreichische Mannschaft international für so viel Wirbel gesorgt hat. Nach den souveränen zwei Siegen über Ajax Amsterdam, ist Red Bull Salzburg auch in Europa in aller Munde. Überall? Nein, denn beim aktuellen Gegner, dem FC Basel steht alles andere als ein Weiterkommen außer Frage.

SALZBURG24 fragt nach

Wir wollten es genauer wissen, was die Schweizer über die Begegnung und die Stärke von Red Bull Salzburg denken. Philipp Kobel lebt in der Nähe von Basel und belegt derzeit den Universitätslehrgang für Sportjournalismus, an der Universität Salzburg (Rif). Der Schweizer hat sich im Auftrag von SALZBURG24 im Umfeld des FC Basel umgehört und die Stimmung vor dem wichtigen Achtelfinal-Match eingefangen. Hier sein Bericht:

Zwischen Respekt und Unaufgeregtheit

Die Verantwortlichen des FC Basel zollen den Bullen aus Salzburg vor dem Europa-League-Achtelfinale Respekt. Für die Fans des Schweizer Branchenprimus wäre ein Weiterkommen nach den vergangenen internationalen Erfolgen das Normalste der Welt.

Stimmungstief beim FC Basel

Die Stimmung im Fussballmekka der Schweiz war schon besser. Nach zuletzt drei Unentschieden in Serie in der Liga keimte sowohl bei Trainer Murat Yakin, den Spielern, als auch den verwöhnten Fans am Rheinknie eine gewisse Unzufriedenheit. Hinzu kommt großes Verletzungspech. Neben den Ausfällen von Abwehrpatron Ivanov, Mittelfeldstratege Diaz und Aussenverteidiger Kay Voser ist ein Einsatz des Top-Torjägers Marco Streller im Hinspiel gegen Red Bull Salzburg mehr als fraglich. Der FCB-Kapitän zog sich am vergangenen Wochenende eine Wadenquetschung zu und konnte Mittwochnachmittag das Abschlusstraining nicht bestreiten.

Erfahrung als Trumpf

Basel-Coach Murat Yakin warnte im Vorfeld der Partie am Donnerstag insbesondere vor dem starken Pressing der Ösis. „In den letzten Jahren haben wir aber gezeigt, dass wir in wichtigen europäischen Spielen eine Top-Leistung abrufen können." Die Erfahrung aus vier Champions League-Teilnahmen in den letzten sechs Jahren und dem Europa League-Halbfinale 2013 gegen Chelsea dürfte das große Plus der Basler gegenüber den Bullen aus Salzburg sein. Die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen besteht bei Basel nicht. „Wir wissen, dass es schwer wird", gesteht Yakin ein. Dennoch ist er zuversichtlich, dass seine Mannschaft den Sprung in die nächste Runde schaffen kann.

Red Bull Salzburg ist nicht Maccabi

Die Fans der Rot-Blauen sehen dem Duell mit dem österreichischen „Dosen-Club" gelassen entgegen. Zu normal ist ein solches Spiel, nach drei europäischen Achtelfinalteilnahmen in Serie. Trotzdem warnt ein Anhänger im offiziellen Fan-Forum: „Mit der Leistung gegen Maccabi wird man gegen Salzburg wohl eher nicht weiterkommen." Auch bei den Fans ist die beeindruckende Vorstellung der Bullen gegen Ajax Amsterdam ein Thema. „Klar muss man sich zuerst einmal durchsetzen, aber Ajax hat auch nicht mehr den Glanz der 1970er-Jahre", schreibt ein Fan.

Nur 14.000 Zuschauer erwartet

Während in Salzburg die große Euphorie ausgebrochen ist und die Karten fürs Rückspiel bereits vergriffen sind, bleibt man in Basel am Boden. Die Verantwortlichen rechnen für das Spiel im St. Jakobs-Park mit halb leeren Rängen. Die verwöhnten Anhänger werden erst in späteren Runden und bei – auf dem Papier – attraktiveren Gegnern vermehrt ins Stadion pilgern. Wenn sie sich da nur nicht verspekulieren...

Die Salzburg-Fans kommen

Die Fans von Red Bull Salzburg lassen sich den Europa League-Kracher gegen Basel natürlich nicht entgehen. Sie machten sich Donnerstagfrüh in einem Sonderzug auf den Weg in die Schweiz. Unser Video-Partner einwurf.tv war für euch dabei.

 

(Philipp Kobel/Oliver Klamminger, S24)

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(Quelle: S24)

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