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Regelhüter entscheiden

Kurioser Abstoß-Trick wird verboten

Fußball, Symbolbild, Abstoß, SB APA/ERWIN SCHERIAU
Der Abstoß-Trick beim Fußball wird ein Riegel vorgeschoben./Archivbild

Die neuen Fußball-Regeln sorgen derzeit für viele Diskussionen. Besonders jene, die besagt, dass der Ball beim Abstoß nicht mehr den Strafraum verlassen muss. Einige Teams nützten dies schlitzohrartig aus und kreierten einen Trick, den die Regelhüter nun prompt wieder untersagt haben.

Die neue Abstoß-Regel sollte den Fußball verändern, doch der Schuss ging ach hinten los. Seit einigen Wochen ist es erlaubt, dass Tormänner beim Abstoß ihre Mitspieler auch innerhalb des Strafraums anspielen dürfen.

Regelhüter verbieten Abstoß-Trick

Einige Teams - unter anderem aus der deutschen zweiten und dritten Liga - fanden ein Schlupfloch, wie es sich die Regelhüter vom IFAB (International Football Association Board) wohl nicht vorgestellt haben. So lupften die Goalies den Ball auf einen im Strafraum stehenden Mitspieler, der das Kunstleder dann umgehend zurück in die Arme des Keepers köpfte. Der Schlussmann eröffnete in der Folge das Spiel mit einem Ausschuss oder einem präzisen Auswurf von der Strafraumgrenze.

Abstoß bleibt Abstoß

Auch im Salzburger Fußball-Unterhaus war der Freistoß-Trick am Wochenende bereits zu beobachten. Doch damit soll nun Schluss sein. Ein Abstoß muss ein Abstoß bleiben, teilte das Ifab mit. Die Regelhüter diskutieren derzeit über eine Änderung der Regel, hieß es am Freitag in einer offiziellen Stellungnahme. Bis dahin wird per Sofortmaßnahme nach dem Ausführen des Abstoß-Tricks der Abstoß wiederholt. Eine Strafe gibt es nicht. 

(Quelle: SALZBURG24)

Das sind die neuen Fußball-Regeln

Fußball, SB, APA/ERWIN SCHERIAU

Der Videobeweis war das Gesprächsthema der Fußball-Saison. Vor allem die Auslegung der Handspiel-Regel sorgte für Unmut und stand heftig in der Kritik. Das International Football Association Board (IFAB) hat deshalb Regeländerungen beschlossen, die den Interpretationsspielraum für Schiedsrichter bei Handspielen verkleinern sollen.

 Ab 1. Juni an gilt: Jedes Tor, das mit der Hand oder dem Arm erzielt wird, ist irregulär - ob Absicht vorliegt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Auch wenn ein Spieler mit der Hand oder dem Arm in Ballbesitz gelangt und sich dadurch einen klaren Vorteil verschafft - also beispielsweise anschließend ein Tor erzielt - soll in jedem Fall geahndet werden. Unabhängig von der Absicht liegt ebenso in der Regel ein Vergehen vor, wenn der Spieler seine Körperfläche unnatürlich vergrößert - etwa bei Armhaltung über Schulterhöhe. Es ist in der Regel kein Handspiel, wenn der Ball vom eigenen Körper oder vom Körper eines anderen Spielers an die Hand oder den Arm springt oder der Spieler sich im Fallen abstützt. Aber es gibt noch weitere Änderungen. 

TRAINER: In Zukunft können auch Trainer und andere Offizielle genau wie die Spieler mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft werden. Kann der Schuldige nicht ausgemacht werden, erhält automatisch der Chef-Trainer die Verwarnung bzw. den Innenraumverweis.

MÜNZWURF: Bisher durfte der Gewinner des Münzwurfs die Seite auswählen, von der seine Mannschaft spielen wollte. Nun darf der Gewinner zwischen Seitenwahl und Anstoß wählen.

AUSWECHSLUNG: Um Zeitspiel zu verhindern, muss der ausgewechselte Spieler fortan das Feld an der nächstmöglichen Linie verlassen - das kann Torlinie oder Seitenauslinie sein. Das Abklatschen mit dem Einwechselspieler in Höhe der Mittellinie wird damit seltener.

MAUER: Bei einem Freistoß in Tornähe dürfen sich die Spieler der ausführenden Mannschaft nicht mehr in die Mauer stellen. Sie müssen mindestens einen Meter Abstand halten. Vorausgesetzt: Die Mauer besteht aus drei oder mehr Abwehrspielern.

ELFMETER: Der Torhüter muss beim Strafstoß künftig nur noch mit einem Fuß auf Höhe der Torlinie stehen, nicht mehr mit beiden Füßen.

ABSTOSS: Bisher musste der Ball immer erst den Strafraum verlassen, ehe er von einem Mitspieler berührt werden durfte. Jetzt dürfen Mitspieler ihn auch im Strafraum annehmen. Der Ball ist im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt. Gegenspieler dürfen allerdings erst außerhalb des Strafraums an den Ball.

FREISTOSS: Freistöße dürfen auch dann schnell ausgeführt werden, wenn der Schiedsrichter noch eine Gelbe oder Rote Karte zeigen will. Die Verwarnung kann er bei der nächsten Spielunterbrechung nachholen, um somit eine mögliche Torchance nicht zu verhindern.

SCHIEDSRICHTER: Der Schiedsrichter ist künftig nicht mehr "Luft". Bisher lief die Partie einfach weiter, wenn der Unparteiische vom Ball getroffen wurde. Fortan gilt: Wird er angeschossen und ändert damit die Spielrichtung bzw. den Ballbesitz oder geht der Ball dadurch sogar ins Tor, gibt es Schiedsrichter-Ball.

SCHIEDSRICHTER-BALL: Es erhält künftig das Team den Ball vom Schiedsrichter, das zuletzt in Ballbesitz war.

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