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Moniz: "80 Prozent sind nicht genug!"

"80 Prozent" Leistung hatten Salzburg zum Auftakt der Fußball-Bundesliga zum 2:0-Sieg über die Wiener Austria gereicht. Beim Zweitrunden-Auftritt des Vizemeisters bei Wacker Innsbruck am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins) werde man sich aber steigern müssen, betonte Coach Ricardo Moniz. "Das wird nicht reichen", erklärte der Niederländer vor dem West-Derby, in dem sich die Gastgeber durchaus Hoffnungen machen, zu punkten.

"Wo Salzburg hinkommt, wird Salzburg Favorit sein, und das gilt auch am Sonntag", stellte Wackers Trainer Walter Kogler klar. Dennoch gebe man sich im Vorfeld nicht geschlagen: "Wir wollen ihnen das Leben so schwer wie möglich machen und schauen, ob wir den einen oder anderen Punkt mitnehmen können."

Zum Auftakt hatten sich die Tiroler bei Kapfenberg mit 3:2 durchgesetzt, Kogler kann deshalb entspannt ins Duell mit den "Bullen" gehen. Der Außenseiter steht im Gegensatz zu den Gästen nicht unter Druck, das weiß auch Moniz. "Das wird eine ganz andere Sache als gegen die Austria", erklärte der Niederländer, der vor seiner zehnten Partie als Bundesliga-Trainer steht.

"Es erwartet uns ein sehr hartes Spiel mit einer physisch sehr starken Mannschaft, sehr kompakt und auch sehr heimstark", meinte Moniz, der freilich in der Fremde in der österreichischen Meisterschaft eine blütenweiße Weste hat: Von vier Spielen wurden am Ende der vergangenen Saison ebenso viele gewonnen. Zählt man den ersten Europa-League-Auftritt in Lettland hinzu, sind es saisonübergreifend sogar fünf Pflichtspiel-Auswärtserfolge en suite. "Wir sind auswärts besser als zu Hause, haben Räume bekommen und effizient genützt", meinte Moniz.

Mit den Tirolern haben die Roten Bullen zudem noch eine Rechnung offen: Durch die 2:3-Heimniederlage im jüngsten Duell am 23. April vergaben die Salzburger wohl endgültig ihre Titelchance 2010/11. Moniz hat derzeit freilich andere Sorgen, musste erst das magere 0:0 im Europa-League-Rückspiel gegen Liepajas Metalurgs verdauen.

"Wenn es nicht funktioniert, dann hast du keine Zeit. Das ist für die Außenwelt gleich ein Grund, um zu kritisieren", sagte Moniz. "Und davor habe ich die Mannschaft auch gewarnt." In gewisser Weise sei das magere 0:0 aber nicht ungelegen gekommen, um allen Beteiligten die Schwierigkeit der Aufgabe vor Augen zu führen: "Du kannst vor dem 0:0 nicht weglaufen. Das war ein wichtiges Zeichen für uns und für die Saison."

Eventuell bekommt das Publikum auch neue Salzburger Kräfte zu sehen. Zumindest einer der beiden Zugänge von RedBull Brasil, Mittelfeldmann Alex und Linksverteidiger Jefferson, werde auf der Bank sitzen, erklärte Moniz. Angesichts der enger gewordenen Personalsituation - Schiemer, Mendes, Douglas fehlen verletzt, Teigl, Offenbacher und Meilinger sind bei der U20-WM, Hinteregger ist fraglich - sind sie für den Trainer willkommene Alternativen.

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(Quelle: S24)

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