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"Rotzfreche" Bullen fordern Reals Weltstars

Um gegen Real Madrid zu bestehen, benötigt es eine Super-Leistung. Diese zeigte Red Bull Salzburg am Mittwochabend und forderte die Weltstars auf ganzer Linie. Nur 100-Millionen-Neuzugang Eden Hazard verhinderte mit dem 1:0-Goldtor (0:0) ein Salzburger Traumergebnis.

Die Leistung der Mozartstädter gegen den 13-fachen Champions-League-Sieger kann sich sehen lassen. Die Bullen setzten nach dem Testspiel gegen Chelsea vor ausverkauftem Haus und 30.188 Zusehern erneut ein kräftiges Ausrufezeichen.

Salzburger Offensiv-Pressing klappt

Verstecken braucht sich die Crew von Trainer Jesse Marsch in der anstehenden Champions-League-Saison definitiv nicht. Die Bullen boten den Weltstars rund um Toni Kroos und Sergio Ramos das ganze Spiel über Paroli. Noch besser als gegen Chelsea London funktionierte diesmal auch das Offensiv-Pressing, aus dem sich Salzburg einige Chancen herausarbeitete.

100-Millionen-Mann kontert Bullen aus

Die Heimischen gingen mit aggressivem Umschaltsspiel viel Risiko ein. "Das funktionierte schon viel besser als gegen die Londoner. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht", erklärte Marsch, der dennoch das Goldtor von 100-Millionen-Euro-Neuzugang Eden Hazard in der 19. Minute mit ansehen musste. Das war gleichzeitig sein erster Treffer im Dress der "Königlichen".

Nach einem Eckball der Salzburger bekam der Belgier den Ball von Karim Benzema links in den Lauf gespielt. Der Edeltechniker zog parallel zur Torlinie vor das Gehäuse von Keeper Cican Stankovic und ließ diesen mit einem satten Rechtsschuss keine Chance. "Salzburg hat gut gespielt, mit großer Intensität. Wir haben gar nicht so viele Chancen gehabt. Man sieht natürlich, dass sie schon im Spielrhythmus sind, da haben sie uns etwas voraus", sagte Hazard nach dem Spiel zu ServusTV.

Red Bull Salzburg, Real Madrid APA/Krugfoto
Karim Benzema (li.) und der belgische Real-Madrid-Neuzugang bejubelten das Goldtor von Eden Hazard.

Minamino flattern die Nerven

Danach kam Salzburg: Als der Ball im Mittelfeld erneut schnell erobert wurde, brannte es bei Real schon lichterloh. Dominik Szoboszlai spielte auf Erling Haaland, der Andreas Ulmer auf die Reise schickte und dessen Stanglpass in der Mitte Takumi Minamino (27.) fand. Bei der größten Ausgleichschance verfehlte der Japaner allerdings aus aussichtsreicher Position – ja nahezu leerem Tor –freistehend vor Tormann Thibaut Courtois.

"Salzburg ist ein Gegner, der es uns nicht einfach gemacht hat. Sie sind eine Mannschaft, die heute bewiesen hat, wie stark sie spielen kann. Sie sind physisch sehr stark", staunte auch Real-Trainer Zinedine Zidane vom Power-Fußball der Bullen nicht schlecht. Seine Mannschaft konnte sich oft nur mit Fouls helfen.

Marsch über die Champions League

Auch die komplett ausgetauschte Salzburg-Mannschaft stellte Ramos und Co in Hälfte zwei vor großen Probleme. Doch der wie aufgezogen spielende Majeed Ashimeru und Patson Daka fehlten im letzten Offensiv-Drittel die Effizienz und die Durchschlagskraft. "Wir sind noch nicht in Top-Form. Aber bis zur Champions League im September ist noch Zeit", fügte Marsch an.

Sollte Salzburg drei Top-Teams bei der Auslosung am 29. August in Monaco drei Top-Teams ziehen, wird es laut Marsch eine schwere Aufgabe. "Wenn aber ein Team in unserer Kragenweite dabei ist, sehe ich uns gewappnet. Noch ist Zeit." Bis dahin dürften die Gegner, wer immer es auch wird, über die "rotzfrechen" Bullen sicherlich Bescheid wissen.

Red Bull Salzburg – Real Madrid 0:1 (0:1)

Tor: Hazard (19.)

(Quelle: SALZBURG24)

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