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Grödig-Lazarett zu Gast bei Austria Wien

Stefan Nutz (re.) und der SV Grödig brachten Austria Wien, in den bisherigen zwei Duellen, jeweils zum Verzweifeln. DANIEL KRUG / APA
Stefan Nutz (re.) und der SV Grödig brachten Austria Wien, in den bisherigen zwei Duellen, jeweils zum Verzweifeln.

Der SV Grödig kämpft derzeit nicht nur gegen die Anschuldigungen von Ex-Spieler Dominique Taboga, sondern auch weiterhin mit dem Verletzungspech. So kommt das Auswärtsspiel bei Meister Austria Wien nicht besonders gelegen.

Wenn der Meister zu Hause gegen den Aufsteiger spielt, sind die Rollen normalerweise klar verteilt. Im bisherigen Saisonverlauf war der SV Grödig jedoch kein gern gesehener Gegner, von Austria Wien. In der 26. Runde der Tipp3-Bundesliga kommt es am Samstag (19 Uhr) wieder zu diesem Duell.

Grödig sorgte für Sensationen

Im Herbst überraschte der Aufsteiger zunächst beim 3:2 in Wien-Favoriten und setzte zu Hause mit einem 1:0 nach. Beide Male haderten die Austrianer mit mangelnder Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Im dritten Saisonduell wollen die in der Vorwoche 2:1 gegen Wacker Innsbruck erfolgreichen Violetten die Spieß umdrehen. Die von Verletzungssorgen geplagten Grödiger haben die jüngsten vier Auswärtsspiele nicht gewonnen und blieben in den letzten beiden ohne Torerfolg. In der letzten Runde verlor der Tabellenzweite zu Hause „verdient" mit 1:2 gegen Wiener Neustadt.

Kampf um Europacup-Plätze

"Es ist ein Schlüsselspiel um den zweiten Platz. Der ist auch unser Ziel. Wenn wir gewinnen, wird man sehen, wie Grödig damit umgeht, dass die anderen Mannschaften näher rücken", betonte Austria-Trainer Herbert Gager mit Blick auf die Tabelle. Dort liegt der Liga-Neuling mit 39 Punkten je vier Zähler vor der Austria, Rapid und der SV Ried.

„Sind gegen niemanden Favorit"

Unter Druck setzen lassen will sich bei Grödig aber niemand. "Die Erwartungshaltung ist nach unserer sensationellen Herbstsaison inzwischen sehr hoch, aber wir sind immer noch der Aufsteiger und eigentlich gegen niemanden Favorit", merkte Trainer Adi Hütter an. Druck hätte da schon eher die Austria, die unbedingt ins internationale Geschäft einziehen wolle. Seine stark angeschlagene Mannschaft schaffte schon beim 1:0-Heimsieg die Sensation.

Die Krankenstation des SV Grödig

Wer sich die Verletztenliste des Aufsteigers ansieht, weiß auch warum man gegen den Meister sicherlich nicht als Favorit gilt. Mit Torhüter Cican Stankovic, Sascha Boller, Ione Cabrera, Mario Leitgeb und Marvin Potzmann fehlen gleich fünf verletzte Stammspieler. Anstelle des nach seinem Mittelhandbruch operierten Stankovic wird wie zu Saisonbeginn Kevin Fend im Gehäuse stehen. Glücklich ist Hütter über die Ausfälle naturgemäß nicht.

"Durch die zahlreichen Verletzungen fehlt auch der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft, mit dem sich die Spieler im Herbst gegenseitig gepusht haben", erklärte der Vorarlberger, der pikanterweise von den Medien als möglicher Trainer-Kandidat bei der Austria gehandelt wird. Bisher hat Hütter seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag bei Grödig noch nicht verlängert. Qualifiziert sich die Austria für die Europa League, dürfte Gager aber ohnedies fix als Austria-Coach installiert werden.

(APA/Redaktion)

(Quelle: S24)

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