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Bleibt er nächstes Jahr?

Kein Treuebekenntnis von Marsch zu Salzburg

Gladbach angelt nach Bullen-Trainer

Jesse_Marsch, FC_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Bleibt Jesse Marsch Red Bull Salzburg auch nächstes Jahr als Trainer erhalten?

Der Wechsel von Ex-Bulle Marco Rose von Gladbach zu Dortmund hat auch bei Red Bull Salzburg zu Trainer-Spekulationen geführt. Coach Jesse Marsch wird in der deutschen Bundesliga als Nachfolge-Kandidat gehandelt. Ein Treuebekenntnis gab es nicht.

In der Mozartstadt wurde der US-Amerikaner vor eineinhalb Jahren nicht gerade mit offenen Armen empfangen. "Nein zu Marsch" war auf einem Transparent in der Red-Bull-Arena zu sehen. Klar: Die Sache ist längst Schnee von gestern.

Marsch bei Salzburg-Fans beliebt

Salzburgs Trainer genießt bei den Bullen-Fans ein hohes Ansehen, fand mit dem Double-Gewinn und etlichen Siegesserien prompt den Weg in die Herzen der Anhänger. Mit Marsch zeigte Österreichs Serienmeister oft spektakuläre Spiele. Die aggressive und sehr offensive Spielweise sowie die positive Einstellung Marschs erweckte auch in der deutschen Bundesliga Interesse. Unvergesslich bleibt seine Kabinenansprache beim Spiel gegen Liverpool, wo Marsch internationale Berühmtheit erlangte.

Bullen-Coach bei Gladbach gehandelt

Spätestens nachdem Rose am Montag seinen Abschied von Borussia Mönchengladbach bekannt gab, gingen die Spekulationen um den US-Amerikaner als dessen Erbe so richtig los. Der 47-jährige gilt neben Werder Bremens Florian Kohfeldt, Frankturt-Coach Adi Hütter, Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) und Gerardo Seoane (Young Boys Bern) mittlerweile als Favorit auf den Posten.

 

Marsch verwies auf Vertrag in Salzburg

Als Marsch am Montag bei einem Pressetermin auf einen Verbleib in Salzburg über die Saison hinaus angesprochen wurde, äußerte er kein Treuebekenntnis: "Ich habe einen Vertrag bis Sommer 2022. Meine volle Konzentration ist derzeit hier mit unserem Verein und unserer Mannschaft. Ich habe eine Verantwortung gegenüber den Fans alles zu geben. Speziell in dieser Phase." Ausschließen wollte Marsch einen späteren Wechsel nach Deutschland nicht. So wie auch Rose vor zwei Jahren nicht.

"Ich finde die deutsche Bundesliga eine super Liga“, sagte Marsch am Montag gegenüber dem Sportbuzzer. "Ich mag das Niveau, die Stadien, die Fußball-Kultur. Mein Jahr als Co-Trainer in Leipzig war großartig.“

Deutsche Bundesliga-Trainer mit Salzburg-Vergangenheit

  • Marco Rose (Cheftrainer in Salzburg/jetzt Gladbach)
  • Bo Svensson (Cheftrainer Liefering/jetzt Mainz)
  • Oliver Glasner (Co-Trainer in Salzburg/jetzt Wolfsburg)
  • Adi Hütter (Cheftrainer in Salzburg/jetzt Frankfurt)
  • Hansi Flick (Co-Trainer RBS/jetzt Bayern München)

Salzburg gegen Villarreal im S24-LIVETICKER

Am Donnerstag (S24-LIVETICKER ab 20.50 Uhr) wartet mit Villarreal im Sechzehntelfinale der Europa League ein echter Prüfstein auf die Bullen. "Wir freuen uns auf diesen Wettbewerb. Villarreal ist eine super Mannschaft. Sie sind ein starkes Team, auch wenn die letzten Wochen nicht einfach für sie waren. Auch ihr Trainer ist hervorragend, daher erwarte ich ein tolles Spiel", sagte der 47-Jährige.

(Quelle: SALZBURG24)

Europacup-Debüt vor Salzburger Mega-Experiment

Jesse_Marsch, FC_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Salzburg-Trainer Jesse Marsch auf der Suche nach der besten Startelf gegen Villarreal.

Für Red Bull Salzburg steht am Donnerstag beim Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Villarreal das bisherige Jahres-Highlight an. Für das K.o.-Duell müssen die Bullen das Abwehrzentrum umbauen. Wem schenkt Trainer Jesse Marsch das Vertrauen?

Wenn die Bullen beim zehnten Anlauf (Rekordwert mit Ajax Amsterdam) in der EL die K.o-Runde überstehen wollen, braucht es gegen den spanischen Top-Klub mehr als nur eine solide Leistung.

