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Nach Aufstieg: Austria Salzburg stellt Weichen für Erste Liga

Vor den Verantwortlichen der Austria liegt noch viel Arbeit. Krugfoto
Vor den Verantwortlichen der Austria liegt noch viel Arbeit.

Nach dem fixierten Aufstieg in die Sky Go Erste Liga, kann die Austria Salzburg gelassen in das letzte Saisonspiel gegen Hard gehen. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf die neue Saison aber bereits auf Hochtouren. Wir zeigen euch, wie der Plan ausschaut. 

Knapp zehn Jahre nach ihrer Neugründung ist die Austria Salzburg wieder zurück im Profifußball. Bei einer Pressekonferenz am Sonntagvormittag war den Austria-Verantwortlichen die Erleichterung über den vorzeitigen Meistertitel sichtlich anzusehen. “Es liegt ein anstrengendes Jahr hinter uns”, resümierte Obmann Walter Windischbauer, “trotz vieler Hürden haben wir alle Kritiker eines Besseren belehrt und endlich unser langersehntes Ziel erreicht”, freute sich der Ur-Austrianer.

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Posted by Austria Salzburg on Sonntag, 31. Mai 2015

Auch Sportdirektor Gerhard Stöger war nach dem 1:0 in Kitzbühel viel Last von den Schultern gefallen, vor genau einem Jahr musste man noch die Niederlage gegen den FAC verdauen: “Nach der Enttäuschung gegen den FAC im letzten Jahr waren wir am Boden. Deswegen ist die Freude nun umso größer”, war Stöger froh. Trainer Jörn Andersen, der das Team nach der Winterpause übernommen hatte, wollte auch den Verdienst von Ex-Trainer Klaus Schmidt nicht vergessen: “Klaus hat mir eine intakte Mannschaft hinterlassen und eine sehr gute Vorarbeit geleistet. Umso schöner, dass wir im der nächsten Saison gegen Innsbruck spielen dürfen”.

Urlaub wird nur kurz ausfallen

Bis es soweit ist müssen sich die Violetten aber noch knapp zwei Monate gedulden. Am 24. Juli erfolgt der Ankick in der Sky Go Erste Liga. Bereits am 17. Juli steht die erste Runde im ÖFB-Samsung-Cup auf dem Programm. Wenig Zeit und viel Arbeit für die Verantwortlichen. Neben der Infrastruktur muss auch der Kader an die Anforderungen der Ersten Liga angepasst werden. SALZBURG24 beantwortet dazu die wichtigsten Fragen:

  • Der Trainer: Jörn Andersen bleibt

Die erste Personalie für die neue Saison steht auf jeden Fall bereits fest. Trainer Jörn Andersen bleibt den Violetten erhalten. Der Norweger unterschrieb am Samstag einen neuen Ein-Jahres-Vertrag, der sich im Falle des Klassenerhaltes um ein weiteres Jahr verlängern würde. „Ich fühle mich hier in Salzburg und in diesem Umfeld sehr wohl. Ich glaube wir können hier noch viel erreichen“, zeigte sich Meistertrainer zuversichtlich. Auch Windischbauer ist mit seinem Coach sehr zufrieden: „Mit Jörn haben wir genau den richtigen Mann für uns gefunden.“

  • Der Kader: Ausländische Spieler kommen

Im Kader der Salzburger wird sich hingegen einiges tun. Trotz des Aufstiegs in die Erste Liga soll aber nicht auf einen reinen Profikader umgestellt werden, machte Sportdirektor Gerhard Stöger klar. „Wer den Weg  mitgehen wird, wird sich zeigen. Wir hoffen aber, dass wir den Großteil der Mannschaft zusammenhalten können“, so Stöger. Neben jungen hungrigen Spielern aus Salzburg und der Umgebung wird nun auch der Markt für ausländische Spieler sondiert. Drei bis vier Spieler aus dem Ausland sollen in der kommenden Saison in Maxglan spielen. Sie sollen die Qualität im Kader weiter erhöhen, versprach Trainer Jörn Andersen, der seine Kontakte spielen lassen wird.

  • Das Stadion: Ausbau startet am 8. Juni

Das größte Thema bei der Infrastruktur ist derzeit die neue Stehplatztribüne hinter dem Tor. Wer sich gefragt hat, wieso dort immer noch kein Fortschritt zu sehen ist, den kann Obmann Windischbauer beruhigen. „Wir beginnen mit dem Ausbau sobald die Saison vorbei ist, ich bin mir sicher dass wir bis zum 24. Juli alles fertig haben“, versprach der Obmann. Am 8. Juni werden die ersten Bagger auffahren und das Fundament legen, zudem ist auch das neue, 800 lux starke Flutlicht bereits bestellt. Das Ausweichstadion in Schwanenstadt ist nach den Adaptierungen schon erstligatauglich. Dort wird man fix auch die Heimspiele gegen Wacker Innsbruck und den LASK austragen.

  • Das Budget: Sponsorengerüst steht 

Finanziell steht die Austria inzwischen auf gesunden Beinen. Mit einem Budget von 1,7 Millionen Euro (vorher 900.000 Euro) sieht man sich für die Erste Liga gut gerüstet. Auch wenn es zu den Kleinsten in Österreichs zweithöchster Liga gehört: "Die Austria Salzburg hat sich inzwischen zu einer wahren Marke entwickelt", erklärte Marketingchef Freddy Scheucher. Dementsprechend fällt auch die Sponsorensuche leichter: Intertops bleibt weiter Hauptsponsor, für zusätzliche Sponsoren ist man aber immer offen. Einen Großteil des Budgets werden die Spielergehälter ausmachen, dieses wird durch den Aufstieg um 40 Prozent erhöht. Zudem wird im Zentrum Herrnau in der Alpenstraße ein eigener Fanshop entstehen.

  • Das Ziel: Klassenerhalt in Erster Liga

Dass es in der Sky Go Ersten Liga nicht ganz so einfach wird, wie in der Regionalliga West, ist den Verantwortlichen bewusst. Dementsprechend realistisch fällt die Zielsetzung aus: „Wir werden versuchen möglichst bald die 40 Punkten zu erreichen, um den Klassenerhalt frühzeitig klar zu machen“, gab Stöger vor. Von  Gedankenspielen auf einen Durchmarsch in die Bundesliga wollte er daher nichts wissen : „Wir wollen jetzt erst einmal in der höheren Liga ankommen und dann können wir langsam nach oben schauen.“

(Quelle: S24)

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