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Fußball: Jantscher hofft auf Titel-Hattrick und Comeback im Cupfinale

Ein Bändereinriss in der rechten Schulter zwingt Jakob Jantscher derzeit zum Zuschauen. Dennoch könnte der 24-Jährige in wenigen Tagen am 20. Mai als die herausragende Spielerpersönlichkeit der heimischen Fußball-Saison 2011/12 feststehen.

Denn dem Offensivspieler von Red Bull Salzburg winkt das seltene Triple Meistertitel, Cupsieg und Torschützenkönig. Wem er all diese Erfolge widmen würde, steht jetzt schon fest, nämlich seinem im vergangenen Oktober verstorbenen Vater.

"Würde den Titel meinem Papa widmen"

 "Ich würde die Titel meinem Papa widmen. Ich weiß, dass er sehr stolz auf mich wäre. Mein Papa war ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben, der mich geprägt und immer unterstützt hat. Aber ich würde diese Erfolge auch der ganzen Familie und allen Leuten widmen, die mich in der schwierigen Zeit unterstützt haben", meinte Jantscher im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Jantscher startete im Frühjahr durch

Nach den alles andere als einfachen Wochen und Monaten startete Jantscher im Frühjahr 2012 gewaltig durch. Mit acht größtenteils entscheidenden Treffern brachte Jantscher die "Bullen" in der Bundesliga wieder auf Titelkurs. Deshalb nimmt Jantscher die aktuelle Verletzungspause auch recht gefasst zur Kenntnis. Schließlich weiß er, dass er der Saison bereits seinen Stempel aufgedrückt hat. "Ich bin froh, dass es erst jetzt und nicht vor drei Wochen passiert ist. Denn so konnte ich der Mannschaft entscheidend helfen." Über die Gründe seiner Hochform meinte Jantscher: "Ich bin in einen Lauf gekommen, da geht alles ganz einfach viel leichter. Ich habe jetzt viel mehr Ruhe vor dem Tor. Besonders freut mich, dass wichtige und entscheidende Tore dabei waren. Aber die wären allesamt ohne meine Teamkollegen nicht möglich gewesen."

Letzten beiden Liga-Spiele ohne Jantscher

Die letzten beiden Liga-Spiele am Sonntag in Wiener Neustadt und am Donnerstag daheim gegen die Admira werden ohne Jantscher stattfinden. Die Hoffnung aufs Cupfinale am 20. Mai (Sonntag) in Wien gegen SV Ried hat er aber noch lange nicht aufgegeben. "Ich hoffe sehr auf das Cupfinale und bin auch im Gegensatz zum 'Doc' (Clubarzt Helmut Klampfer, Anm.) zuversichtlich. Ich werde alles versuchen, um in Wien dabei zu sein, egal, was ich dafür machen muss." Zu diesem Zeitpunkt werden die Salzburger wohl als Meister 2012 feststehen. Jantscher ist überzeugt, dass es schon in Wiener Neustadt soweit sein wird. "Uns fehlt noch ein Punkt, und den sollten wir uns in Wiener Neustadt holen. Ich bin optimistisch, denn wir befinden uns in einem sehr guten Lauf." Für Jantscher wäre es der erste große Titel seiner Karriere. "Das wäre natürlich eine geile Sache", meinte Jantscher voller Vorfreude.

Maierhofer auf den Fersen

Ob Jantscher dank seiner 14 Saisontreffer auch die Torjägerkrone aufgesetzt bekommen wird, hängt wohl ausgerechnet von einem seiner Teamkollegen ab. Denn sein erster Verfolger ist mit 12 Toren Stefan Maierhofer. "Es würde mich sehr freuen, wenn ich Torschützenkönig werden würde. Aber es ist nicht mein primäres Ziel. Es wäre ein feiner Beigeschmack. Aber ich würde es auch dem 'Langen' (Maierhofer, Anm.) vergönnen." Jantscher wäre genauso wie Maierhofer erst der dritte Kicker seit 1990, der in Österreich in einer Saison Meister, Cupsieger und Schützenkönig wird. Gelungen ist dies in dieser Zeitspanne nur Roland Kollmann (2004/GAK) und Roland Linz (2006/Austria).

Spekulationen über Auslandstransfer vorprogrammiert

Angesichts der Leistungen von Jantscher sind Spekulationen über einen Auslandstransfer im Sommer vorprogrammiert. Jantscher möchte nichts überstürzen. "Ich habe noch zwei Jahre Vertrag in Salzburg, ich muss nicht weg. Ich fühle mich sehr wohl hier. Irgendwann möchte ich aber ins Ausland, das ist ein Ziel. Wenn, dann muss allerdings alles passen." (APA)
(Quelle: S24)

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