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Champions-League-Playoff

Ganz Linz steht Kopf

Drei Salzburger mittendrin

Fußball-Vizemeister LASK greift nach den Fußball-Sternen. Sechs Tage nach dem 2:1-Auswärtssieg beim FC Basel setzten sich die Linzer am Dienstag gegen die Schweizer auch zuhause 3:1 (0:0) durch. Damit sicherten sich die Oberösterreicher, die mit Thomas Goiginger, Philipp Wiesinger und Keeper Alexander Schlager drei Salzburger in der Startelf hatten, das Play-off-Ticket der Champions-League-Quali. Gegner dort ist Belgiens Vizemeister Club Brügge.

In einer hart umkämpften Partie ging der LASK durch Reinhold Ranftl glücklich in Führung (59.), Kemal Ademi (80.) ließ bei den in der ersten Hälfte besseren Elf von Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller nur kurz Hoffnung aufkeimen. Der LASK setzte sich insgesamt aber verdient durch und trifft nun auf Brügge, das einem 1:0-Heimerfolg über Dynamo Kiew am Dienstag auswärts in der Ukraine ein 3:3 folgen ließ. Das Hinspiel in Linz steigt am kommenden Dienstag, am 28. August ist die Truppe von Trainer Valerien Ismael dann in Belgien zu Gast.

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Gepostet von LASK am Dienstag, 13. August 2019

LASK schreibt Vereinsgeschichte

Als Gewinner dürfen sich die Oberösterreicher quasi aber schon jetzt fühlen: Der Play-off-Verlierer streift fünf Millionen Euro ein, das Fixticket für die Europa-League-Gruppenphase hatten die Linzer zudem schon vorher sicher. Neben dem bisher einzigen Meistertitel 1965 ist es für den LASK wohl der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Charakteristik des Spiels entsprach vor ausverkauftem Haus durchaus den Erwartungen. Basel agierte wesentlich aggressiver als im Hinspiel, verlor weniger Zweikämpfe und erarbeitete sich mit hohen Bällen sowie über die Seiten immer wieder Offensivaktionen. Einmal hatten die Linzer bei einem nicht gegebenen Elfmeterfoul Glück.

Der LASK – ohne Überraschungen in der Startelf, also mit Thomas Goiginger bzw. Emanuel Pogatetz für den verletzten Christian Ramsebner - konnte seine gewohnten Qualitäten diesmal weniger zur Geltung bringen als sechs Tage zuvor. Der LASK steigerte sich nach der Pause, ließ lange Zeit nicht mehr viel zu und hatte nach fast einer Stunde auch in der Offensive Beistand von Fortuna: Raoul Petretta fälschte eine Flanke Ranftls unhaltbar ins eigene Tor ab und besiegelte damit das letztlich das Schicksal der Gäste.

Goiginger fixiert Playoff-Ticket

Wie schon im ersten Duell drängte der mehrfache CL-Teilnehmer der Vergangenheit gegen Ende auf den Ausgleich, der durch Ademi schließlich auch noch fiel. Die Drangphase der Schweizer nützte der LASK dann noch, um letztlich für einen klaren Erfolg zu sorgen. Mit dem 2:1 von "Goigi" (89.) war der größte Erfolg der Linzer Vereinsgeschichte dann besiegelt. "Es ist wunderschön. Wir haben gewusst, dass Basel Vollgas geben wird. Wir haben gewusst, dass es schwierig wird, aber auch sehr gut dagegengehalten. Wir wollten das unbedingt, das hat man, glaube ich, in den beiden Spielen gesehen. Wir gehen immer mit Demut an die Sache heran. Wie man sieht, haben wir immer Chancen", erklärte der Köstendorfer.

LASK Linz, Philipp Wiesinger APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Philipp Wiesinger (re.) lieferte in der Verteidigung vom LASK eine bärenstarke Leistung gegen Basel ab.

Linzer noch unbesiegt

Der 3:1-Endstand von Joker Marko Raguz (94.) ließ schlussendlich alle Dämme brechen - ganz Linz war im Freudentaumel. "Ein unbeschreibliches Gefühl. Ich kann mich nur bei der Mannschaft bedanken. Wenn du einmal gewinnst kann das Glück sein, aber wenn du zweimal gewinnst, gesamt 5:2, dann ist das Qualität. Wir haben bewiesen, dass wir mit jedem Gegner mithalten können", erklärte Neo-Trainer Valerien Ismael, dessen Team alle sechs Saisonspiele bislang gewinnen konnte.

Brügge wartet auf LASK

In einem turbulenten Finish hat sich der kommende LASK-Gegner Club Brügge am Dienstag den Einzug ins Qualifikations-Play-off der Fußball-Champions-League gesichert.
Brügge, das am 20. August in Linz gastiert bzw. am 28. August den LASK empfängt, geriet nach einem 1:0-Sieg im Heimhinspiel bei Dynamo Kiew früh in Rückstand (6.), sicherte sich mit dem Ausgleich durch Simon Deli (38.) aber die bessere Ausgangslage für die zweite Hälfte.

Das 2:1 durch Wolodymyr Schepeljew (50.) erhöhte neuerlich den Druck auf die Gäste, Ruud Vormer (88.) sorgte aber für die vermeintliche Vorentscheidung. Da waren nach Gelb-Rot für Brügges Percy Tau (84.) und Kiews Mykyta Burda (82.) beide Teams schon in Unterzahl. Ein Eigentor von Brandon Mechele (93.) gab den anstürmenden Ukrainern noch einmal Hoffnung, ehe Lois Openda (95.) tatsächlich alles klar machte.

(Quelle: APA)

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