Jetzt Live
Startseite Fußball
Jahres-Highlight

Achtes Bullen-Double oder LASK-Sensation?

Final-Duell mit Seltenheitswert

LASK_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Der LASK (schwarz-weiße Dressen) und Red Bull Salzburg treffen am Samstag im ÖFB-Cup-Finale aufeinander. (ARCHIVBILD)

Mit dem ÖFB-Cup-Endspiel zwischen dem LASK und Red Bull Salzburg steigt am Samstag das erste Jahres-Highlight. Erstmals seit dem Double-Gewinn vor 56 Jahren können die Linzer einen Fußball-Titel holen. Für die Bullen wäre es der achte Double-Erfolg in der Vereinsgeschichte.

"Wir können Geschichte schreiben, ein unvergessliches und historisches Ereignis schaffen", betonte Trainer Dominik Thalhammer beim Medientermin am Donnerstag. "Das spürt man auch im Verein und bei den Fans. Das motiviert uns sehr für Samstag." Die Linzer Fans sorgen mit einem Mega-Transparent für eine zusätzliche Motivationsspritze.

 

Salzburg im Cup Abo-Sieger

Im Gegensatz zum LASK, der 1965 zum bisher ersten und einzigen Mal sowohl Meister als auch Cupsieger wurde, sind die Salzburger seit 2014 Dauergast im Cup-Endspiel. Nur 2018 setzte es dabei gegen Sturm Graz (0:1 n.V.) eine Finalniederlage. Das erklärte Saisonziel der Mannschaft des scheidenden Trainers Jesse Marsch, der ab Sommer den deutschen Bundesligisten RB Leipzig betreuen wird, ist das bereits achte Double der Club-Geschichte.

Die Rollen könnten vor dem neuerlich im Wörthersee Stadion ausgetragenen Endspiel also nicht klarer verteilt sein. "Die Ausgangslage ist ganz klar: Salzburg ist der Favorit, wir sind der Außenseiter. Salzburg hat viel mehr zu verlieren", sagte Thalhammer. Das unterstrich auch sein Kapitän Gernot Trauner: "Natürlich wissen wir um die Lage, Salzburg war gefühlt die letzten 10, 15 Mal im Finale und hat immer gewonnen."

Marsch wünscht sich zweites Double zum Abschied

13 von 14 möglichen nationalen Titeln hat Salzburg in den jüngsten sieben Jahren gewonnen. "Der Cup ist bei uns immer ein großes Saisonziel. Titel zu holen ist immer eine große Herausforderung in Salzburg", betonte Marsch, der sich der historischen Bedeutung des Endspiels für den Gegner bewusst ist. "Ich glaube, es ist ein großer Moment für den LASK, aber wir haben nie in unserer Geschichte gegen den LASK diese Mannschaft unterschätzt."

Bullen-Kapitän Andreas Ulmer erklärte indes, dass die Salzburger trotz der Titel-Flut seit 2012 (sieben Cup- und acht Meistertitel) noch immer hungrig seien. Diese Siegermentalität sei einfach in der "DNA" der Mannschaft und des Clubs drin. "Wir sind richtig heiß drauf, dass wir den Pokal holen", versicherte der 35-Jährige, der bei allen bisherigen sieben Cup-Triumphen der Mozartstädter dabei war.

Wiesinger verpasst Finale verletzungsbedingt

Nicht mitwirken kann allerdings Philipp Wiesinger, der im Liga-Duell mit Sturm Graz am Mittwoch verletzt ausgewechselt werden musste. Die Diagnose am Donnerstag ergab einen Bandeinriss im linken Sprunggelenk, weshalb der 26-jährige Innenverteidiger aus Puch (Tennengau) erst im Laufe des Saisonfinish sein Comeback geben wird.

"Philipp hat in den vergangenen Jahren unglaublich viel für den LASK geleistet und hat uns mit seinem Tor im Halbfinale ins Cup-Finale geschossen. Dass er am Samstag nicht am Platz stehen kann, ist sehr bitter – für uns als Mannschaft ist das aber ein Anlass, noch enger zusammenzurücken", sagte Thalhammer.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 10.05.2021 um 02:45 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/oefb-cup-finale-lask-gegen-red-bull-salzburg-103154626

Kommentare

Mehr zum Thema