Zwei Positionen bei Bullen offen

Während der Großteil der Marsch-Crew für die europäische Bühne quasi einen Fixplatz hat, tauchen in der Innenverteidigung sowie im Mittelfeld des österreichischen Serienmeisters zwei Fragezeichen bezüglich Startelf-Tickets auf.

 

Da Andre Ramalho aufgrund einer Gelbsperre fix ausfällt und Maximilian Wöber (Oberschenkelverletzung) so wie Bernardo (Seitenbandriss) auch nicht mit an Bord sind, muss Salzburg eine neue Defensiv-Zentrale aus der Taufe heben. Bullen-Dompteur Marsch ist darauf freilich vorbereitet. Zum einen bestand Albert Vallci die Feuertaufe auf seiner Lieblingsposition als Innenverteidiger gegen Hartberg und Austria Wien (im Cup) sowie gegen Wattens. Beim 4:2-Auswärtssieg sah die Bullen-Defensive jedoch nicht immer sattelfest aus.

Darf sich Salzburgs Solet beweisen?

Zum anderen lieferte auch Sommer-Neuzugang Oumar Solet vergangenen Mittwoch gegen die Austria eine grundsolide Partie. Neben den Debüt-Schützen Luka Sucic und Brenden Aaronson erntete auch der Franzose Sonderlob von Marsch: "Er hat richtig gut gespielt, das war wichtig." Viel Spielpraxis hat Solet mit sechs Bundesliga-Einsätzen jedoch nicht. Schon gar nicht auf der europäischen Bühne, wo der 21-Jährige bislang keine Erfahrung gesammelt hat. Für den 1,92-Meter-Koloss wäre das Duell gegen Villarreal das Europacup-Debüt.

Oumar_Solet, FC_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Feiert Salzburgs Oumar Solet gegen Villarreal sein Europacup-Debüt?

Zudem durfte der Abwehrmann am Wochenende gegen Wattens keine Minute ran, um für das Jahres-Highlight auf Match-Temperaturen zu kommen. Gut möglich, dass sich Marsch damit bedeckt halten will und im Hintergrund an einem Experiment bastelt.

Deier- oder Viererkette bei Salzburg?

Eine etwas ungewöhnliche Lösung wäre Enock Mwepu als Vallci-Partner in der Innenverteidigung spielen zu lassen. Diese Rolle durfte er bereits im Juni beim 7:2-Sieg gegen Rapid Wien ausfüllen. Oder Salzburgs Coach entscheidet sich mit Mwepu im Zentrum, Albert Vallci links und Solet auf der rechten Abwehrseite. Der in Überform aufspielende Rasmus Kristensen und Kapitän Andreas Ulmer würden somit vor die Dreierkette hochgezogen werden.

Hätte Salzburg Jerome Onguene nicht zum FC Genoa nach Italien verliehen, würde ein erfahrener zentraler Abwehrspieler noch zur Verfügung stehen. Zusatz: Youngster David Affengruber, der Innenverteidiger ist, steht nicht im EL-Kader der Bullen.

Aaronson und Sucic im internen Duell

Im Mittelfeld muss Marsch im internationalen Geschäft den zu RB Leipzig abgewanderten Dominik Szoboszlai ersetzen. Neben Zlatko Junuzovic, Mohamed Camara (und Enock Mwepu?) sind in der Schaltzentrale bzw. auf den Flügeln maximal zwei Plätze frei.

Um diese werden sich wohl Neuzugang Aaronson und Shootingstar Sucic duellieren. Sollte Mwepu zurückgezogen werden, haben beide Youngsters gute Karten. Aber auch der wiedergenesene Antoine Bernede könnte überraschend im Aufgebot stehen.

Im Angriff vertraute der Bullen-Trainer zuletzt immer dem Traum-Duo Patson Daka und Knipser Sekou Koita. "Euro-Bomber" Mergim Berisha war zuletzt verletzt und wird sich wohl mit der Rolle als Jokers zufrieden geben müssen.

Villarreal hat Siegen verlernt

"Villarreal ist sehr gefährlich und nicht umsonst in La Liga im vorderen Feld mit dabei. Und sie haben mit Unay Emery einen Coach, der den Bewerb kennt wie kaum ein anderer", erklärte Marsch vor dem 74. Europa-League-Spiel der Salzburger Vereingsgeschichte.

Den Bullen könnte jedoch Mut machen, dass das gelbe U-Boot – wie Villarreal genannt wird – die jüngsten fünf Partien nicht gewinnen konnte. Vier Remis und eine Niederlage stehen für den Liga-Sechsten vor der Salzburg-Partie zu Buche.

Aufgerufen am 17.06.2021 um 03:39 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/jesse-marsch-kein-treuebekenntnis-zu-red-bull-salzburg-99923137

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