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Nur zwei Pflichtspielniederlagen für Red Bull Salzburg im Jahr 2017

Unter Rose spielt Salzburg unglaublich erfolgreich. Red Bull / GEPA
Unter Rose spielt Salzburg unglaublich erfolgreich.

Red Bull Salzburg hat vor dem abschließenden Heimspiel 2017 am Samstagnachmittag (LIVETICKER ab 15.55 Uhr) gegen Aufsteiger LASK eine sowohl sportlich als auch wirtschaftlich extrem positive Bilanz gezogen. Wir geben euch einen Überblick.

"Ich blicke sehr stolz auf dieses Jahr zurück. Von 53 Pflichtspielen wurden 38 gewonnen und bei 13 Unentschieden nur zwei verloren", betonte Sportdirektor Christoph Freund am Dienstagnachmittag.

Salzburg unter Rose "unberechenbarer"

"Das zeigt einfach, wie stabil die Mannschaft ist. Sie ist unter Trainer Marco Rose noch unberechenbarer geworden", erklärte der 40-Jährige. Zuletzt musste sich der Serien-Double-Gewinner am 27. August beim Bundesliga-Tabellenführer Sturm Graz 0:1 geschlagen geben, das ist bisher die einzige Pflichtspiel-Niederlage unter Rose. Daneben verlor Salzburg nur noch das Heimspiel am 6. Mai gegen Mattersburg 1:2, als noch der Spanier Oscar Garcia Chefcoach war.

Ziel ist die Europa League

Freund glaubt, dass das Titelrennen - aktuell liegt Sturm Graz zwei Zähler vor Salzburg - "bis zum Schluss spannend bleiben" wird, und ist "durchaus zuversichtlich, dass die Titelverteidigung gelingt". Sollte die fünfte Meisterschaft en suite verpasst werden, "dann würde die Welt für uns nicht untergehen, denn wir werden wahrscheinlich nicht jedes Jahr Meister", stellte der Sportdirektor klar. "Der Punkteschnitt von Sturm ist außergewöhnlich, deshalb Respekt nach Graz. Auch wirtschaftlich hätte es keine Auswirkungen. Wichtig ist, dass wir die Europa League schaffen."

108 Millionen Euro Umsatz

Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter sprach von einem "sehr arbeitsintensiven, aber auch sehr erfolgreichen Jahr mit einem Umsatz von 108 Millionen Euro". Diese "Benchmark" habe man "durch außergewöhnliche Transfers erzielt. Es bleiben 20,7 Millionen Euro. Und wenn man das negative Eigenkapital von vier Millionen abzieht, dann verbleiben auf der hohen Kante für das nächste Jahr 16 Millionen", sagte Reiter. "Für 2018 steht ein Ausgabenbudget von 40 Millionen zur Verfügung" - ohne mögliche Transfereinnahmen, die "eine entscheidende Säule" für den Club bleiben.

Europacup sorgt für Geldregen

Auch Reiter hob die Wichtigkeit der Europa League hervor: "Das ist unser Bewerb. Ich war gestern selbst in Nyon bei der Auslosung und ein Stück stolz, wenn Red Bull Salzburg dreimal erwähnt wird." Der Aufstieg in das Sechzehntelfinale, wo nun im Februar Real Sociedad San Sebastian wartet, trug zum positiven Wirtschaftsergebnis ebenfalls bei. "Die Gruppenphase hat circa fünf Millionen gebracht", verriet der 46-Jährige, der summa summarum "mit Einnahmen zwischen acht und neun Millionen" aus dem Europacup rechnet.

Gähnende Leere in Red-Bull-Arena

Lediglich bei den Besucherzahlen kommt derzeit keine Freude in Salzburg auf, obwohl im Herbst mit im Schnitt 7.260 Zuschauern ein Plus von knapp fünf Prozent erzielt worden ist. "Damit sind wir nicht zufrieden, aber der Trend ist richtig. Wir unternehmen alles, um wieder mehr Fans ins Stadion zu bringen. Das Erlebnis Spieltag soll noch mehr forciert werden", betonte Reiter, der auf eine Studie verwies, wonach österreichweit 2,4 Millionen Österreicher Interesse an Red Bull Salzburg zeigten.

Zielgruppe sind Jugendliche und Familien

"Damit sind wir klar die Nummer eins. Bei Jugendlichen zwischen elf und 20 Jahren sind wir der sympathischste Verein in Österreich - und das ist die Zielgruppe, die wir auch zukünftig ansprechen wollen", erläuterte der Geschäftsführer, der "sehr zuversichtlich" ist, dass sich die Zuschauerzahlen entsprechend entwickeln. So hat der Bullidikidz-Club für die Fans bis 13 Jahre bereits 9.000 Mitglieder.

"Wir wollen ohne Wenn und Aber eine kultivierte Fanszene, aufrechterhalten, wo sich Familien, Frauen und Kinder wohlfühlen", sprach Reiter Klartext und ergänzte mit Blick auf den nach wie vor offenen Oberrang im Stadion Wals-Siezenheim: "Eine Teilschließung des Stadions ist nicht auszuschließen." Damit würden die Zuschauer nicht mehr so weit verstreut in der Red Bull Arena sitzen, allerdings deutlich zulasten der Kapazität, die aktuell bei internationalen Spielen knapp 30.000 Zuschauer beträgt.

(APA)

(Quelle: S24)

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